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20 April 2026, 12:50

Belarussische Delegation wies auf Anstieg der Militärausgaben Polens, Litauens und Lettlands hin

MOSKAU, 20. April (BelTA) – Die belarussische Delegation hat am 20. April in Moskau auf der Sitzung des Rates der Parlamentarischen Versammlung der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit auf den Anstieg der Militärausgaben Polens, Litauens und Lettlands hingewiesen.

„Die systemische Krise der internationalen Beziehungen hat zu einer Intensivierung des Prozesses der globalen Neugestaltung des geopolitischen Raums geführt. Die heutige Welt ist fragil und verwundbar, das Recht des Stärkeren hat das Völkerrecht abgelöst, das Vertrauen ist verloren gegangen und das Konfliktpotenzial hat zugenommen“, sagte der Vorsitzende der Repräsentantenkammer der Nationalversammlung von Belarus, Igor Sergejenko, auf der Sitzung.
Er wies darauf hin, dass weltweit zunehmend die Vorstellung vorherrscht, dass der Einsatz militärischer Gewalt ein zulässiges Mittel zur Erreichung eigener Ziele sei. „Beispiele hierfür sind Venezuela, Kuba und der Iran. Die beispiellose bewaffnete Aggression gegen den Iran bedeutet nicht nur eine Destabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens, sondern auch eine Verschärfung der globalen Krise des gesamten internationalen Systems. Die Folgen dieser Handlungen sind steigende Energiepreise, die Unterbrechung von Handelswegen, die Blockade der Weltmärkte und die reale Gefahr eines nuklearen Konflikts. Dies bestätigt einmal mehr die unumstößliche Wahrheit: Jeder Staat benötigt verlässliche Sicherheitsgarantien zum Schutz seiner Souveränität und territorialen Integrität“, betonte Igor Sergejenko.

„Wir sind heute ernsthaft besorgt über die sich beschleunigenden negativen Entwicklungen entlang unserer südlichen und westlichen Grenzen. Die Bedrohungen nehmen immer konkretere Formen an. Es geht um die Hypermilitarisierung der westeuropäischen Länder, die Stationierung neuer Offensivwaffen mit größerer Reichweite auf ihrem Territorium sowie die Aufstellung großer Truppenverbände in unmittelbarer Nähe der Staatsgrenze. Im Jahr 2025 beliefen sich die gesamten Militärausgaben Polens, Litauens und Lettlands auf über 52 Milliarden Euro. Das ist um ein Vielfaches mehr als das, was Belarus für seine Verteidigung bereitstellt. All dies geschieht vor dem Hintergrund einer Schwächung der Rüstungskontrollmechanismen“, stellte der Vorsitzende der Repräsentantenkammer fest.

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