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Bryljow: Interesse an Kooperation zwischen Belarus und Serbien wächst

Politik 02.12.2019 | 12:14
Archivfoto
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BELGRAD, 2. Dezember (BelTA) - Das Interesse an Kooperation zwischen Belarus und Serbien wächst. Diese Meinung sprach belarussischer Botschafter in Serbien, Waleri Bryljow, vor Journalisten aus.

Waleri Brylew glaubt, dass belarussisch- serbische Zusammenarbeit in einige Etappen aufgeteilt wird: Es gab sowohl Boomperioden, als auch Abkühlung der Beziehungen.

Wann kam der Aufschwung in den Beziehungen und womit hat hier die Politik zu tun?

„Die ersten Besuche unserer Unternehmer, die ersten Lieferungen, gemeinsame Projekte wurden vor 1999 entwickelt, als das Land ziemlich stark bombardiert wurde und in eine schwierige Lage geriet. Wir halfen dem serbischen Volk in jener schwierigen Zeit. Während der Bombardierungen lieferten wir humanitäre Hilfe. Unser Präsident war im April 1999 in Belgrad zu Besuch. Das war das wichtigste politische Ereignis und große moralische Unterstützung“, erzählte der Botschafter.

Die Nordatlantische Allianz, die den Militäreinsatz gegen Jugoslawien durchführte, garantierte nicht die Sicherheit des belarussischen Präsidentenflugzeugs. Alexander Lukaschenko ist in Belgrad während der Bombardierungen eingetroffen. Dem Diplomaten zufolge erinnern sich viele Serben an jene Zeiten und sind der belarussischen Seite für die Unterstützung dankbar.

„In der Vergangenheit litten wir sehr viel. Deshalb verstehen Belarus und Serbien einander sehr gut: wir erlitten Verluste, Kriege. Vielleicht wollen wir uns deshalb annähern“, fügte Waleri Bryljow hinzu.

Warum kühlten sich die Beziehungen zwischen Belarus und Serbien ab?

Etwa 2001-2012 ließ die Zusammenarbeit zwischen Staaten beachtlich nach: In Serbien kamen die Menschen an die Macht, die in Belarus keinen nahen Partner sahen. „Wir kooperierten in Politik, Wirtschaft, aber es gab keine bahnbrechenden Projekte, keine Besuche. Unsere Betriebe arbeiteten nicht zusammen. Das wurde auf objektive Gründe zurückgeführt. Wir fühlten uns durch Serbien beleidigt, weil es sehr oft gegen uns bei verschiedenen internationalen Institutionen abstimmte“, erzählte Waleri Bryljow.

Wie änderte sich die Zusammenarbeit in den letzten Jahren?

Der Botschafter hält die Beziehungen zwischen Staaten für günstig: Serbische Spezialisten wollen die Zusammenarbeit nicht nur mit dem Westen, sondern auch mit östlichen Partnern entwickeln. „Unsere Präsidenten treffen sich zwei-dreimal jährlich bei verschiedenen Plattformen, führen Gespräche durch. Unser politischer Dialog, die Beziehungen werden allmählich entwickelt. Das Interesse an Kooperation wächst“.

Gleichzeitig betonte Waleri Brylew, dass Belarus und Serbien notwendige Kooperationsebene in Wirtschaft nicht erreichen können. „Man kann immer Gründe dafür finden. Daran sind aber wir schuld. Wir haben zwei verschiedene Wirtschaftssysteme. Wir entwickeln nur schwer bahnbrechende oder große Projekte. Wir vereinbarten die Lieferungen und erfüllten sie hundertprozentig (O-Busse, Autobusse, Traktoren, gemeinsame Produktion)“, erklärte der Botschafter.

Wie können wir den Warenumsatz vergrößern?

2015 betrug der Warenumsatz zwischen Staaten $250 Mio. 2018 waren es $148 Mio. „Wir lieferten Ölprodukte für $120-140 Mio. Zurzeit liefern wir sie nicht und können diese Nische nur schwer mit etwas besetzen. Aber es ist doch möglich“, denkt Waleri Bryljow.

Ihm zufolge gibt es im Handel zwischen Staaten keinen Platz für konventionelle Güter – Lebensmittel. „Wir müssen betriebseigene Verkaufsstellen eröffnen, Geld anlegen. Das ist riskant. Die Seiten fürchten davor. Wenn wir beginnen, mit üblichen Waren zu handeln, wächst der Warenumsatz“, resümierte der Diplomat.

Der Botschafter erklärte, dass die Länder während nächster Jahre $500 Mio. erzielen können, wenn sie alle unterzeichneten Verträge und Abkommen umsetzen.

Der belarussische Präsident, Alexander Lukaschenko fliegt nach Belgrad zu offiziellem Besuch, wo er am 3. Dezember die Gespräche mit dem serbischen Präsidenten, Aleksandar Vučić, durchführt. Die Seiten besprechen die Vergrößerung des Warenumsatzes, Initiativen zur Produktionsgründung und gemeinsame Investitionsprojekte.

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