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15 November 2021, 11:17

Flüchtlinge an der Grenze: Belarussen helfen uns sehr, geben uns Essen und warme Kleidung

GRODNO, 14. November (BelTA) – „Die Belarussen helfen uns sehr mit Brennholz, damit wir nicht frieren, versorgen uns mit dem Essen und warmer Kleidung. Ihr Land hat viel für uns getan“, sagen voller Dankbarkeit die Flüchtlinge an der belarussisch-polnischen Grenze.

Eine große Gruppe von Flüchtlingen auf dem Weg zur Grenze wurde am 8. November in der Nähe des Grenzübergangs „Bruzgi“ beobachtet. Die Migranten, die meisten von ihnen Kurden aus dem Irak sind, konnten es nicht bis nach Polen schaffen. Sie errichteten ein Lager in der Nähe der polnischen Grenze. Die Bedingungen im Lager sind schwierig: Die Menschen leiden unter Kälte, Wasser- und Nahrungsmangel.

Ein BELTA-Berichterstatter sprach mit einigen Flüchtlingen, um herauszufinden, wohin sie gehen und was sie wollen.

Ismail, ein Flüchtling aus Kurdistan, ist zum Beispiel vor einigen Tagen an die belarussisch-polnische Grenze eingetroffen. "Ich bin aus meinem Land geflohen, weil es dort nicht sicher ist. Generell ist England mein Endziel. Dort gibt es einen hohen Lebensstandard, und ich kann einen Neuanfang wagen. Aber wenn es nicht klappt, bin ich bereit, in Polen oder Deutschland zu bleiben. Ich hoffe, dass ich aufgenommen werde", sagt der junge Mann.

Abdullah und Tola, Flüchtlinge aus Kurdistan, kamen hierher, um nach Deutschland zu gelingen. "Wir hoffen, dass wir uns dort niederlassen können und dann die Familien, die zu Hause geblieben sind, umziehen. Wir wollen also unbedingt über die Grenze, und bis dahin gehen wir nirgendwo hin", sagt Abdullah.

„Die Belarussen helfen uns sehr mit Brennholz, damit wir nicht frieren, versorgen uns mit dem Essen und warmer Kleidung. Ihr Land hat viel für uns getan“, fügt Tola hinzu.

Eine Gruppe von Studenten aus dem Irak will ebenfalls in die EU. "Es gibt nichts mehr in unserem Land, alles ist zerstört", sagte einer von ihnen. „Es gibt keine Krankenhäuser und keine Geschäfte mehr. Es gibt keine Arbeit, aber es besteht Gefahr. Deshalb haben wir beschlossen, nach Europa zu gehen, wo wir Chancen haben: nach Deutschland, Belgien. Wir wollen nicht zurück nach Hause, denn dort erwartet uns nichts Gutes."

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