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22 April 2026, 16:54

Gebiete Mogiljow und Sughd unterzeichnen Fahrplan für Zusammenarbeit 2026–2027 

MOGILJOW, 22. April (BelTA) – Der Vorsitzende des Gebietsexekutivkomitees Mogiljow, Anatoli Issatschenko, und der Vorsitzende des Gebiets Sughd der Republik Tadschikistan, Rajabboy Ahmadzoda, haben einen Fahrplan zur Umsetzung des Kooperationsabkommens zwischen den Regionen für die Jahre 2026–2027 unterzeichnet. Das Dokument sieht den Ausbau der Zusammenarbeit im Handels-, Wirtschafts-, Industrie-, Agrar- und humanitären Bereich vor.
Das Treffen fand im Rahmen des Arbeitsbesuchs der tadschikischen Delegation in Belarus statt. Die Seiten stellten eine positive Dynamik in den Beziehungen fest – in diesem Jahr jährt sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den Ländern zum 30. Mal, die Partnerschaft zwischen den Gebieten Mogiljow und Sughd besteht seit acht Jahren.

„Wir haben heute viele Kooperationsfelder erörtert und sind dabei sogar über das Protokoll hinausgegangen – im guten Sinne. Wenn man miteinander spricht und sich dabei in die Augen schaut, ist das eine ganz andere Kommunikation“, betonte Anatoli Issatschenko.

Er hob mehrere Schlüsselrichtungen hervor. Erstens den Tourismus. „Der Tourismus ist ein Bereich, der sich dynamisch entwickeln muss, und dafür gibt es alle Möglichkeiten. Mein Kollege hat die Republik Tadschikistan und das Gebiet Sughd vorgestellt, was sie unserer Bevölkerung bieten können. Das wird sehr gefragt sein. Angesichts der Natur, des Klimas, der Pflanzenwelt – und vor allem der Freundlichkeit und der Art der Menschen. Unsererseits sind wir bereit, unsere Kurorte, unsere einzigartige Natur, unsere Wälder zur Verfügung zu stellen. Wir sind mit offenen Armen bereit, unsere Gäste zu empfangen, damit sie nicht nur arbeiten, sondern auch entspannen können“, sagte der Vorsitzende des Gebiets Mogiljow.
Die zweite wichtige Richtung ist die Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Die belarussische Seite ist bereit, ihre Technologien für die Fleisch- und Milchproduktion weiterzugeben, eigene Fachleute zur Ausbildung tadschikischer Kollegen zu entsenden oder diese in Belarus zu empfangen. Ebenfalls erörtert wurde die Zusammenarbeit im Bergbau, wo die Region Mogiljow mit Maschinen, Ausrüstung und Planungsleistungen helfen kann, sowie im Aufzugsbau – einschließlich Konstruktion, Montage und Personalschulung.
„Das Wichtigste ist, dass wir die Preisgestaltung im Auge behalten müssen: Es muss sowohl für uns als auch für unsere Partner vorteilhaft sein“, so Anatol Issatschenko.

Rajabboy Ahmadzoda erklärte, dass der Besuch im Auftrag des tadschikischen Präsidenten Emomalij Rahmon stattfinde, um die von den Staatsführern 2015 gesetzten Ziele zur Steigerung des Handelsvolumens zu erreichen. „Unser Ziel ist es, das Leben unserer Völker zu verbessern, Arbeitsplätze zu schaffen und die Potenziale zu nutzen, die sowohl wir als auch Mogiljow haben. Wir haben über die Gründung gemeinsamer Unternehmen in der Textilindustrie gesprochen. Wir werden Baumwolle und Garn liefern. Von hier werden wir Holz, Metall und chemische Erzeugnisse beziehen, die die Industrie Tadschikistans, insbesondere das Gebiet Sughd, benötigt“, sagte er.

Die tadschikische Seite ist an der Herstellung von Süßwaren sowie Fleisch- und Milchprodukten nach belarussischen Technologien interessiert. „Diese belarussischen Produkte sind berühmt. Wir haben vereinbart, diese Praxis in Tadschikistan umzusetzen“, fügte Rajabboy Ahmadzoda hinzu.

Vertreter der beiden Regionen arbeiten bereits aktiv zusammen. So berichtete Nelli Bekassowa, stellvertretende Generaldirektorin für Wirtschaft und Finanzen des Unternehmens „Domotschaj“, dass das Unternehmen nach der Messe „Prodexpo“ in Moskau mit Lieferungen von Süßwaren nach Duschanbe begonnen habe. „Die erste Lieferung war mit etwa 5.000 US-Dollar klein – eine Probepartie, um die Produkte bekannt zu machen. Wir sind jedoch bereit, die Lieferungen auszuweiten und auch Backwaren auf diesem Markt zu platzieren. Ich bin sicher, dass die Mengen künftig deutlich größer sein werden“, sagte sie.
Der Vorstandsvorsitzende der Firma „BARS“, Bochtijor Mirsobohodurov, dankte der belarussischen Seite für die Gastfreundschaft und die geschaffenen Arbeitsbedingungen. „Wir sehen ein blühendes Belarus und möchten Ihr wirtschaftliches Potenzial zum Wohle unserer Völker nutzen. Wir sind an einer Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Lebensmittelindustrie interessiert, da Ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse sehr gut entwickelt sind“, betonte er.

Der unterzeichnete Fahrplan ist nun das zentrale Dokument, das die gemeinsamen Schritte der Regionen in nächster Zeit regelt.

 
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