MINSK, 19. März (BelTA) – Die belarussischen Parlamentarier halten eine gute Dynamik der interparlamentarischen Kontakte mit Serbien weiterhin aufrecht. Darauf wies der Vorsitzende der Ständigen Kommission des Rates der Republik der Nationalversammlung der Republik Belarus für internationale Angelegenheiten und nationale Sicherheit, Sergej Alejnik, in einem Kommentar gegenüber Journalisten hin.
Im Rat der Republik fand heute ein Treffen von Mitgliedern des Rates der Republik und Abgeordneten des Repräsentantenhauses der Nationalversammlung mit dem Abgeordneten der Nationalversammlung (Narodna skupština) der Republik Serbien, Ivan Karic, Mitglied der interparlamentarischen Freundschaftsgruppe mit Belarus, statt.
"Wir halten tatsächlich weiterhin eine gute Dynamik der interparlamentarischen Kontakte mit der Republik Serbien aufrecht. In den letzten Jahren fanden regelmäßig Treffen auf verschiedenen Ebenen statt. Es gab Delegationen in unserem Land. Wir haben uns auf der Ebene der Vizepräsidenten der Parlamente und auch im Rahmen internationaler interparlamentarischer Organisationen getroffen", so Sergei Alejnik, der insbesondere ein Treffen im Rahmen der Interparlamentarischen Union im vergangenen Herbst in Genf erwähnte.
Der Vorsitzende der Ständigen Kommission betonte, dass die interparlamentarischen Kontakte zweifellos zur Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen mit der Republik Serbien auf zwischenstaatlicher Ebene beitragen. Er wies darauf hin, dass diese Beziehungen zeitlich erprobt seien, eine gute, freundschaftliche und langjährige Geschichte hätten, in die auch Seiten der heldenhaften Vergangenheit eingewoben seien. Der historischen Erinnerung wurde bei dem heutigen Treffen besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Der Parlamentarier merkte an, dass Belarus und Serbien in diesem Jahr bedeutende, für die Geschichte der Länder sakrale Jubiläen begehen werden. Am 6. April jährt sich der Überfall des faschistischen Deutschlands auf Jugoslawien zum 85. Mal, und am 22. Juni jährt sich der Überfall des faschistischen Deutschlands auf Belarus zum 85. Mal.
"Wir haben standgehalten und gesiegt. Und heute verteidigen wir weiterhin unsere Souveränität, unsere territoriale Integrität, unsere nationalen Interessen unter beispiellosem geopolitischen Druck und setzen uns selbstverständlich für eine konstruktive Agenda in unseren bilateralen Beziehungen ein", sagte Sergej Alejnik.
Die Parlamentarier widmeten sich auch der Entwicklung des politischen Dialogs zwischen den Ländern, der sich über viele Jahre hinweg erfolgreich auf verschiedenen Ebenen, einschließlich der Ebene der Staatsoberhäupter, entwickelt, so der Vorsitzende der Ständigen Kommission. Er erinnerte daran, dass sich die Staatschefs von Belarus und Serbien im Jahr 2024 am Rande des Weltklimagipfels in Baku getroffen und konkrete Pläne zur Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit skizziert hätten. Wie der Vorsitzende der Ständigen Kommission feststellte, befinden sich diese Pläne in der Umsetzungsphase.
Insbesondere habe im vergangenen Jahr eine weitere Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission für Handels- und Wirtschaftszusammenarbeit stattgefunden, in deren Rahmen einen Fahrplan für die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen für die nächsten drei Jahre abgestimmt und unterzeichnet worden sei. Dies sei ein direktes Ergebnis der Vereinbarungen der Staatsführer, so Sergej Alejnik.
"Wir arbeiten aktiv im Handels- und Wirtschaftsbereich, trotz des Sanktionsdrucks, dem sowohl Belarus als auch Serbien ausgesetzt sind. Wir fördern die Zusammenarbeit in der industriellen Kooperation und in der Landwirtschaft. Auch das war heute Gegenstand der Diskussion", sagte er. "Unsere sozialen und humanitären Beziehungen sowie die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Kultur entwickeln sich dynamisch."
Der Parlamentarier bemerkte, dass im Februar Gleb Lapizki, Mitglied des Rates der Republik und Direktor des Festivals "Slawischer Basar in Witebsk", Serbien besucht habe, wo konkrete Pläne zur Intensivierung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen den Ländern vereinbart worden seien. Serbische Künstler seien inzwischen zu regelmäßigen Gästen des "Slawischen Basars" geworden.
Auf der Tagesordnung stehe heute die Intensivierung der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen; die Möglichkeit der Unterzeichnung eines entsprechenden Abkommens werde geprüft, so der Vorsitzende der Ständigen Kommission. Er wies auf das gegenseitige Interesse hin, das sich aus dem Besuch des serbischen Gesundheitsministers in Belarus im vergangenen Jahr ergebe.
Bei dem heutigen Treffen widmeten die Seiten der Entwicklung der interregionalen Zusammenarbeit zwischen den Ländern besondere Aufmerksamkeit. "Alle Gebiete Belarus und die Stadt Minsk unterhalten Städtepartnerschaften mit Städten und Regionen Serbiens. Insgesamt wurden 17 Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit auf regionaler Ebene unterzeichnet. Es gibt ein sehr ernstzunehmendes Potenzial für die Vertiefung sowohl der wirtschaftlichen als auch der sozialen, humanitären und touristischen Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern", sagte Sergej Alejnik.
Darüber hinaus stand auch die Förderung der Jugendagenda, die Anbahnung von Kontakten und die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den Jugendorganisationen der Länder im Fokus. Angesichts der Spezialisierung des Gastes widmeten die Seiten besondere Aufmerksamkeit auch den Themen Ökologie, Umweltschutz, Naturnutzung sowie der Sauberkeit und Ordnung in den Städten.
Die interparlamentarische Zusammenarbeit zwischen Belarus und Serbien entwickle sich auf vielen Ebenen, fügte der Vorsitzende der Ständigen Kommission hinzu. Regelmäßig fänden Treffen auf der Ebene der Parlamentsführungen sowie auf der Ebene der Freundschaftsgruppen statt, die sowohl in der Nationalversammlung Belarus' als auch in der serbischen Nationalversammlung eingerichtet worden seien. Die serbische Gruppe zähle 35 Mitglieder, was auf ein großes Interesse an der interparlamentarischen Zusammenarbeit mit Belarus hindeute. Auf belarussischer Seite umfasse die Freundschaftsgruppe 19 Mitglieder des Rates der Republik und Abgeordnete des Repräsentantenhauses. Die Zusammenarbeit entwickle sich aktiv, schloss der Parlamentarier.
