MINSK, 1. April (BelTA) – Die litauische Ministerpräsidentin Inga Ruginienė erklärte, dass die litauische Seite einen Vertreter für bilaterale politische Gespräche mit Belarus ernannt habe. Darüber berichten litauische Medien.
Sie merkte an, dass Litauen dieses Treffen durchführen könnte, fügte jedoch hinzu, dass Vilnius „bestimmte Bedingungen“ habe. Den Namen und die Position des Verhandlungsführers nannte Ruginiene nicht.
Letzte Woche forderte der Sondergesandte der USA, John Coale, in einem Interview mit einem litauischen Medienunternehmen Vilnius auf, einen Dialog mit Minsk aufzunehmen, und erklärte zudem, dass die Vereinigten Staaten von Amerika an Kalidüngemitteln aus Belarus interessiert seien. Er merkte an, dass Bedingungen für den Transport belarussischer Kalidüngemittel durch Litauen geschaffen und „die Dinge beendet werden müssen, die das Leben auf beiden Seiten behindern“. Die litauische Ministerpräsidentin erklärte daraufhin, Vilnius könne den Vorschlag eines Treffens mit belarussischen Vertretern auf der Ebene der stellvertretenden Außenminister prüfen. Dabei sagte sie, dass für die Wiederaufnahme eines solchen Dialogs mehrere Bedingungen gelten. Der Pressesprecher des belarussischen Außenministeriums, Ruslan Warankow, erklärte, dass Belarus bereit sei, mit Litauen alle problematischen Fragen zu erörtern, jedoch ohne jegliche Vorbedingungen.
Zuvor hatte die Zeitung „Diena“ berichtet, dass die Einstellung des Transits von Produkten des Unternehmens „Belaruskali“ durch Litauen ab dem 1. Februar 2022 ein entscheidender Faktor für die Verluste der Litauischen Eisenbahn sei.
