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27 März 2026, 13:35

Ryschenkow: Zwischen den Staatsführern von Belarus und Nordkoreas gab es sofort eine Chemie

PJÖNGJANG, 27. März (BelTA) - Zwischen den Staatsführern von Belarus und Nordkorea, Alexander Lukaschenko und Kim Jong Un, gab es während ihres Treffens in Pjöngjang sofort eine Chemie. Die Organisation des offiziellen Besuchs des belarussischen Staatsoberhauptes ging weit über den ursprünglich festgelegten protokollarischen Rahmen hinaus. Das erklärte Außenminister Maxim Ryschenkow heute in einem Pressestatement im Anschluss an die Visite des belarussischen Präsidenten in der DVRK.

„Der Geist der Verhandlungen war aufrichtig und freundschaftlich. Die Grundlage dafür ist die sogenannte Chemie, die sofort zwischen den beiden Staatschefs entstand“, so der Minister.
Darüber hinaus wurden die protokollarischen Besonderheiten der verschiedenen Veranstaltungen im Laufe des Besuchs angepasst und dem Kommunikationsstil zwischen Alexander Lukaschenko und Kim Jong Un untergeordnet. Alles hing von der ersten Begegnung der Staatschefs ab. „Ich bin sehr froh, dass sie bei dieser ersten Begegnung schnell zueinanderfanden, sich verstanden und einen gemeinsamen Nenner fanden. Es entstand sogar der Eindruck, dass wenn der eine einen Satz begann, setzte der andere diesen Satz fort, ohne den Sinn zu verlieren. Wir hatten nicht erwartet, dass der Besuch von einer so tiefen und intensiven Beteiligung des nordkoreanischen Führers in allen Phasen geprägt sein würde. Aber so ist es geschehen“, teilte Maxim Ryschenkow mit. So begleitete Kim Jong Un Alexander Lukaschenko beispielsweise zur Kranzniederlegung am Denkmal „Befreiung“, was ursprünglich nicht vorgesehen war. Der nordkoreanische Führer verabschiedete seinen belarussischen Amtskollegen am Ende des Besuchs auch persönlich am Flughafen. Am feierlichen Empfang nahmen nicht nur offizielle Personen teil, sondern hunderte Einheimischer und ein Orchester.

Aus protokollarischer Sicht sind solche Dinge sehr außergewöhnlich, zumal es erst das zweite persönliche Treffen der Führer in der gesamten Beziehungsgeschichte war. Die besondere freundschaftliche Verbundenheit der beiden Staatsführer war an beiden Tagen des Besuchs spürbar. Sie zeigte sich darin, wie sie einander herzlich begrüßten und dass sie in den Pausen zwischen den offiziellen Veranstaltungen etwas intensiv diskutierten.

„Jetzt müssen wir unsere Staatschefs nicht enttäuschen. Vor allem bei der Umsetzung der Aufgaben, die sie uns gestellt haben“, betonte Maxim Ryschenkow.

Der Minister erwähnte auch das festliche Konzert zu Ehren des offiziellen Besuchs des belarussischen Präsidenten. Bei dieser Veranstaltung waren Alexander Lukaschenko und Kim Jong Un ebenfalls gemeinsam anwesend. Es war eine wahre Show, in der sich die Fäden der koreanischen und belarussischen Kultur eng miteinander verwoben. Künstler aus Nordkorea trugen nicht nur ihre nationalen Lieder vor, sondern auch bekannte Kompositionen in russischer und belarussischer Sprache. „Der Präsident sagte, einige belarussische Lieder hätten sie sogar besser interpretiert als bei uns“, so der Außenminister. „Es war ein eindrucksvolles Konzert, bei dem man die Seele eines Belarusen spürte. Man musste diese verbindenden Gemeinsamkeiten erst einmal durch Lieder und Kompositionen finden, die zeigten, dass wir im Alltag und in unseren Traditionen mit denselben Augen auf das Leben blicken. Grundlage bilden Patriotismus, Heimatliebe, Friedensliebe und das Vertrauen auf die eigenen Kräfte.“

Maxim Ryschenkow betonte insgesamt, dass die Länder und ihre Führer in vielen Fragen der Weltordnung, der Entwicklung ihrer Staaten und der Umsetzung einer sozial orientierten Politik eine gemeinsame Auffassung hätten. „All dies sind Grundlagen, die in der Umsetzung durch unsere Staatsführer die zementierende Basis für den Aufbau der Zusammenarbeit in einem breitesten Spektrum von Fragen darstellen“, sagte der Minister.
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