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30 September 2022, 14:14

Sawinych über Ziele und Folgen der Explosionen an Nord Stream: Alte Welt wird weiterhin zerstört

MINSK, 30. September (BelTA) – In einem Interview mit der Telegraphenagentur BelTA hat der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses der Repräsentantenkammer für internationale Angelegenheiten Andrej Sawinych die Meinung geäußert, dass die Welt heute nicht mehr die alte ist und dass Belarus auf der internationalen Bühne nach wir vor eine pragmatische und kluge Politik aufbauen wird.

Auf der Weltbühne findet heute ein sehr kompliziertes Spiel statt. „In den Medien wird sehr viel über den Einsatz von Nuklearwaffen gesprochen – und diese Erklärungen schaffen günstigere Bedingungen für die Raketenangriffe auf das Atomkraftwerk. Es handelt sich hier um ein ziemlich komplexes Spiel. Sehr oft verfolgen sie mehrere Ziele. Deutschland ist im Grunde genommen ohne Gas geblieben, und seine Deindustrialisierung wird im Moment nur beschleunigt. Stahlwerke sind kurz vor Schließung. Volkswagen kündigt an, einen Teil seiner Anlagen in die USA zu verlagern. Das wird andauern und es wird noch schlimmer werden“, sagte er.

Der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten nahm zu den Explosionen an Nord Stream Pipelines Stellung. „Welche Ziele wurden damit verfolgt? Ich glaube, dass das erste und wichtigste Ziel es war, der Branche einen Schaden zuzufügen. Aber es gibt noch andere Ziele - das Spektrum könnte sehr groß sein“, sagte er.

In seiner Analyse der aktuellen Ereignisse betonte Andrej Sawinych: „Wir haben es mit einer weiteren Runde der Zerstörung der alten Welt zu tun. Die alten Verbindungen lösen sich auf, aber manchmal sind wir uns dessen nicht ganz bewusst. Wir glauben, dass die Zukunft eine Fortsetzung der Vergangenheit sein muss, dass jetzt alles wieder in Ordnung kommt, dass wir so leben, wie wir es gewohnt sind. Aber es wird nicht mehr so sein wie früher“.

Nach Ansicht des belarussischen Diplomaten ist es notwendig, die Situation objektiv zu bewerten. „Sowohl diese Explosionen als auch die weitere Eskalation der gesamten Situation sollten uns so schnell wie möglich davon überzeugen, dass wir in einer völlig anderen Welt leben werden. Und je eher wir das verstehen, desto pragmatischer und kompetenter wird Belarus seine gut durchdachte Politik auf allen Ebenen umsetzen. Desto sicherer werden unsere Zukunftschancen in den nächsten 5, 10 oder 15 Jahren sein. Das ist ein sehr ernstes Problem, denn unsere Bereitschaft, auf diese negativen Veränderungen zu reagieren, bleibt in der Regel aufgrund der menschlichen Natur weit hinter dem Tempo des Wandels zurück“, sagte Sawinych.

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