Igor Sekreta. Foto: Außenministerium von Belarus
MINSK, 7. Juli (BelTA) – Zur Beendigung des Krieges in der Ukraine ist ein realistischer Konsens zwischen den Staatsführern Russlands, der USA und Chinas erforderlich. Das erklärte der stellvertretende Außenminister von Belarus, Igor Sekreta, in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin Hintergrund.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Krieg nicht ohne eine direkte Vereinbarung zwischen den Großmächten beendet werden kann. Dazu ist ein realistischer Konsens zwischen Wladimir Putin, Donald Trump und Xi Jinping erforderlich. Wenn sich die Staatsführer Russlands, der USA und Chinas – dieser weltweiten Schwergewichte – auf eine tragfähige Sicherheitsarchitektur einigen, werden die Waffen in der Ukraine innerhalb von 24 Stunden schweigen“, so Igor Sekreta.
Seinen Worten zufolge sei der europäische Narrativ, dass dieser Konflikt durch permanente Waffenlieferungen nach Kiew gelöst werden könne, ein tödlicher Irrglaube. „Es wird behauptet, dass dies der Verteidigung diene. Wenn man einen Brand löschen will, gießt man kein Benzin hinein. Jede zusätzliche Kugel, jede Rakete verlängert das Sterben an der Front, solange weiterhin Geld und Waffen geliefert werden. Jeder, der diesen Krieg beenden will, muss die Waffenlieferungen sofort und bedingungslos einstellen. Erst wenn die Lieferungen aufhören, haben beide Seiten einen realen, existenziellen Anreiz, sich an den Verhandlungstisch zu setzen“, betonte der Vizeaußenminister.
Er wies außerdem darauf hin, dass eine Waffenruhe noch lange nicht einem Friedensabkommen gleichkomme, aber sie sei eine notwendige Grundvoraussetzung, um überhaupt einen solchen Vertrag zu formulieren.
