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05 Februar 2026, 10:28

Umfangreicher Markt und politische Unterstützung. Abgeordneter darüber, warum Belarus an Ländern Südostasiens interessiert ist

Sergej Ratschkow
Sergej Ratschkow
MINSK, 5. Februar (BelTA) – Die Region Südostasien ist für Belarus aus Sicht eines umfangreichen Marktes und politischer Unterstützung in internationalen Organisationen interessant. Diese Meinung teilte der Vorsitzende der Ständigen Kommission für internationale Angelegenheiten der Repräsentantenkammer, Sergej Ratschkow, mit Journalisten. 

„Die Republik Belarus ist in Südostasien recht gut vertreten. Man kennt uns gut in den 11 Ländern, die in den ASEAN-Verband eingeschlossen sind. Für uns ist diese Region in erster Linie aus zwei Blickwinkeln interessant. Das ist ein umfangreicher Markt – etwa 700 Millionen Menschen. Andererseits ist uns die politische Unterstützung dieser Länder in internationalen Organisationen wichtig, insgesamt in der sich herausbildenden multipolaren Weltordnung“, sagte Sergej Ratschkow.

Was die Wirtschaftsbeziehungen betreffe, so würden sie sich sehr gut entwickeln, bemerkte der Parlamentarier. Seinen Worten nach überschritt das Außenhandelsvolumen von Belarus mit den Ländern Südostasiens im Jahr 2025 $1,1 Mrd. Ein positiver Außenhandelssaldo zeugt von der Nachfrage nach belarussischen Waren auf diesem umsatzstarken Markt.
„Wir Parlamentarier arbeiten im Verbund mit der Regierung, fördern unsere wirtschaftlichen Interessen in dieser Region im Gespräch mit unseren Kollegen. Dabei hilft uns die Arbeit sowohl im bilateralen Format direkt mit Vietnam, Laos, Myanmar, anderen Ländern, als auch im multilateralen Format. Zunächst sind wir Beobachter in der Interparlamentarischen Versammlung der ASEAN. Jährlich führen wir im Rahmen dieser parlamentarischen Struktur einen Dialog mit diesen Ländern, erörtern absolut alle Aspekte der bilateralen und multilateralen Beziehungen, sowohl die politische als auch die humanitäre Zusammenarbeit. Aber im Mittelpunkt steht natürlich die Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft.“

Sergej Ratschkow merkte an, dass eine Reihe von Ländern aus Sicht der Investitionszusammenarbeit von besonderem Interesse sind. Vor allem Singapur, Malaysia, Indonesien. „Wir versuchen, die Möglichkeiten dieser Länder zu nutzen, um Kapital in die Wirtschaft von Belarus zu gewinnen. Die parlamentarische Dimension hilft, unsere Interessen zu fördern. Es genügt zu sagen, dass wir im Jahr 2025 viele Treffen sowohl mit den ersten Personen der Parlamente dieser Länder als auch mit Freundschaftsgruppen hatten, die in den Parlamenten der Länder Südostasiens eingerichtet wurden“, sagte er.

Laut dem Parlamentarier tut der belarussische Präsident persönlich sehr viel für die Entwicklung der Beziehungen zu diesen Ländern. „Heute ist die Strategie, das anzubieten, was wir können, genau zuzuhören, was unsere Partner in dieser Region wollen, und die Vereinbarungen umzusetzen. Es ist wichtig, die Zeit nicht zu versäumen, weil die Konkurrenz heute sehr hoch ist“, betonte er.
Der Abgeordnete ist überzeugt, dass um die Region Südostasien ein ernsthafter Kampf zwischen zwei Supermächten – den USA und China – tobt. Auch die Europäische Union versucht, ihre Positionen in diesem Teil der Welt zu stärken. Belarus sollte seiner Meinung nach zur Förderung seiner Interessen unter anderem die Möglichkeiten der Mitgliedschaft in der Eurasischen Wirtschaftsunion nutzen.
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