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22 April 2026, 19:13

UN-Länderteam in Belarus zu Tschernobyl: Von der Bewältigung zur Entwicklung der betroffenen Regionen übergegangen

MINSK, 22. April (BelTA) – In Belarus sei es dank gemeinsamer Anstrengungen bei der Tschernobyl-Agenda gelungen, von der reinen Bewältigung zur nachhaltigen Entwicklung der betroffenen Gebiete überzugehen, betonte der Ständige Koordinator der Vereinten Nationen in der Republik Belarus, Rasul Baghirow, auf der Sitzung des Rates für nachhaltige Entwicklung anlässlich des 40. Jahrestags der Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl.

„In den letzten 40 Jahren wurde großartige Arbeit geleistet – von der Regierung, von Nichtregierungsorganisationen, von der internationalen Gemeinschaft. Heute konnten wir von der Bewältigung zur Entwicklung übergehen. Das UN-Länderteam bleibt ein verlässlicher Partner für diese Regionen“, sagte Rasul Baghirow.

Die Ständige Vertreterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) in Belarus, Liu Zhenfei, stellte fest, dass das UNDP auf die Lösung von Fragen der nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet sei. „In den Jahrzehnten unserer Arbeit zur Tschernobyl-Agenda wurden mehr als 200 Initiativen umgesetzt – und zwar genau in den betroffenen Regionen“, sagte sie.

Liu Zhenfei wies darauf hin, dass die Arbeit mit der Bewältigung der Notsituation begonnen habe, doch im Laufe der Zeit habe sich die Lage verändert, und man sei von der Krisenbewältigung zur Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung dieser Gebiete übergegangen. Derzeit werde in mehreren Bereichen gearbeitet – unter anderem im Gesundheitswesen, im Umweltschutz und im sozialen Sektor.

Die Ständige UNDP-Vertreterin in Belarus erläuterte, dass es im Umweltbereich darum gegangen sei, Risiken zu minimieren und Ökosysteme wiederherzustellen; im sozialen Bereich um Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung, etwa für Menschen mit Behinderungen; im Gesundheitsbereich um Hilfe für die betroffenen Menschen.

„Die Kernbotschaft lautet: Entwicklung ist nur dann sinnvoll, wenn sie das Leben der Menschen spürbar verändert“, so Liu Zhenfei.

Mit Blick auf den 40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe sagte der Ständige UN-Koordinator in Belarus, Rasul Baghirow, dieses Datum gebe Anlass zum Nachdenken, erinnere an die Helden der Katastrophenbewältigung und ehre ihr Andenken – und führe die Menschen wohl noch enger um die Ziele für nachhaltige Entwicklung zusammen.

Zum Thema historisches Gedächtnis äußerte Rasul Baghirow die Überzeugung, dass die Lehren aus der Vergangenheit nicht verjähren und nicht vergessen werden dürften.


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