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Politik
01 März 2021, 14:38

„Verfemte Soldaten“: Abgeordneter kommentiert umstrittenen Gedenkmarsch im polnischen Hajnowka

MINSK, 1. März (BelTA) – Im Zusammenhang mit der Veranstaltung durch polnische Nationalsozialisten und die PiS-Partei eines Marsches zum Andenken an die sogenannten „verfemten Soldaten“ hat der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses für internationale Angelegenheiten Andrej Sawinych ein Kommentar abgegeben. Der Text des Kommentars wurde vom Pressedienst der Repräsentantenkammer veröffentlicht.

„Mit Bedauern haben wir die Information über die Gedenkveranstaltungen „für die Verfemten“ im polnischen Hajnowka zur Kenntnis genommen. In diesem Dorf, das unweit der belarussischen Staatsgrenze liegt, wohnen ethnische Belarussen. Solche Aktionen des Nationalradikalen Lagers rufen Bedauern und wachsende Bedenken hervor. Die rechtsextreme Szene in Polen, geprägt von Neonazis und Nationalisten, wird in der letzten Zeit deutlich aktiver. Die polnische Übersetzung von Hitlers „Mein Kampf“ wird ab Januar 2021 in polnischen Buchhandlungen verkauft. Das Institut für Nationales Gedenken in Wroclaw (Breslau) wird ab 8. Februar von einem Vertreter der polnischen Neonaziszene geleitet“, erzählte Sawinych.

Der Abgeordnete ist der Meinung, dass in Polen eine falsche oder absichtlich verfälschte Darstellung der Kriegsereignisse betrieben wird. Das historische Gedenken wird verzerrt. „Im Jahr 2011 hat Polen den 1. März zum Gedenktag für die Verfemten ausgerufen. Die ganze Schuld für den Beginn des Zweiten Weltkrieges wird der Sowjetunion in die Schuhe geschoben. Gleichzeitig führt Polen eine groß angelegte Kampagne zur Vernichtung von Kriegsdenkmälern und Auslöschung der Erinnerung an die Soldaten der Roten Armee durch, die Polen und die ganze Welt von der „braunen Pest“ befreit haben. Vor diesem Hintergrund gewinnt die von der 6. Allbelarussischen Volksversammlung eingebrachte Initiative zur Etablierung des Tages der Volkseinheit an Aktualität“, sagte er.

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