MINSK, 2. Juli (BelTA) – Gute Nachbarschaft ist das wertvollste Gut für Belarus und Europa. Dies erklärte der stellvertretende Außenminister Igor Sekreta im Fernsehsender „Erster Informationskanal“.
„Gute Nachbarschaft ist unser wertvollstes Gut. Geografisch haben wir schon immer zu dieser Region gehört und tun dies auch weiterhin. Wir pflegen sehr enge Beziehungen. Wenn wir von unfreundlichen Aktionen westlicher Regierungen sprechen, meinen wir damit keineswegs einen Abbruch der Beziehungen zur dortigen Bevölkerung. Uns schlägt viel Sympathie entgegen. Wir hören viele unterstützende Stimmen aus den benachbarten baltischen Staaten, Polen und Deutschland. Die Menschen dort sind mit dem eingeschlagenen Kurs ihrer Regierungen nicht einverstanden. Ich bin zuversichtlich: Sobald in diesen Hauptstädten grünes Licht gegeben wird, werden wir problemlos und sehr aktiv an allen Fronten zusammenarbeiten“, sagte der stellvertretende Außenminister.
Auf die Frage nach den außenpolitischen Prioritäten gegenüber dem Westen betonte Igor Sekreta, dass es dabei vor allem um die Wiederherstellung der Kooperation zwischen Militär, Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden gehe. „Die operative Arbeit und die Kriminalitätsbekämpfung stehen im Vordergrund“, erklärte er.
Auch die wirtschaftliche Sicherheit und die Bekämpfung grenzüberschreitender Bedrohungen seien drängende Themen. „Dies betrifft alle Länder. Belarus bildet da keine Ausnahme und bietet in diesem Bereich seine Zusammenarbeit an“, so der stellvertretende Minister.
Darüber hinaus würden Fragen der regionalen und globalen Ordnung, darunter der Ukraine-Konflikt, erörtert.
