MINSK, 3. März (BelTA) – Alexander Lukaschenko hat vorgeschlagen, das Verfahren zur Vergabe von Subventionen in Landwirtschaft zu ändern. Dies erklärte er bei der Ernennung von Leitern lokaler Behörden.
Der Präsident erläuterte seinen Vorschlag wie folgt: Zunächst solle analysiert werden, wie stark jeder einzelne landwirtschaftliche Betrieb in der letzten Zeit subventioniert wurde. Anschließend sollten diese Mittel direkt den Kreisleitern zur Verfügung gestellt werden. Sie könnten dann selbstständig über die Verwendung der Gelder entscheiden. Grundsätzlich gehe es darum, die staatlichen Mittel zur Unterstützung des ländlichen Raums bereitzustellen, den Betrieben jedoch mehr Eigenverantwortung bei deren Einsatz zu übertragen.
Der Leiter der Präsidialverwaltung, Dmitri Krutoi, der ebenfalls anwesend war, erklärte, dass der Ministerrat derzeit entsprechende Vorschläge vorbereite.
Lukaschenko betonte zudem, dass diese Frage sorgfältig geprüft und mit den Leitern der lokalen Behörden besprochen werden müsse. Sie verfügten über praktische Erfahrung vor Ort und könnten am besten einschätzen, welche Lösungen sinnvoll seien.
Der Präsident machte deutlich, dass es keine Verzerrungen geben dürfe, bei denen einzelne Produktionsbereiche im Agrarsektor allein wegen höherer Subventionen stärker entwickelt würden. Zur Veranschaulichung führte er aus, dass derzeit manche Betriebe verstärkt auf Milchproduktion setzten, weil diese durch Subventionen als rentabel gelte. Bereiche wie die Bullenmast hingegen würden als weniger rentabel betrachtet und deshalb vernachlässigt. Eine solche einseitige Ausrichtung sei nicht wünschenswert.
Abschließend unterstrich Lukaschenko, dass die Landwirtschaft – wie jede andere wirtschaftliche Tätigkeit – eigenständig Gewinne erwirtschaften müsse und nicht dauerhaft auf staatliche Hilfe angewiesen sein könne. Der Staat werde weiterhin die Entwicklung von Agrarstädten unterstützen, dort Mietwohnungen bauen und Bedingungen schaffen, damit Fachkräfte wie Tierzüchter und Tierärzte vor Ort arbeiten können. Gleichzeitig dürften Landwirte jedoch nicht erwarten, dass der Staat sie ständig umfassend unterstütze. Landwirtschaft sei Unternehmertum, Produktion und Geschäft – daher müssten die Betriebe selbst wirtschaftlich erfolgreich sein.
