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Belarus ist bereit, ihre Rolle zur Beilegung des Ukraine-Konflikts zu stärken

Präsident 15.04.2019 | 12:49

MINSK, 15. April (BelTA) – Belarus ist bereit, ihre Rolle zur Beilegung des Ukraine-Konflikts zu stärken, wenn russische und ukrainische Staatsführer entsprechende Vereinbarungen treffen. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko im Interview mit der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi.

Der Staatschef betonte, dass Belarus sich darum bemühe, seinen Beitrag zur Beilegung der Krise in der Ostukraine zu leisten. Die Vermittlungsrolle von Belarus sei neulich Thema eines Gesprächs zwischen dem Staatschef und dem OSZE-Sonderbeauftragten in der trilateralen Kontaktgruppe zu Ostukraine, Martin Sajdik, gewesen.

„Ich habe mich eingemischt, weil ich nicht mehr zusehen konnte, wie schleichend die Friedensgespräche laufen und wie die Minsker Vereinbarungen verletzt werden. Ich habe meine Position klar artikuliert: Wenn sich die Präsidenten Russlands und der Ukraine, also Putin und Poroschenko, in Bezug auf eine stärkere Rolle unseres Landes in diesem Konflikt einigen, sind wir bereit zu handeln. Russland, Belarus und die Ukraine sind doch drei Geschwister-Staaten. Belarus versteht sich so und will sich nicht als Vermittler oder Friedensstifter aufzwingen. Das steht uns einfach nicht zu“, sagte der Staatschef.

„Jedes Mal, wenn ich in meiner Rede die Ukraine erwähnte, wurde ich nur durch den Dreck gezogen. In der Ukraine wie in Russland. Manche mögen es nicht, was ich sage. Deshalb war meine Botschaft an die Staatschefs ganz klar: Einigt euch. Wenn ihr seht, dass Belarus in euren weiteren Plänen eine Rolle spielen kann, werden wir versuchen, dieser Rolle gerecht zu werden. Das Ziel ist, dass in Donbass, Lugansk und in ganz Ukraine der Frieden einkehrt“, betonte Alexander Lukaschenko.

Der Konflikt in der Ukraine stelle auch für Belarus eine große Gefahr dar, meint der Staatspräsident. „Es gibt viele Menschen, die bewaffnet über die Grenze fahren. Manche Belarussen waren an Kämpfen in der Ukraine beteiligt, das ist auch ein gefährlicher Trend. Die Ukraine ist unser direkter Nachbar, deshalb sind wir – ob wir es wollen oder nicht – in den Konflikt involviert.“

Belarus habe alles für den Frieden in der Ukraine getan und werde weiter alles Mögliche tun. „Kinder, alte Menschen, Frauen – sie sind es, die vor allem betroffen sind. Sie sind uns nicht fremd. Der Krieg wird buchstäblich hinter unserem Zaun geführt. Ich stimmte deshalb dieser trilateralen Kontaktgruppe zu, die von uns in ihren Aktivitäten unterstützt wird. Martin Sajdik sagte mir direkt in die Augen, dass die Gruppe in Belarus keine Probleme hat. Er dankte uns für unsere Arbeit“, sagte der Präsident.

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