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17 Dezember 2025, 00:34

Was will Putin? Lukaschenko teilt im Interview mit US-Fernsehjournalistin Insiderinformationen

MINSK, 17. Dezember (BelTA) – Der russische Präsident Wladimir Putin will Frieden.  Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko im Interview mit dem US-Fernsehsender Newsmax.

„Ich bin mir jetzt sicher, dass Putin Frieden will. Ich werde die Gründe nicht nennen. Sie sind Ihnen gut bekannt. Das sind sowohl innere als auch äußere Gründe. Dasselbe will auch Selenskyj. Ich bin sicher. Besonders jetzt. Er will Frieden. Aber ihre Visionen darüber, wie der Krieg enden soll, sind verschieden“, sagte das Staatsoberhaupt.
Alexander Lukaschenko unterstützte die Position des US-Präsidenten Donald Trump, der sagt, dass man bei der Beendigung des Konflikts in der Ukraine von den Realitäten ausgehen muss, von den gegenwärtigen Ergebnissen dieses Krieges.

Die Interviewerin Greta Conway Van Susteren fragte den belarussischen Staatschef nach seiner Meinung, warum der russische Präsident Wladimir Putin die Militäraktionen in der Ukraine begonnen und was er dabei angestrebt habe.
Alexander Lukaschenko erinnerte an mehrere Kriegsursachen, die zu diesem Konflikt geführt haben. Alles fing damit an, dass die russischsprachige Bevölkerung in der Ukraine diskriminiert wurde. In Odessa wurden die Menschen sogar verbrannt, weil man sie für Feinde hielt. „Das wurde in der Ukraine zur Staatspolitik gemacht“, stellte Alexander Lukaschenko fest. 

Dabei veranschaulichte er diese Situation für die US-Bürger am Beispiel der Beziehungen zwischen den USA und Mexiko. Wenn die Mexikaner mit den US-Bürgern auf eine solche Weise umgegangen wären, hätten die USA dieses Nachbarland längst von der Weltkarte verschwinden lassen. „Gott bewahre, natürlich. Ich möchte es nur klar machen“, sagte der Präsident.
Alexander Lukaschenko setzte fort: „Hätten die ukrainischen Behörden wirklich eine bestimmte Sprachpolitik gestalten wollen, hätten sie das im Laufe der Jahre ruhig, Schritt für Schritt tun können. Aber es wurde beschlossen, die russischsprachigen Bevölkerung einfach „mundtot“ zu machen.“

„Ich sage Ihnen als alter Politiker: Wenn man neben diesem „schlafenden Bären“ lebt, sollte man ihn lieber nicht wecken. Man sollte lieber normale Beziehungen aufbauen“, kommentierte das Staatsoberhaupt die verpassten Chancen für eine friedliche Koexistenz. „Schließlich war ich dabei, als Verhandlungen geführt wurden: Russland und die Ukraine waren in der Krim-Frage und in Bezug auf die Sicherheit zu einer Einigung gekommen. Zum Beispiel war vereinbart, dass Russland auf der Krim seine Militärbasen behält. Die Ukraine brauchte sie nicht. Russland belieferte die Ukraine mit Energieressourcen, halb so teuer wie der Weltpreis. Ich habe das unter Jelzin und unter Putin erlebt. Das waren normale Beziehungen“

„Alles war gut, aber dann kam es zum Maidan. Arrangiert nicht ohne Beteiligung der USA und der EU. Im Zuge eines Umsturzes wurde der amtierende Präsident aus dem Amt entfernt, er musste aus dem Land fliehen. Und so weiter, und so fort. Man kann mehrere Ursachen nennen. Und sie alle werden nicht zugunsten der Ukraine sein“, sagte Alexander Lukaschenko.
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