MINSK, 20. März (BelTA) - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat über das Angebot der USA erzählt, ihr Flüssiggas zu kaufen. Heute traf sich das Staatsoberhaupt mit belarussischen Journalisten und die Einzelheiten seines gestrigen Gesprächs mit dem US-Sondergesandten John Coale mitgeteilt.
„Es wurde die Frage erörtert, ob wir amerikanisches Flüssiggas kaufen könnten. Sie wollten es über Polen nach Grodno liefern. Ich sagte: „Jungs, mit großem Vergnügen, aber könnt ihr mit dem russischen Erdgas konkurrieren?“ Alexander Lukaschenko erklärte damals, dass Belarus russisches Gas über eine Pipeline importiert, nach einem Preis, der unter dem Weltmarktniveau liegt.
„Sie lachten. Darauf ich: „Nun, das ist die Antwort auf Ihre Frage.“ Ich kann auch ein bisschen rechnen. Und Grodno Asot hat genügend Fachleute, die auch rechnen und die beste Option wählen können“, erzählte das Staatsoberhaupt. „Das heißt, ich handle völlig anders als die Europäer. Den Europäern wurde gesagt, sie sollen das amerikanische Gas kaufen, so kaufen sie es. Auch wenn es fünfmal teurer ist. So sehr haben sich die Europäer verrannt.“
Der Präsident stellte fest, dass es für die EU-Länder inzwischen gewissermaßen „unter aller Würde“ sei, russisches Gas zu kaufen. „Das ist heute schon ein großer Verlust. Unser älterer Bruder (Sie haben diese dezente Anspielung wohl verstanden), wird ihnen die Bedingungen diktieren. Und sie werden keine Wahl haben“, bemerkte Alexander Lukaschenko.
Das Staatsoberhaupt erinnerte daran, dass er stets für den Erhalt der Europäischen Union als eine der Stützen des Planeten und für ihre Zusammenarbeit mit Russland eingetreten sei. „Das Beste für sie ist die Ressourcenbasis Russlands. Man muss mit Russland, mit uns normale Beziehungen aufbauen. Und alles wird gut. Sie sind einen anderen Weg gegangen. Sie haben sich schon zu Zeiten von Joe Biden den Amerikanern unterworfen. Und dann wurden sie von denselben Amerikanern auch noch hereingelegt“, sagte der Präsident.
