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18 Dezember 2025, 09:00

Friedensplan für die Ukraine, was will Putin, über Trumps Rolle und Beziehungen zu den USA. Lukaschenko im Interview mit Newsmax

MINSK, 18. Dezember (BelTA) - Präsident Alexander Lukaschenko gab am 13. Dezember ein Interview dem US-Fernsehsender Newsmax. BelTA hat die wichtigen und Aufsehen erregenden Aussagen des Staatsoberhauptes in einem Beitrag zusammengetragen.

Das Interview führte Greta Conway Van Susteren, Moderatorin der Sendung The Record with Greta Van Susteren auf dem Fernsehsender Newsmax TV. Es ist interessant, dass sie auch die Ehefrau des US-Sondergesandten für Belarus, John Coale, ist, mit dem Alexander Lukaschenko in Minsk erneut Gespräche führte. Sie fanden am 12. und 13. Dezember statt. John Coale war dann beim Interview ebenfalls mit dabei. 
Das Interview fand in einem historischen Ort statt - im Palast der Unabhängigkeit, in jenem legendären Grünen Saal, wo 2015 die Vertreter des „Normandie-Quartetts“ stundenlange Verhandlungen durchführten.

Der Staatschef sprach über seine Vision der zukünftigen Beziehungen zwischen Belarus und den USA.

Im Interview ging es um die Aussichten für eine Beilegung des Ukraine-Konflikts und die Rolle von US-Präsident Donald Trump in diesem Prozess. 

Ein weiteres Thema war die Lage in Venezuela und die zunehmenden Spannungen in den Beziehungen zu den USA vor dem Hintergrund der Vorwürfe des Drogenhandels.

Alexander Lukaschenko beantwortete auch Fragen zu seinen persönlichen Eindrücken von Gesprächen mit einer Reihe ausländischer Staatschefs, darunter dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bat die Interviewerin Greta Conway Van Susteren zu Beginn des Interviews mit dem amerikanischen Fernsehsender Newsmax scherzhaft, ihm keine fiesen Fragen zu drei Personen zu stellen.

„Ich bin ein überzeugter Anhänger von Trump. Ich habe einen Verwandten, einen nahen Verwandten – den Präsidenten Russlands (Alexander Lukaschenko bezeichnet Wladimir Putin oft als „älteren Bruder“. – Anm. BelTA). Und ich habe einen sehr guten Freund (seit langem, noch bevor er das Staatsoberhaupt wurde) – das ist Xi Jinping. Stellen Sie also bitte keine fiesen Fragen zu diesen drei Personen. Nur ein Scherz“ sagte der Staatschef.

Über Donald Trumps Politik  

Der Präsident betonte, dass er kein blinder Anhänger Trumps sei. „John Coale kann das bestätigen. Ich habe bei unserem ersten Treffen einige kritische Bemerkungen über Trumps Politik gemacht. Alles, wovor ich die Amerikaner bei unserem Treffen gewarnt habe, alles, worüber ich gesprochen habe, ist geschehen“, stellte der belarussische Staatschef fest. „Deshalb bin ich kein blinder Trump-Anhänger. Aber ich habe immer begrüßt, dass Trump an die Macht kommt.“

Der jetzige Herr im Weißen Haus habe sich während des US-Wahlkampfs als ein brillanter Politiker hervorgetan, sagte Lukaschenko. „Ich habe ihn im Wahlkampf als „Bulldozer“ charakterisiert. Er rollte wie ein Bulldozer übers Land und hat die Wahlen gewonnen. Ich hätte nicht gedacht, dass er einen derart ohrenbetäubenden Sieg erringen würde. Aber er hat gewonnen. Er hat sich diesen Sieg verdient. Sogar der Herrgott hatte Mitleid mit ihm. Das gibt er auch zu. Trump ist also, egal wie man ihn  ansieht, eine starke Figur.“

„Entschuldigung, wenn ich das sage: Ich war der einzige Präsident, der nicht nur der Kandidatur Trump Daumen drückte, sondern mich öffentlich darüber bekannte. Viele wünschten ihm Wahlerfolg. Aber so offen aufstehen für Trump, wie wir es hier in Belarus getan haben - das war nirgendwo der Fall“, sagte Alexander Lukaschenko.

Er machte darauf aufmerksam, dass auch heute Trumps Politik viele Ähnlichkeiten damit aufweist, was in Belarus getan wird. 

Außenpolitisch habe Trump viel getan, stellte Alexander Lukaschenko fest. „Es spielt keine Rolle, ob er sieben oder acht Kriege bzw. Konflikte gestoppt hat. Aber das ist sein Ziel. Und er hat bereits gewisse Erfolge erzielt. Und wenn Trump hilft, diesen Konflikt in der Ukraine zu stoppen, wird er in die Geschichte eingehen. Er braucht keinen Nobelpreis. Er wird als der friedliebendste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in die Geschichte eingehen. Was man über andere US-Präsidenten nach Roosevelt nicht behaupten kann“, sagte der Präsident. „Man kann viel Positives über Trump sagen. Ich bin nicht enttäuscht, ihn auf diese Weise unterstützt zu haben.“

In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Trump-Administration sehr von der vorigen Administration, die nach Meinung von Alexander Lukaschenko „versucht hat, die ganze Welt sowohl wirtschaftlich als auch militärisch in die Knie zu zwingen.“

„Präsident Trump macht heute alles richtig“, gab Alexander Lukaschenko zu. „Das bezieht sich sowohl auf seine außenpolitischen Aktivitäten als auch auf seinen innenpolitischen und innenwirtschaftlichen Kurs in den USA. Das trifft den Punkt und ist genau das Richtige“, fügte er hinzu.

Der belarussische Staatschef bezeichnete die kürzlich verabschiedete Strategie als ein anständiges Dokument. „Wenn sie umgesetzt wird, wird das ein Geschenk für die Welt sein“, sagte er.

Über die Rolle der Vereinigten Staaten in der Beilegung des Ukraine-Konflikts 

Wenn die friedliche Beilegung nur an Trump allein liegen würde, wäre der Krieg längst beendet worden, besonders wenn man die aktuelle Politik des US-Präsidenten betrachtet. Aber in diesen Prozess sind viele Seiten involviert. „Wir haben mit Russland und der Ukraine zwei Konfliktparteien. Dann hat man uns, Belarus, dazu gerechnet. Wir grenzen an diese Konfliktparteien, und uns ist es nicht egal, wie sich die Ereignisse weiter entwickeln werden und wie das alles enden wird. Trump allein wird diese Frage nicht lösen“, stellte der belarussische Staatschef fest. 

In seinem Telefonat mit Trump, das im Vorfeld des Präsidententreffens in Alaska im August dieses Jahres stattfand, warnte Alexander Lukaschenko den amerikanischen Amtskollegen, dass man sich auf harte Arbeit einstellen müsse und dass man dieses Problem über Nacht nicht lösen könne.

Alexander Lukaschenko glaubt, dass man Monate und sogar Jahre damit verbringen könne, einzelne Details des Friedens zu besprechen. Das Wichtigste sei aber, dass man das Schießen an der Front stoppe und jeden Kriegsgedanken aufgebe. Der Präsident hat dazu ein Beispiel angeführt: Der Friedensvertrag zwischen Russland (ehemals UdSSR) und Japan ist immer noch nicht abgeschlossen, aber das hindert die Länder nicht daran, seit Jahrzehnten zusammenzuarbeiten.

„Deshalb ist das Hauptziel heute, das Gemetzel zu stoppen, damit das Menschensterben aufhört“, betonte der belarussische Staatsführer. „Wenn keine Menschen sterben, dann setzt euch und verhandelt alles Mögliche. Territorien und andere Fragen.“

Das Staatsoberhaupt hält es für wichtig, „diesen Konflikt von Anfang bis zum Ende einzufrieren.“ Die Kampfhandlungen sollen aufhören, und zwar so, dass Russland keine Zweifel daran hat, dass die Ukraine diese Zeit für das Umrüsten nutzen kann. Denn Waffen könnten die USA und Europa liefern.   

In dieser Hinsicht erinnerte er an die heuchlerische Position der europäischen Politiker, als sie 2015 die Minsker Friedensabkommen über die Ukraine abgeschlossen haben. „Hätten die Europäer damals eine dumme Position nicht eingenommen... Sie wollten, wie das die ehemalige Bundeskanzlerin Merkel sagte, der Ukraine etwas Zeit gewinnen, um sie aufzurüsten und Russland zu schlagen. Es war also nicht der Frieden, der damals ausgehandelt wurde, sondern der zukünftige Krieg“, erzählte der Staatschef. „Das Abkommen wurde damals abgeschlossen. Deutschland und Frankreich traten als Vermittler auf. Wie endete das? kein Ergebnis. Ich habe damals vorgeschlagen, die Amerikaner in diesen Prozess einzubeziehen. Ohne die USA ist der Frieden nicht möglich. Hätte man damals die Minsker Vereinbarungen eingehalten, wäre es nicht zu einem Krieg gekommen.“

Alexander Lukaschenko ist überzeugt: Wäre Donald Trump damals US-Präsident und hätte er seine jetzige Politik durchgeführt, so wäre er nicht abseits gewesen und man hätte den Krieg durchaus vermeiden können. 

„Jetzt hängt vieles von der Position Trumps und der Vereinigten Staaten von Amerika ab. Hauptsache ist, dass Trump von dieser Position nicht abweicht. Er ist ein Mann mit Charakter, manchmal impulsiv. Es wird schlimm sein, wenn ihm das alles egal sein wird, wenn er die Hoffnung aufgibt und zur Seite tritt. Aber wenn er sich in diese Richtung bewegen wird, beharrlich – dann wird daraus etwas werden. Die Europäer brauchen hier nicht lauthals etwas zu schreien“, sagte das Staatsoberhaupt.

Über Faktoren für ein Ende des Krieges und erforderliche Garantien

Der Präsident wurde gefragt, wie der Krieg in der Ukraine aufhören wird. „Jeder Krieg endet mit Frieden. Das ist ein  klassisches Szenario. Auch dieser Krieg wird mit Frieden enden. Und je früher, desto weniger Menschen werden sterben. Ich sage oft, wie es Männer unter sich sagen: Tot ist tot, aber wie viele Krüppel kehren aus dem Krieg zurück? Was geschieht mit ihnen? Sie haben keine Arme, keine Beine“, sagte der Präsident.
Auf die Frage, was die Konfliktparteien unter den gegenwärtigen Bedingungen dazu bewegen könnte, den Frieden zu erreichen, erwiderte Alexander Lukaschenko, dass könne nur die reale Situation sein. Er hat zum Beispiel nicht ausgeschlossen, dass die weitere Eskalation eine neue Mobilisierungswelle in Russland auslösen könnte. „Wird das gut für Russland sein? Natürlich nicht", sagte der Staatschef. "Finden es die Russen in Ordnung, dass der Krieg tobt? Natürlich nicht. Putin sagt oft zu mir: Wir kämpfen doch gegeneinander. Wir sind einander nicht fremd“. Hier sind psychologische Momente im Spiel usw.“

„Selenskyj muss doch gut verstehen, und er versteht es ja, dass die Fortsetzung und die Eskalation des Konflikts damit enden kann, dass es keine Ukraine mehr geben wird“, fügte der Präsident hinzu.

„Das sind erst mal diese Faktoren. Darüber hinaus übt Trump Druck auf beide Seiten aus. Dann kommt es Trumps Druck auf einen, auf den zweiten. Einen externen Druck. Wird es jetzt keine Einigung geben, wird dieser externe Druck noch stärker. Das sind die Faktoren, die den beiden Präsidenten zu schaffen machen. Und sie verstehen, dass man aufhören muss und dass man miteinander reden muss“, sagte Alexander Lukaschenko.  

Alle Vereinbarungen müssen durch bestimmte Garantien abgesichert werden, die einen langfristigen Frieden gewährleisten können. „Es muss Garantien geben. Russland will Garantien, die für immer gelten. Ich weiß das. Russland will einen solchen Friedensvertrag schließen, damit nie wieder ein Krieg ausbricht. Daran hat auch die Ukraine großes Interesse. Trump ist bereit, als Garant dafür aufzutreten. Alles ist vorhanden. Man muss sich nur beschleunigen“, sagte er.

Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass Donald Trump in diesem Fall keinen Druck auf Wolodymyr Selenskyj ausübt. Selenskyj will keinen Deal. „Warum will er nicht? Weil sich die Europäer eingemischt haben und ihm ins Ohr flüstern, sie würden Selenskyj helfen, den Krieg weiter zu führen. Aber sie werden es nicht schaffen. Sie haben nicht die Ressource, die die Vereinigten Staaten von Amerika haben. Und wenn sich die Amerikaner davon zurückziehen, kann eine Eskalation nicht vermieden werden. Und dann werden Macron, Merz und Starmer ihren Fehler einsehen.“

Über das gefährlichste Szenario 

Auf die Frage, was passieren würde, wenn Donald Trump dennoch über die Aussichten für eine friedliche Beilegung des Konflikts in der Ukraine enttäuscht sein würde und sich einfach von diesem Thema entfernen würde, sagte Alexander Lukaschenko: „Der Krieg wird fortgesetzt. Der Krieg wird solange dauern, bis sich in der Ukraine die Kräfte durchgesetzt haben werden, die Selenskyj dazu zwingen werden, den Frieden einzugehen. Das wird dann passieren, wenn die Front vollständig zusammenbricht. Der Anfang dieses Prozesses ist bereits in Sicht.“
Das Gefährlichste ist, wenn dieser Konflikt andauern wird und diese Eskalation nicht aufhört. In diesem Fall wird der Krieg für Europa und die ganze Welt schlimm enden. Er wird sicher zu irgendeinem globalen Konflikt führen. Deshalb muss er so schnell wie möglich ausgetreten werden. Diese Möglichkeit besteht jetzt, wo die Amerikaner sich in diese Angelegenheit eingebunden haben. 

Das ist die wichtigste außenpolitische Frage für die USA. Kein Taiwan, keine anderen Konflikte in der Welt und keine Probleme können wichtiger sein als diese Frage. Weil die Fortsetzung des Konflikts zu einem globalen Konflikt führen wird. Mit dem Einsatz aller Waffen, die die Länder haben. Das dürfen wir nicht zulassen.

Über die Position Russlands 

Auf die Frage, was denn der russische Präsident unter den gegenwärtigen Bedingungen will, antwortete der Staatschef: „Ich bin mir jetzt sicher, dass Putin Frieden will. Ich werde die Gründe nicht nennen. Sie sind Ihnen gut bekannt. Das sind sowohl innere als auch äußere Gründe. Dasselbe will auch Selenskyj. Ich bin sicher. Besonders jetzt. Er will Frieden. Aber ihre Visionen darüber, wie der Krieg enden soll, sind verschieden.“

Alexander Lukaschenko unterstützte die Position des US-Präsidenten Donald Trump, der sagt, dass man bei der Beendigung des Konflikts in der Ukraine von den Realitäten ausgehen muss, von den gegenwärtigen Ergebnissen dieses Krieges. 

„Wenn die Ukraine glaubt, dass sie den Krieg gegen Russland gewinnen kann und bereit ist, den Krieg fortzusetzen, dann soll sie es tun. Aus meiner Sicht – und ich denke, dass Trump dieselbe Position vertritt – wird der Krieg, wenn er so weiter geführt wird, dazu führen, dass die Ukraine überhaupt von der Weltkarte verschwinden wird. Sie wird aufhören zu existieren.“

Über die Ursachen des Ukraine-Konflikts

Die Interviewerin fragte Alexander Lukaschenko, warum aus seiner Sicht Wladimir Putin diese Kriegshandlungen gegen die Ukraine begann und was er damit erreichen wollte. 

Alexander Lukaschenko erinnerte in diesem Zusammenhang an mehrere Kriegsursachen, die zu diesem Konflikt geführt haben. Alles fing damit an, dass die russischsprachige Bevölkerung in der Ukraine diskriminiert wurde. In Odessa wurden die Menschen sogar verbrannt, weil man sie für Feinde hielt. Das wurde in der Ukraine zur Staatspolitik gemacht. 

Dabei veranschaulichte er diese Situation für die US-Bürger am Beispiel der Beziehungen zwischen den USA und Mexiko. Wenn die Mexikaner mit den US-Bürgern auf eine solche Weise umgegangen wären, hätten die USA dieses Nachbarland längst von der Weltkarte verschwinden lassen. Gott bewahre, natürlich. Ich möchte es nur klar machen.

Alexander Lukaschenko setzte fort: „Hätten die ukrainischen Behörden wirklich eine bestimmte Sprachpolitik gestalten wollen, hätten sie das im Laufe der Jahre ruhig, Schritt für Schritt tun können. Aber es wurde beschlossen, die russischsprachigen Bevölkerung einfach „mundtot“ zu machen.“

„Ich sage Ihnen als alter Politiker: Wenn man neben diesem „schlafenden Bären“ lebt, sollte man ihn lieber nicht wecken. Man sollte lieber normale Beziehungen aufbauen“, kommentierte das Staatsoberhaupt die verpassten Chancen für eine friedliche Koexistenz. „Schließlich war ich dabei, als Verhandlungen geführt wurden: Russland und die Ukraine waren in der Krim-Frage und in Bezug auf die Sicherheit zu einer Einigung gekommen. Zum Beispiel war vereinbart, dass Russland auf der Krim seine Militärbasen behält. Die Ukraine brauchte sie nicht. Russland belieferte die Ukraine mit Energieressourcen, halb so teuer wie der Weltpreis. Ich habe das unter Jelzin und unter Putin erlebt. Das waren normale Beziehungen“

„Alles war gut, aber dann kam es zum Maidan. Arrangiert nicht ohne Beteiligung der USA und der EU. Im Zuge eines Umsturzes wurde der amtierende Präsident aus dem Amt entfernt, er musste aus dem Land fliehen. Und so weiter, und so fort. Man kann mehrere Ursachen nennen. Und sie alle werden nicht zugunsten der Ukraine sein“

Die Interviewerin Greta Conway Van Susteren sprach das Thema „Krim“ an und zitierte die in der Ukraine verbreitete Meinung, dass der Krieg 2014 mit (der Annexion von) Krim begann. 

„Es gab keinen Krieg auf der Krim. Heute behaupten Selenskyj und die Staatsführung, die Krim gehöre der Ukraine. Die Krim ist überhaupt eine Perle. Wem auch immer die Krim gehört, diese Halbinsel ist eine Perle, ein Paradies“, sagte Alexander Lukaschenko. „Sie sagen, der Krieg hat begonnen. Der Krieg ist, wenn zwei Seiten frontal mit Waffen in der Hand gegeneinander kämpfen. Auf der Krim gab es keinen einzigen Schuss von Seiten der Ukraine. Warum brauchten die Russen zu schießen, als sie die Krim besetzt und befreit haben, wie sie behaupten? Es war nicht nötig, weil niemand für die Krim den Krieg geführt hat. Niemand hat für die Krim gekämpft. Das habe ich selbst gesehen. Es gab keinen Schuss von Seiten der Ukraine“. 

Auf die Behauptung, Russland habe die Krim annektiert, reagierte der belarussische Präsident wie folgt: „Man kann alles sagen - annektieren, befreien, besetzen. Das ist eine philosophische Frage. Darum geht es nicht. Wenn die Krim dein Land ist, warum hast du dein Land nicht verteidigt? Die Ukrainer haben dieses Land einfach abgegeben, an die Russen abgegeben. Ich habe einmal darüber gesprochen, dass die Russen dort vernünftig gehandelt haben. Sie haben mit denen einen „Deal“ gemacht, die die Krim verteidigen sollten, und so wurde die Krim tatsächlich an die „grünen Männchen“ übergeben, wie man sie damals nannte.“ 

Über persönliche Eigenschaften von Wladimir Putin

Auf die Frage, was für ein Mensch Wladimir Putin ist, sagte Alexander Lukaschenko: „Ein gewöhnlicher Mensch. Mit guten menschlichen Eigenschaften. Aber in der Politik ist „ein Wolfshund“. Er ist eine Größe in der Politik. Er regiert seit langem ein sehr großes Land. Daher kann man ihn um seinen Wunsch und seine Fähigkeit beneiden, ein großes Land zu regieren und sich nicht nur mit innenpolitischen, sondern auch außenpolitischen Fragen auseinanderzusetzen. Er ist ein starker Mann“, sagte Alexander Lukaschenko.

Die Interviewerin fragte Alexander Lukaschenko, welchen Eindruck seine frühere Kommunikation mit Wolodymyr Seleskyj auf ihn gemacht hat. „Ich hielt ihn damals für eine vernünftige Person, einen Politiker ohne Erfahrung. Das war aber in Ordnung. Was seine persönlichen Eigenschaften angeht, so kenne ich ihn nicht so gut wie Putin oder Xi Jinping“, sagte das Staatsoberhaupt.

Über die Beziehungen zu den USA und Pragmatismus in den Gesprächen

Belarus habe ein wahres Interesse daran, gute Beziehungen zu den USA zu haben, gab das Staatsoberhaupt zu. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Parteien im Zuge des laufenden Dialogs über alles einigen können.

Alexander Lukaschenko sagte, er habe während der Verhandlungen mit dem US-Sondergesandten in Belarus John Coale der amerikanischen Seite „einige Vorschläge unseres Pragmatismus“ übergeben. Sie würden im US-Interesse liegen, fügte er hinzu. „Ich habe den Delegationsmitgliedern gesagt, also wie „Mann zu Mann“: Ihr sollt lernen, eure Niederlage zu akzeptieren. Wenn selbst ein großes Land wie die USA im Jahr 2020 einen Angriff gegen uns organisiert und verloren hat, muss man das als Realität hinnehmen. Man soll davon ausgehen. Es wird nichts bringen, wenn man da laut schreien würde „Wir haben verloren!“ Ihr habt verloren – dann lasst uns zusammen setzen und weiter machen“, sagte der Staatschef. 

„Man soll miteinander reden. Wir müssen aufhören, uns gegenseitig zu bekämpfen, besonders wenn wir der gleichen Meinung sind. Warum sollen wir ein schlechtes Verhältnis zu den Amerikanern haben? Was haben wir denn falsch gemacht? Nichts. Warum sehen die USA uns dann so schief an?“, fragte Lukaschenko rhetorisch.

Das Staatsoberhaupt glaubt, dass die heutigen Staatsführer der nächsten Generation keine ungelösten Fragen in den Beziehungen vererben sollen. „Ich möchte nicht, dass die Probleme, die während meiner Präsidentschaft entstanden sind, auf die neue Generation übertragen werden. Jede Generation muss ihre Probleme selbst lösen. Unsere Generation, der Trump und Lukaschenko gehören, hat Probleme. Und wir müssen sie lösen“, ist sich der Präsident sicher.

Über die weitere Entwicklung der belarussisch-amerikanischen Beziehungen sagte Alexander Lukaschenko, er erkenne gewisse Ähnlichkeit der beiden Völker. Schließlich haben viele Menschen in den USA europäische Wurzeln. „Daher bin ich mir sicher, dass wir uns einigen werden. Vielleicht auf der Ebene des Pragmatismus. Amerikaner sind außergewöhnlich pragmatisch. Wir auch. Deshalb denke ich, wenn wir uns auf pragmatischer Ebene in Bezug auf die wichtigsten Richtungen festlegen werden, werden wir uns einigen können“, fügte Alexander Lukaschenko hinzu. 

Über die Situation rund um Venezuela und den Appell an die USA für friedliche Lösungen   

Eine der Fragen, die sowohl für Belarus als auch für die USA von Interesse ist, bezog sich auf die Situation in und rund um Venezuela. Alexander Lukaschenko kennt den jetzigen Präsidenten Maduro sehr gut. Außerdem hat er sich jüngst mit dem venezolanischen Botschafter getroffen und ist aus erster Hand sehr gut darüber informiert, was sich in diesem lateinamerikanischen Land abspielt und welche Schwierigkeiten es zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten gibt. 

Der Staatschef merkte an, dass das Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika an dem benachbarten Venezuela durchaus verständlich sei. Ebenso wie beispielsweise das Interesse Russlands an der Lage in der Ukraine. „Ich bin absolut überzeugt, dass alle Fragen, alle Wünsche der Vereinigten Staaten von Amerika heute auf absolut friedliche Weise gelöst werden können“, betonte der Präsident. „Ein Krieg wird zu nichts führen. Gestern habe ich mit John Coale darüber gesprochen (gemeint sind die Verhandlungen vom 12. Dezember, Anm. BelTA). Ich habe ihm gesagt, dass dies ein zweites Vietnam wäre. Brauchen Sie das? Nein. Deshalb sollten Sie dort keinen Krieg führen. Da kann man sich einigen.“ 

„Ich denke, dass wir in naher Zukunft mit Donald Trump über dieses Thema sprechen können. Ich habe ihm viel Interessantes zu sagen“, sagte er. „Gestern sagte ich zu John Coale (Gespräche vom 12. Dezember): Wir werden unentgeltlich zusammenarbeiten (ich brauche keine Bezahlung), um sicherzustellen, dass das venezolanische Volk in Frieden lebt und dass keine Amerikaner im Ausland für Öl, Gold, Seltene Erden oder im Kampf gegen Drogen sterben. Wo immer es eine Möglichkeit gibt, Leben zu retten, müssen wir sie nutzen“, sagte der Präsident. 

Eine der Fragen bezog sich auf die Mutmaßungen, dass Alexander Lukaschenko angeblich bereit ist, Nicolás Maduro im Falle seines Rücktritts vom Amt des Präsidenten von Venezuela in Belarus  aufzunehmen. „Niemals. Über dieses Thema haben wir mit Maduro nicht gesprochen. Wir sprechen, offen gesagt, mehr mit den Amerikanern bezüglich Venezuela, als mit Maduro über seinen Rücktritt oder irgendwelche Schritte. Er ist ein heroischer Kerl“, betonte das Staatsoberhaupt.  

„Maduro war niemals unser Feind oder Gegner. Niemals. Wenn er nach Belarus kommen wollte, stünden die Türen hier für ihn offen. Aber darüber wurde niemals, ich sage es Ihnen aufrichtig, niemals gesprochen. Maduro ist nicht der Typ, der alles hinwirft und geht, flieht. Er ist ein starker Mann. Er ist ein „Chávez-Anhänger“. So wie Chávez. Er ist ein starker Kerl, ein anständiger, vernünftiger Mensch, mit dem man sprechen und Vereinbarungen treffen kann“, erklärte das Staatsoberhaupt.

Über die US-Ansprüche an Venezuela

Beim Gespräch über die aktuellen Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen den USA und Venezuela kam das Thema Drogenhandel und Drogenschmuggel aus Lateinamerika in die USA zur Sprache.

Alexander Lukaschenko äußerte seine Bedenken in Bezug darauf, dass die USA über objektive Zahlen zum Drogentrafik aus Venezuela verfügen. Er wies auch jeden Verdacht entschieden zurück, dass Nicolas Maduro daran teilhaben könnte: „Ihr habt solche Fakten nicht, ich auch nicht. Ich glaube nicht daran.“

Der Staatschef merkte an, dass es neben dem Drogenhandel noch andere globale Probleme gebe, darunter Menschenhandel, Prostitution und illegaler Waffenhandel. „Das ist die Realität unserer Zeit. Damit muss man kämpfen. Aber mit Raketen kann man Drogen nicht besiegen“, betonte der belarussische Staatschef. 

Alexander Lukaschenko unterstützt die USA und persönlich Präsident Donald Trump in ihrer Entschlossenheit, den Kampf gegen illegale Migration und Drogenhandel fortzusetzen. „Trump hat diese Frage zu Recht angesprochen“, meint der belarussische Präsident. Gleichzeitig wies er jedoch auf die Besonderheit solcher Probleme hin und darauf, dass es unmöglich sei, allein und nur mit Gewaltmaßnahmen eine nachhaltige langfristige Wirkung zu erzielen. „Auch nächste Generationen werden dagegen kämpfen. Unsere Kinder werden gegen dieses Übel kämpfen. Das ist ein neues Phänomen in einer neuen Ära. Mit Raketen lässt es sich nicht besiegen. Man muss sich einigen. Man muss gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung festlegen“, ist der Staatschef überzeugt. 

Was den Drogenhandel angeht, so ist dieses Problem auch für Belarus, Russland und die gesamte europäische Region aktuell. Um sie zu lösen, muss man die Ursachen verstehen und durchdachte Maßnahmen ergreifen. „Aus dem asiatischen Osten gelangen Drogen über Russland und Belarus in das aufgeklärte Europa, in den „Garten Eden“. Warum gelangen sie dorthin? Da sie dort mehr konsumiert werden als anderswo“, erklärte der Präsident. „Die Nachfrage ist groß, deshalb liefert man die Drogen dorthin.“ Und aus den Ländern der Europäischen Union gehen synthetische Drogen in die entgegengesetzte Richtung.

In Belarus, so Alexander Lukaschenko, wurde an der Grenze eine strenge Barriere gegen den Drogenhandel errichtet, und innerhalb des Landes wird ein kompromissloser Kampf gegen dieses Phänomen geführt. Dennoch gelingt es nicht, das Problem vollständig zu beseitigen. Dazu sind gemeinsame Maßnahmen aller europäischen Länder erforderlich, wie es früher der Fall war, bevor die Europäer die Grenze zu Belarus geschlossen und Sanktionen verhängt haben. „Wir haben doch gemeinsam mit den Europäern, Polen, Litauern, Letten und Ukrainern ernsthaft gegen Drogen gekämpft – wir haben sie hier festgenommen und tonnenweise verbrannt. Jetzt gibt es diese Anspannung nicht mehr. Und ich werde sie nicht verteidigen“, sagte der Präsident. „Wenn man Ihnen eine Schlinge um den Hals gelegt und Sie aufgehängt hätte, würden Sie dann diejenigen verteidigen, die beschlossen haben, Sie hinzurichten? Soll ich in dieser Situation Europa verteidigen? Wozu? Sie würgen mich, und ich soll sie vor Drogen schützen?“  

Alexander Lukaschenko zog eine Parallele zur Situation zwischen den USA und Venezuela und betonte, dass es für beide Seiten besser sei, einen Kompromiss zu finden. „Dieses Phänomen (der Drogenhandel, Anm. BelTA) ist weder venezolanisch noch afghanisch. Es ist ein globales Phänomen, gegen das wir kämpfen müssen. Nicht mit Raketen. Wir müssen vielleicht nach neuen Methoden suchen. Wir müssen das Problem mit Vernunft statt mit Krieg zu lösen“, erklärte der Staatschef. 

Eine der Fragen an das Staatsoberhaupt betraf die Situation in den Beziehungen zwischen Venezuela und den USA. Es ging unter anderem darum, dass die USA die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Venezuela, bei denen Nicolás Maduro gewann, nicht anerkannt hatten. 

Alexander Lukaschenko bemerkte in diesem Zusammenhang eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Ereignissen in den USA und Venezuela während der Präsidentschaftswahlen. „Es ist dort wie in Amerika – eine 50-zu-50-Situation, mit einem kleinen Vorsprung für Maduro. Wenn Sie alle Venezolaner um Maduro vereinen wollen (die Amerikaner wollen das wahrscheinlich nicht, und Trump auch nicht), dann beginnen Sie einen Krieg gegen Venezuela. Das darf auf keinen Fall getan werden“, so das Staatsoberhaupt. 

Der Staatschef bemerkte, dass er keine besonderen Probleme darin sehe, dass die USA die Wahlergebnisse in dem einen oder anderen Land nicht anerkennen. „Die USA haben nicht nur die Wahlen in Venezuela nicht anerkannt. Unter Joe Biden haben Sie nirgendwo Wahlen anerkannt“, sagte der belarussische Staatschef.

Er sieht keine besonderen Probleme darin, dass die USA die Wahlergebnisse in dem einen oder anderen Land nicht anerkennen. „Venezuela hat die Wahlen doch nicht für die Amerikaner durchgeführt. Die Venezolaner haben die Wahlen für ihr Volk, für sich selbst durchgeführt. Und die Ergebnisse sind bekannt. Es gibt keine anderen Ergebnisse“, betonte der Präsident. 

„Dass Sie die Wahlen in Venezuela nicht anerkannt haben, ist Ihre Sache. Venezuela hat die Wahlen nicht für die Amerikaner durchgeführt. Die Venezolaner haben die Wahlen für ihr Volk, für sich selbst durchgeführt. Und die Ergebnisse sind bekannt. Es gibt keine anderen Ergebnisse. Haben Sie dort anstelle der Zentralen Wahlkommission die Stimmen ausgezählt? Nein“, fuhr Alexander Lukaschenko fort.

In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, wie der Präsidentschaftswahlkampf in den USA im Jahr 2020 verlief. Damals kandidierten Donald Trump und Joe Biden für das Amt des US-Präsidenten, und die Wahlen waren von zahlreichen Skandalen und Verstößen begleitet, darunter auch bei der Auszählung der Stimmen. 

„Nun, dann soll auch kein Amerikaner die Stimmen in Venezuela zählen. Erinnern Sie sich, als Trump bei den letzten Wahlen gestürzt wurde? Damals wurden Stimmzettel unter Zäunen gefunden, es wurde per Briefwahl abgestimmt“, erinnerte Alexander Lukaschenko. „Ihre Wahlen waren zu 100 Prozent gefälscht, als Biden gewann und Sie Trump ins Abseits gedrängt haben. Oder war das nicht so? Mit dieser Vorgeschichte haben die Amerikaner heute die Wahlen in Venezuela, Belarus oder anderswo nicht anerkannt. Nun gut, sie haben sie nicht anerkannt, eigentlich egal.“ 

Über China und Xi Jinping 

Das Staatsoberhaupt wurde während des Interviews nach China und seinem  Staatsführer Xi Jinping gefragt. Alexander Lukaschenko sagte, er habe dieses Land vor über 30 Jahren zum ersten Mal besucht, als Abgeordneter, und habe schon damals bemerkt, dass China eine große Zukunft hat. „Ich bin angekommen und habe im Parlament gesagt: Wir müssen Beziehungen zu China aufbauen. Es gibt eine große Zukunft. Nun, die Amerikaner waren damals, wissen Sie, nicht sehr befreundet mit uns und wollten keine Freunde sein. Die Europäer haben auch versucht, mich mit verschiedenen Arten von Demokratie dort und so weiter zu verwirren. Aber ich habe die Wirtschaft vor allem gesehen. Und ich habe gesehen, dass sich China entwickeln wird“, sagte das belarussische Staatsoberhaupt.

Ihm zufolge ist es jetzt, einige Jahrzehnte später, offensichtlich, dass China an die Spitze tritt, was sogar zu Wachsamkeit seitens der USA führt, die versuchen, Chinas Entwicklung einzudämmen. Es sei jedoch nicht mehr möglich, dies zu tun, so der Präsident von Belarus. „Sie haben mindestens 20 Jahre verloren, um China zurückzuhalten. Niemand kann heute  China zurückhalten, besonders mit der Philosophie, die die Chinesen im Kopf haben“, meint Alexander Lukaschenko.

Alexander Lukaschenko charakterisierte den chinesischen Präsidenten Xi Jinping und stellte fest, dass er ein kluger, sorgfältiger Mensch ist, unmöglich ruhig, wie alle Chinesen. „Das ist ihre Besonderheit - sie haben es nicht eilig. Das sind intelligente Menschen (die älteste Zivilisation), die verstehen: Früher oder später muss das Problem, das existiert, gelöst werden. Sie glauben, dass es nutzlos ist, diesen Prozess zu beschleunigen. Man kann in Schwierigkeiten geraten. Sie sind ruhig, machen ruhig ihre Arbeit.”

Alexander Lukaschenko charakterisierte den chinesischen Präsidenten Xi Jinping und stellte fest, dass er ein kluger, sorgfältiger Mensch ist, unmöglich ruhig, wie alle Chinesen. „Das ist ihre Besonderheit - sie haben es nicht eilig. Das sind intelligente Menschen (die älteste Zivilisation), die verstehen: Früher oder später muss das Problem, das existiert, gelöst werden. Sie glauben, dass es nutzlos ist, diesen Prozess zu beschleunigen. Man kann in Schwierigkeiten geraten. Sie sind ruhig, machen ruhig ihre Arbeit.”

Über US-Idee zur Schaffung einer Core 5

Der Staatschef vermutete, dass die erstarkten asiatischen Staaten mit China an der Spitze sowie eine Reihe anderer Faktoren die USA veranlasst haben, eine neue Fünf-Länder-Allianz „Core 5“ (C5) als Alternative zur „Gruppe Sieben“ (G7) ins Leben zu rufen. 

„Aus den Medien habe ich gehört, dass Trump bereit ist, einen Block aus fünf Staaten zu gründen: Russland, China, Japan, die Vereinigten Staaten von Amerika und Indien. Ich denke, wenn dieser Zusammenschluss zustande kommt, wird die Welt innerhalb kurzer Zeit völlig anders aussehen“, sagte der Staatschef.

„Die Europäer verstehen nicht, was Trump will. Trump hat sich an Asien gewandt, denn dort liegt der Schwerpunkt der zukünftigen Entwicklung. Heute entwickelt sich Asien rasant, vor allem dank China“, fügte Alexander Lukaschenko hinzu.

„Ich habe China innerhalb von 30 Jahren gesehen. Sie machen jedes Jahr eine Revolution. Ich komme jedes Jahr dorthin und erkenne China nicht wieder. Sie sind so effektiv, dass Sie es nicht einmal schätzen können“, fügte das Staatsoberhaupt hinzu.

Über die Persönlichkeit von Kim Jong Un 

Die Staatsführer von Belarus und Nordkorea nahmen im September dieses Jahres an der Militärparade in China teil. Alexander Lukaschenko wurde gefragt, welchen Eindruck er vom Treffen mit dem nordkoreanischen Führer hatte.

„Einen normalen Eindruck. Trump wusste früher auch nicht, was für ein Mensch Kim Jong Un ist. Aber als er ihn in seiner ersten Amtszeit traf, sagte er, Kim Jong Un sei ein ganz normaler Mensch. Ich kann dasselbe sagen“, sagte der belarussische Staatsführer.

„Ich habe Informationen über Kim Jong Un hauptsächlich aus der Presse bekommen. Sie prägten meinen ursprünglichen Eindruck. Aber als ich mit ihm persönlich sprach, sah ich einen ganz normalen Menschen, der sich seines Platzes in der Welt bewusst war. Er ist kein Phantom. Er ist ein anständiger, ruhiger, ehrlicher Mensch. Es war ein kurzes Treffen. Aber ich hatte diesen Eindruck. Ich bin mir sicher, dass mein Eindruck nicht falsch ist. Mit ihm kann man gut reden“, sagte Alexander Lukaschenko.


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