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08 April 2026, 18:30

Große Dienstreise, Entwicklung des Agrarsektors, Frühjahresarbeiten und Personal: Lukaschenko nimmt Berichte dreier Gebietsleiter entgegen 

MINSK, 8. April (BelTA) - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat am 8. April Berichte der Vorsitzenden der Gebietsexekutivkomitees von Witebsk, Mogiljow und Gomel entgegengenommen. 

Im Mittelpunkt der Berichte standen Probleme der Agrarindustrie. Dabei ging es nicht nur um den Verlauf der diesjährigen Frühjahresarbeiten und der Aussaatkampagne, sondern auch um wichtige zukunftsorientierte Themen – die Entwicklung von Rohstoffzonen, Verarbeitungsbetrieben, Projekte in der Tierhaltung sowie die Eingliederung zusätzlicher Flächen in große landwirtschaftliche Betriebe. Erörtert wurden zudem Fragen der technischen Ausstattung und der Personalarbeit.

Angekündigt wurde eine große Dienstreise des Staatsoberhauptes in die südöstlichen Gebiete von Belarus, bei der er sich vor Ort mit einer Reihe von Fragen der Regionalentwicklung vertraut machen wird.


Präsident Alexander Lukaschenko hat am 8. April den Bericht des Vorsitzenden des Gebietsexekutivkomitees Mogiljow Anatoli Issatschenko entgegengenommen. Das teilte der Pressedienst des belarussischen Staatschefs mit. 

Der Schwerpunkt lag auf der Arbeit der regionalen Agrarindustrie und der verbundenen Branchen. Der Staatsoberhaupt wurde ausführlich und umfassend über die Frühjahrsarbeiten im Gebiet Mogiljow informiert. Issatschenko berichtete dem Staatspräsidenten über die aktuelle Tätigkeit der verarbeitenden Betriebe der Fleisch- und Milchindustrie, über die Bildung von Rohstoffzonen für deren Bedarf sowie über die Situation in einzelnen Kreisen.

Es ging sowohl um die Arbeit großer regionaler Milchproduzenten wie OAO „Babuschkina Krynka“ und „Molotschnyje Gorki“  als auch um den Bau eines neuen Milchverarbeitungswerks in Schklow mit einer Kapazität von 300 Tonnen Milch pro Tag.
Im Zusammenhang mit der Entwicklung bestehender und dem Bau neuer Verarbeitungsbetriebe wurde das Thema Verteilung und effiziente Nutzung von Rohstoffzonen erörtert. Bis zum Ende des Fünfjahresplanes steht das Gebiet Mogiljow vor der Aufgabe, die Milchproduktionsmengen maximal zu steigern und 1 Million Tonnen pro Jahr zu erreichen.

Ein weiteres Thema im Bericht war die Lage im Kreis Dribin, den das Staatsoberhaupt am 13. März besuchte. Damals erteilte er mehrere Anweisungen zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Kreises. Der Schwerpunkt lag auf der landwirtschaftlichen Produktion – Vergrößerung der Betriebe, Steigerung der Tierbestände in der Milch- und Fleischviehhaltung, Bau und Rekonstruktion von Milchviehanlagen. Der Staatschef wurde informiert, dass es fertige Vorschläge gibt, den Kreis auf Kosten der angrenzenden Territorien zu vergrößern. So kann die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe verdoppelt werden. Diese Umgestaltungen werden es ermöglichen, der Entwicklung des Kreises Dribin zusätzliche Dynamik zu verleihen.
Es ging auch um die Arbeit des rekonstruierten Agrarservicebetriebs in Schklow, wo eine moderne Werkstatt für die Reparatur von Landtechnik eingerichtet wurde. Der Präsident hatte angeordnet, diese als vorbildlich und richtungsweisend für andere Regionen zu gestalten. Der Vorsitzende des Gebietsexekutivkomitees Mogiljow berichtete, wie diese Aufgabe umgesetzt wird.

Darüber hinaus wurden Fragen der Personalauswahl und der Sicherstellung von Führungskräften im Gebiet Mogiljow angesprochen. Es wurde berichtet, dass die landwirtschaftlichen Betriebe insgesamt mit Führungskräften besetzt sind und ihnen auf Ebene des Gebietsexekutivkomitees die notwendige Unterstützung gewährt wird.

Was die Aussaat-Kampagne betrifft, wurde dem Präsidenten berichtet, dass sie nach dem Plan läuft. Es gibt eine leichte Abweichung vom Plan, aber die Landwirte werden sie in Kürze aufholen. Die landwirtschaftlichen Organisationen sind für die Feldarbeiten in ausreichendem Maße mit allem Notwendigen ausgestattet, darunter mit Technik und Düngemitteln.


Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat den Bericht des Vorsitzenden des Exekutivkomitees des Gebiets Witebsk, Alexander Rogoschnik, entgegengenommen.
Während des Berichts ging es um die diesjährige Frühjahrsaussaatkampagne im Gebiet Witebsk und ihre Besonderheiten angesichts der klimatischen Bedingungen, die für die nördlichste Region des Landes typisch sind. Dem Staatsoberhaupt wurde berichtet, wie die Aussaat verläuft und welchen landwirtschaftlichen Kulturen der Vorrang gegeben wird. Bislang wurden in der Region Witebsk etwa 40% der Flächen besät; in der Region ist geplant, die Anbauflächen für Mais und Luzerne zu vergrößern.

Eines der zentralen Themen des Berichts war der Bau von Aufzuchtställen für Kälber. Der Präsident erkundigte sich nach der Umsetzung seines Auftrags zur Sicherung der Jungtierhaltung bei Rindern. Dem Staatsoberhaupt wurde berichtet, dass im Gebiet Witebsk insgesamt etwa 150 Aufzuchtställe gebaut werden sollen. Die Arbeiten in diese Richtung laufen bereits.

Es ging auch um Personalarbeit, insbesondere in den Agrarunternehmen. Es wurde über die ergriffenen Maßnahmen zur Schaffung angemessener Arbeits- und Lebensbedingungen für junge Fachkräfte berichtet.
Ein weiteres Thema des Berichts war die Beschaffung von Technik für die Landwirte der Region. Der Vorsitzende des Exekutivkomitees des Gebiets Witebsk berichtete über die Ausstattung mit landwirtschaftlichen Maschinen, den Bedarf an neuer Technik und die Organisation des Beschaffungsprozesses. Wie dem Präsidenten berichtet wurde, ist die Arbeit in dieser Richtung sowohl mit inländischen Unternehmen als auch beispielsweise mit dem Petersburger Traktorenwerk, dessen Produkte viele belarussische Komponenten enthalten, gut organisiert.


Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat den Bericht des Vorsitzenden des Gebietsexekutivkomitees Gomel, Iwan Krupko, entgegengenommen.

Der belarussische Präsident plant eine große Dienstreise über die südöstlichen Regionen des Landes. In diesem Zusammenhang informierte ihn Iwan Krupko über die Themen, die Alexander Lukaschenko persönlich im Blick hat. Dazu gehören der Ausbau der Produktionsbasis, die Erschließung vielversprechender Bereiche im Agrarsektor sowie die Arbeit der regionalen Agrarservice-Betriebe. Traditionell stehen auch die Frühjahresarbeiten im Fokus. 
Eines der Diskussionsthemen ist die Angliederung zusätzlicher Territorien an größere landwirtschaftliche Betriebe. Positive Erfahrungen diesbezüglich gibt es im Kreis Mosyr, an dessen erfolgreiche Agrarbetriebe vor einigen Jahren Territorien des Kreises Narowlja angegliedert wurden. Ein Beispiel stellt der Sowchose-Kombinat „Sarja“ dar. Durch diese Angliederung konnte die Entwicklung des Pflanzen- und Tierbaus auf den angegliederten Territorien zusätzlich vorangetrieben werden. Dies soll dem Präsidenten unter anderem während seines bevorstehenden Besuchs in der Region demonstriert werden.
Alexander Lukaschenko wurde ebenfalls über die Arbeit eines der ältesten belarussischen Süßwarenunternehmens informiert – der Offenen Aktiengesellschaft „Krasny Mosyrjanin“. Dort wurde vor Kurzem ein Projekt zur Modernisierung der Produktion umgesetzt.

Ein wichtiger Punkt des Berichts war die Gewährleistung einer effizienten Arbeit der Agrarservice-Betriebe in der Region. Innovative Ansätze in dieser Frage werden anhand der Erfahrungen des Unternehmens „Mosyrtechservice“ erprobt. Dort werden nicht nur Maschinen repariert und instand gesetzt, sondern man hat dort auch die eigene Produktion von Aggregaten und Anbaugeräten entwickelt, die in der Landwirtschaft benötigt werden.
Ebenfalls erörtert wurden Fragen der Tierproduktion. Alexander Lukaschenko hatte zuvor beauftragt, die erfolgreichen Erfahrungen des russischen Unternehmens „Miratorg“ zu studieren. Dem Staatschef wurde berichtet, dass im Gebiet Gomel bereits ein Zuchtkern aufgebaut wurde und sowohl an der Entwicklung der reinen Fleischproduktion als auch der Milch-Fleisch-Richtung gearbeitet wird.
Iwan Krupko informierte den Präsidenten auch über die Frühjahresarbeiten. Die Aussaat wird von allen landwirtschaftlichen Betrieben der Region durchgeführt; derzeit sind etwa 80 % der geplanten Flächen mit Sommerkulturen besät. Die Aussaat wird nach allen technologischen Parametern durchgeführt, die Landtechnik ist einsatzbereit, alle Düngemittel wurden eingekauft, und die Winterkulturen werden gedüngt. Ein besonderer Schwerpunkt in der Region liegt auf dem Mais. Von dieser Kultur sollen etwa 300.000 Hektar ausgesät werden. 

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