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17 November 2025, 11:28

Lukaschenko: Belarus bietet Rostow Waren und Dienstleistungen zu besseren Konditionen als ausländische Partner an

MINSK, 17. November (BelTA) – Belarus ist bereit, dem russischen Gebiet Rostow Waren und Dienstleitungen zu besseren Konditionen anzubieten, als die ausländischen Partner. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko am 17. November bei den Gesprächen mit dem Gouverneur des russischen Gebiets Rostow, Juri Sljusar. 

Das Staatsoberhaupt bemerkte, er treffe sich mit Juri Sljusar in seiner Eigenschaft als Gebietsgouverneur zum ersten Mal. Im Jahr 2024 habe er ihn als Leiter der „Vereinten Flugzeuggesellschaft“ beim Besuch des Flugzeugwerks Irkutsk getroffen. 

„Das war ein kurzes Gespräch, aber Sie haben damals ein wichtiges Thema angesprochen, und zwar den Werkzeugmaschinenbau. Ohne diese Industriebranche kann keine Rede vom Flugzeugbau sein“, erinnerte sich Alexander Lukaschenko an die Details des damaligen Treffens. 

Belarus habe noch aus den Sowjetzeiten nicht nur den Werkzugmaschinenbau erhalten, sondern sei dabei weit vorangeschritten, betonte Lukaschenko. „Wir produzieren heute qualitativ hochwertige Werkzeugmaschinenprodukte, die am meisten nachgefragt und auf den Märkten benötigt werden. Selbst solche mit CNC-Steuerung“, fügte er hinzu. Diese Branche soll man aber in Kooperation mit Russland weiter entwickeln. 

Eine weitere Richtung für das Zusammenwirken ist die Industrie. Hier geht es sowohl um gemeinsame Projekte als auch um Produktlieferungen. Rostow liegt geografisch sehr nah, das Gebiet grenzt auch an neue russische Regionen, die es künftig wiederaufzubauen gilt. 

„Wir haben eine eindeutige Entscheidung getroffen, dass wir mit unseren Produkten in diese neuen Regionen gehen und dass wir dort präsent sein sollen. Was wir hier herstellen, brauchen heute das Gebiet Rostow und die neuen russischen Gebiete“, sagte Alexander Lukaschenko.

Er erinnerte an die Entscheidung, in dieser russischen Region ein Multi-Brand-Zentrum für inländische Technik zu bauen. „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir alles in einem Zentrum unterbringen und wie wir unsere Technik und Ersatzteile zu einem günstigen, wettbewerbsfähigen Preis verkaufen können“, sagte das Staatsoberhaupt.

„Wir sind bereit, dorthin zu gehen und bessere Bedingungen anzubieten als Ausländer. Aber es liegt an Ihnen, nicht einmal an uns. Wir haben eine Entscheidung getroffen, und wir werden uns in diese Richtung bewegen“, betonte der Präsident.

Positiv bewertete er auch den Fortschritt gemeinsamer Projekte, unter anderem im Flugzeugbau, in der Energie- und Industriekooperation. Und diese enge Zusammenarbeit bringt ihre Ergebnisse. Zum Beispiel hat sich der Umsatz in den letzten fünf Jahren verdoppelt. „Die Technologien, die wir erhalten und weiterentwickelt haben, geben wir Ihnen problemlos weiter. Und das ist keine Wohltätigkeit, wir arbeiten nicht kostenlos“, sagte Alexander Lukaschenko.

Ebenso ist Belarus bereit, bei der Entwicklung der Zusammenarbeit im Agrarsektor zu handeln, zumal die heimischen Lebensmittel aufgrund ihrer hervorragenden Qualität bereits einen guten Ruf auf dem russischen Markt haben. 

Für Belarus als exportorientiertes Land ist die Lieferung von Produkten, vor allem in traditionelle Märkte, zu denen auch Russland gehört, sicherlich wichtig. „Das ist die Frage Nummer eins. Die Wirtschaft spielt überall die wichtigste Rolle. Wenn Sie uns Ihre Unterstützung geben, sind wir bereit, eine Reihe von Dienstleistungen und Waren bereitzustellen, die sowohl für Sie als auch für Ihre Nachbarn dringend benötigt werden.“

Im Gegenzug bemerkte Juri Sljusar, dass es für ihn und die Mitglieder der Rostower Delegation eine große Freude sei, in Belarus zu sein. „Ich bin in einer neuen Eigenschaft. Ich habe wahrscheinlich meinen ersten solchen internationalen Besuch“, sagte er.

Der Leiter der russischen Region erklärte, dass er in früheren Positionen viel in Belarus war. Er sprach für diese Zeit der Zusammenarbeit mit Partnern aus Belarus, einschließlich Unternehmen und Ministerien, Worte des Respekts und Dankes aus. „Die Produktionskultur, die Disziplin und die Verantwortung zeichnen unsere belarussischen Partner aus. Ich bin sehr dankbar für die Gelegenheit, mit Ihnen zusammenzuarbeiten“, sagte der Gouverneur.
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