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Lukaschenko: Belarus ist absolut offenes Land

Präsident 12.11.2019 | 18:08
Alexander Lukaschenko und Alexander Van der Bellen
Alexander Lukaschenko und Alexander Van der Bellen

WIEN, 12. November (BelTA) – Belarus ist ein absolut offenes Land. Das erklärte der belarussische Präsident, Alexander Lukaschenko, heute in Wien auf die Fragen von Journalisten nach den Verhandlungen mit dem österreichischen Bundespräsidenten, Alexander Van der Bellen, wie ein BelTA-Korrespondent bekanntgab.

„Belarus ist ein absolut offenes Land. Ich kann versichern, dass es mehr offen als Österreich ist. Bürger aus etwa 90 Staaten dürfen in das ihrer Meinung nach autoritäre Land visafrei einreisen. Wir sind absolut offen für alle“, so der Staatschef.

Er empfahl dem Journalisten, der die Frage gestellt hatte, der noch nie zuvor in Belarus war, vor der Vornahme von Bewertungen das Land zu besuchen und die Situation mit eigenen Augen zu beurteilen.

Was den Autoritarismus der Macht angeht, unterscheide sich tatsächlich dieser Bereich in Belarus stark vom System der Verwaltung staatlicher Institutionen, dem Funktionieren der Gesellschaft und Wirtschaft in Österreich, stellte Alexander Lukaschenko fest.

Er bemerkte, es sei manchmal nicht klar, was gemeint ist, wenn man eine Frage zur Einhaltung der Menschenrechte stelle: „Was gefällt Ihnen in Belarus in Bezug auf die Menschenrechte nicht? Es gibt das Recht auf Leben. Das ist das Hauptrecht. Das Recht auf Arbeit. Der Mensch muss die Garantie haben, in seinem Land zu arbeiten. Und wenn man nach Österreich, Polen oder in andere Länder reisen will. Wollen Sie damit sagen, dass wir jemandem verbieten, nach Österreich, Polen oder in andere Länder zu reisen? Sie können das nicht sagen“.

Der Staatschef stellte auch fest, dass es das allgemein anerkannte Recht auf Bildung gibt. „Und es geht nicht einfach um Bildung, sondern um kostenlose Bildung für die Menschen auf Kosten des Staates. In Ihrem Land ist dieses Recht genauso entwickelt wie in Belarus? Ich kann Ihnen sofort eine Antwort geben: nein“, sagte Alexander Lukaschenko. Jeder erhalte in Belarus die allgemeine Mittelschulbildung, und etwa die Hälfte von ihnen erhalte die kostenlose Hochschulbildung. Darüber hinaus habe das Land die kostenlose Gesundheitsfürsorge für alle Bürger.

„Haben Sie irgendwann gehört, dass das Internet in Belarus verboten ist? Wahrscheinlich sind diese Vorwürfe längst in Vergessenheit geraten. Heute ist es unmöglich, etwas zu verbieten, vor allem in den Medien“, so der Präsident.

Was die Informationsfreiheit betreffe, könnten Sie im Internet beliebige Informationen bekommen, fügte der Staatschef hinzu.

Alexander Lukaschenko bemerkte, die Frage des Journalisten zu den Menschenrechten sei traditionell. Sie habe aber mit der Realität in Belarus absolut nichts zu tun. „Noch einmal lade ich Sie, ebenso viele Journalisten, ein, Belarus zu besuchen. Dafür gab es viele Gründe, unter anderem die 2. Europäischen Spiele. In Zukunft werden wir gemeinsam mit den Letten die Weltmeisterschaft (Eishockey-WM 2021 – Anm. BelTA) durchführen. Sie können früher kommen, um sich mit dem Land bekannt zu machen“, so er.

„Ich bin sicher, wenn Sie früher kommen, werden Sie 2021 mit Ihrer Familie und Ihren Freunden nach Belarus kommen. Dies ist ein Land, wohin beliebiger Mensch, der in Belarus geboren ist, zurückkehren will. Und das ist ein Land, in dem man sich ruhig und sicher erholen kann“, unterstrich der belarussische Staatschef.

Er fügte hinzu, dass er kürzlich die Stellungnahme eines Österreichers gelesen habe, der zum ersten Mal Belarus besucht habe und von der Sicherheit, Offenheit und dem Leben im Land beeindruckt gewesen sei.

„Ich sagte dem Bundespräsidenten: Ja, wir sind noch nicht so reich. Aber Sie wissen, dass Reichtum nicht nur materiell, sondern vor allem geistig ist. Im letzten Krieg wurde unser Land vom Antlitz der Erde getilgt. Und wenn wir diese autoritäre Macht, wie Sie sagten, nicht mobilisiert und aufgebaut hätten, hätten wir heute kein souveränes und unabhängiges Belarus gehabt“, so der Staatschef.

Alexander Lukaschenko wies auch auf die schwierige Situation in Belarus hin: „Heute fühlen wir uns wie in einem Schraubstock zwischen Ost und West. Und manchmal kann es für uns sehr schwierig sein. Und Sie seinerzeit (so demokratisch) haben Europa für uns geschlossen. Und um zu überleben, haben wir verschiedene Methoden angewandt. Aber niemand kann sagen, dass sie nicht demokratisch waren, dass sie zum Nachteil unseres Volkes waren“.

„Für mich und auch für Europa ist das belarussische Volk von großem Wert. Und wir werden immer die Interessen dieses Volkes respektieren“, versicherte der Präsident.

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