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20 November 2020, 15:08

Lukaschenko: Erhaltung des Maschinenbaus ist für mich am wichtigsten

Alexander Lukaschenko
Alexander Lukaschenko

MINSK, 20. November (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hält die Erhaltung und Entwicklung des Maschinenbaupotenzials im Land für sehr wichtig. Das erklärte er heute beim Gespräch mit Mitarbeitern des Landmaschinenherstellers „Gomselmasch“.

„Die Erhaltung des Maschinenbaus halte ich als Präsident für wichtig. Hauptsächlich haben wir Ingenieure, Konstrukteure, Leitungskräfte. Ich werde mich um den Maschinenbau im Land kümmern“, betonte er.

Alexander Lukaschenko erinnerte sich daran, dass man ihm als Leiter eines jungen Staates vorschlug, den einheimischen Maschinenbau zu schrumpfen und alle Mähdrescher ins Ausland zu verkaufen. Er hat aber beschlossen, dass Belarus seine eigenen Mähdrescher herstellen soll.

Inzwischen stellt Gomselmasch moderne und leistungsstarke Maschinen her. Heute testet der Betrieb den ersten Mähdrescher mit Erdgas-Motor und entwickelt selbstfahrende und ferngesteuerte Modelle.

„Meine Aufgabe besteht darin, den Maschinenbau zu bewahren, damit kein Nachfolger es vermag, diese Branche kaputt zu machen. Dann werden Sie sicher auf die Straße gehen und protestieren“, machte der belarussische Staatschef aufmerksam.

„Eine der negativen Folgen der Privatisierung ist das Outsourcing von Kompetenzen, Technologien und Qualifikationen. Wer Gomselmasch kaufen wird, wird die Kompetenzen und die wichtigsten Produktionsverfahren dorthin verlagern, wo andere Menschen arbeiten und viel mehr Geld verdienen werden. Ihnen aber wird die billige Produktion von Schrauben, Muttern usw. gelassen. Das bekommen Sie mit der Privatisierung. Im Unterschied zu den Protestierenden, die alles aufteilen und verkaufen wollen, führe ich eine ganz andere Politik durch. Mit mir wird es keine Privatisierung nach ihrer Art geben“, sagte der Staatschef.

Der Präsident betonte noch einmal, dass die Privatisierung in Belarus möglich ist und nur unter den Bedingungen, die das Land stellt. „Ich will nicht, dass wir jemandes Anhängsel werden. Darin besteht meine Politik“, sagte Alexander Lukaschenko.

Wichtig ist dabei auch die Bewahrung von Arbeiterbelegschaften.

Komplizierte Produktionsverfahren und moderne Technologien erfordern von Facharbeitern mehr Wissen und Kompetenzen. In vielen Staaten fehlt es an hochqualifizierten Arbeitskräften. Belarus ist in diesem Sinne im Vorteil, weil das Land seine berufliche Bildung erhalten hat.

Der Präsident betonte, dass an vielen belarussischen Betrieben ganze Familien oder Generationen arbeiten. Der Präsident versprach der Maschinenbaubranche weitere Unterstützung.

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