BISCHKEK, 1. September (BelTA) – Die Antwort der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit auf die bestehenden Herausforderungen muss die Schaffung einer neuen Sicherheitsarchitektur in Eurasien sein. Dies erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko auf der Sitzung des Rates der Staatschefs der SOZ.
Alexander Lukaschenko nannte bei der Darlegung der wichtigsten Arbeitsrichtungen der SOZ die Sicherheit als erste.
Der Präsident betonte, dass Belarus mit einer Reihe von Staaten der SOZ-Familie bereits entsprechende Schritte unternehme. Im Oktober dieses Jahres werde in Belarus ein Anti-Terror-Forum stattfinden. Die Veranstaltung werde in einem neuen Format durchgeführt – mit gemeinsamen Übungen der SOZ- und GUS-Mitgliedstaaten.

"Wir begrüßen zudem den baldigen Start des Universellen Zentrums zur Bekämpfung von Herausforderungen und Bedrohungen der Sicherheit der SOZ-Mitgliedstaaten und des Antidrogenzentrums der Shanghaier Organisation. Wir rechnen damit, dass dies insgesamt dazu beitragen wird, den Kampf gegen die drei Kräfte des Bösen – Terrorismus, Separatismus und Extremismus – qualitativ zu verstärken", so Alexander Lukaschenko.
Er äußerte die Überzeugung, dass eine stabile Entwicklung auch ohne ein wirksames System zum Schutz vor Notfällen natürlichen und technogenen Ursprungs nicht möglich sei. In einem Vierteljahrhundert habe Belarus etwa 90 internationale humanitäre Aktionen durchgeführt, mehrfach Such- und Rettungsteams sowie Luftfahrzeuge zur Hilfe für betroffene Staaten entsandt, darunter auch für SOZ-Länder.
"Gleichzeitig nehmen Zahl und Ausmaß der Katastrophen weiter zu. Daher sind für eine qualitative Stärkung der Sicherheit unserer Bürger mehr gemeinsame Anstrengungen erforderlich. Im kommenden Jahr wird Minsk die Weltmeisterschaften der Männer und Frauen im Feuerwehr- und Rettungssport ausrichten", so Alexander Lukaschenko.
In diesem Zusammenhang schlug der belarussische Staatschef vor, anlässlich der Weltmeisterschaften eine Sitzung der Leiter der Behörden der SOZ-Mitgliedstaaten für Fragen der Vorbeugung und Beseitigung von Notfällen einzuberufen. "Auf dieser Plattform können sie Erfahrungen austauschen und Lösungen zur Verringerung des Katastrophenrisikos, zum Schutz der Bevölkerung und der Gebiete, zur Überwachung und Vorhersage von Katastrophen im Raum der SOZ erarbeiten", so der Staatschef.
