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31 Oktober 2025, 17:35

Lukaschenko erzählte, wie Polen die Austauschvereinbarung vereitelte 

LEPEL, 31. Oktober (BelTA) - Polen hat die vorläufige Austauschvereinbarung mit Belarus vereitelt. Das erklärte Präsident Alexander Lukaschenko heute vor Journalisten auf seiner Arbeitsreise in das Gebiet Witebsk. 

„Wir haben mit den Polen Kontakte aufgenommen. Sie fordern von uns die Freilassung von allerlei Poczobuts, also ihren Spionen, die bei uns festgenommen wurden. Wir sagen unsererseits: „Gut, aber im Gegensatz wollen wir ein Paar Belarussen zurück haben. Lasst uns einen Austausch organisieren. Ich verstehe, die Leute haben Familien. Geheimdienst war immer im Spiel. Das sehe ich ein und respektiere das. Okay, dann machen wir einen Austausch. Ihr wollt euren Poczobut zurück – wir können ihn freilassen. Und dann auf einmal: „Ne, vielen Dank, wir sind bereit, mit Ihnen zu sprechen, wir öffnen Grenzübergänge und so weiter“, erzählte das Staatsoberhaupt über die bestehenden Vorvereinbarungen.

Polen habe seine Position geändert, bemerkte das Staatsoberhaupt. „Gestern Nacht erhalte ich einen Bericht von KGB. Polen habe seine Haltung aus Solidarität mit Litauen verändert. Gemeint ist die Geschichte mit diesen Luftballons. Ich sage: Grüßt sie zurück. Wir werden auch unsere Position ändern. Eine Pause einlegen. Sobald ihr bereit seid, kommt wieder – dann reden wir weiter.“

„Wir sind offen für diesen Dialog und das Gespräch, ohne die Situation zu verschärfen. Stirn an Stirn – das ist mir fremd. Ich bin immer für Kompromisse. Man kann sich nicht ewig zurückziehen. Irgendwann ist Schluss. Ich sage noch etwas: Wenn wir ihnen entgegenkommen, verstehen sie es nicht. Sie verstehen das als Schwäche. Die Amerikaner und alle anderen. Es geht aber nicht um Schwäche. Ich kann mich einfach nicht mehr weiter zurückziehe. Das geht nicht.“

„Ich sage den Amerikanern: Hier werde ich nach meinen Taten gewertet. Die Menschen sehen nur, dass ich hier einen freigelassen habe oder dort klein beigegeben habe. Sie haben nicht die Fülle an Informationen, über die ich verfüge. Aber ich dass das ihnen nicht direkt in die Augen sagen“, fügte der belarussische Staatsführer hinzu.

Wie berichtet, hat Polen seine Bereitschaft erklärt, die Grenzkontrollpunkte Bobrowniki und Kuznice im November zu öffnen. Dann hat es diese Entscheidung ausgesetzt, aus Solidarität mit Litauen, das seine Automobilgrenze mit Belarus für einen Monat geschlossen hat. Litauen rechtfertigte die Grenzschließung damit, dass Belarus mit Wettersonden Zigaretten nach Litauen geschmuggelt hat. 

Im Zuge der Untersuchung hat sich herausgestellt, dass die Litauer selbst mit Wettersonden Zigaretten über die belarussisch-litauische Grenze geschmuggelt haben.
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