MINSK, 17. Februar (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko fordert die Exporteure zu aktiver Arbeit, zur Erweiterung bestehender und zur Erschließung neuer Absatzmärkte auf. Entsprechende Erklärungen gab der Staatschef bei der Entgegennahme des Regierungsberichts für das Jahr 2025 ab.
„Der Handel mit Exportgütern war fast das ganze letzte Jahr schlechter als im Vorjahr. Erst im November und Dezember konnten wir uns von den negativen Werten lösen. Und es scheint, dass man auf das Ergebnis stolz sein kann – wir haben den Exportplan für den Fünfjahresplan erfüllt. Nur wurden die Exportziele für bestimmte Waren, die Sie sich selbst gesetzt haben, im vergangenen Jahr nicht einmal zur Hälfte erreicht“, sagte der Präsident.
Alexander Lukaschenko wies auf Fälle hin, in denen bei physischen Lieferungen Märkte verloren gehen und Analyse und Planung hinken.
„Ihr gesamter Umsatz besteht aus Deviseneinnahmen! Verdienen Sie Geld und bringen Sie es zurück ins Land“, betonte der belarussische Staatschef.
Alexander Lukaschenko stellte fest, dass trotz des Anstiegs der Lieferungen nach Russland in jeder zweiten der 80 russischen Gebiete (Städte, Republiken), mit denen Belarus Handel treibt, die Verkäufe zurückgegangen sind. „Und das, obwohl russische Gouverneure ständig zu uns kommen und bereit sind, mit uns zusammenzuarbeiten“, bemerkte der Präsident. Dabei wird die Frage hauptsächlich nur im Hinblick auf die Gewährleistung der notwendigen Wartung der Technik gestellt.
„Wir geben erhebliche Summen für die Förderung von Exporteuren aus, jeder Minister ist für bestimmte Länder zuständig, um die Zusammenarbeit mit ihnen zu vertiefen und den Warenumschlag zu erweitern. Aber wo ist das Ergebnis?“, fragte Alexander Lukaschenko.
Darüber hinaus wies der Staatschef darauf hin, dass sich die Verkäufe hauptsächlich auf ein oder zwei Märkte konzentrieren. „Obwohl wir stabile wirtschaftliche und freundschaftliche Beziehungen zu Asien, Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten unterhalten, liefern wir nur ein Fünftel unserer Exporte dorthin. Hier liegt das wahre Potenzial für eine Steigerung“, sagte der Präsident.
Er erinnerte daran, dass das Außenministerium detaillierte Exportziele für Waren und Länder ausgearbeitet und allen Führungskräften mitgeteilt habe. Das Außenministerium wurde außerdem beauftragt, Diplomaten dringend vom Westen in den Osten zu versetzen.
„Die Arbeit auf den Exportmärkten ist eine persönliche Aufgabe des Premierministers. Und vor allem seiner Stellvertreter“, betonte der belarussische Staatschef.
