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14 April 2026, 16:33

Lukaschenko fordert Notwendigkeit eines Strategiewechsels bei der Melioration 

KREIS KRASNOPOLJE, 14. April (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat sich während seiner Arbeitsreise in den Kreis Krasnopolje des Gebiets Mogiljow für die Notwendigkeit eines Strategiewechsels bei der Melioration ausgesprochen.

Das Staatsoberhaupt schnitt die Frage der Feldstücke an, an denen Wasser stagniert, was zum Absterben von landwirtschaftlichen Kulturen führt. Dies geschieht in der Regel im Frühjahr während der Schneeschmelze oder nach starken Regenfällen. Das Auftreten dieser vernässten Feldstücke hängt unter anderem mit einer niedrigen Ackerbaukultur zusammen, worauf Alexander Lukaschenko hinwies.

„Die Leute haben das Feld bearbeitet, alles war in Ordnung. Dann haben sie ein Fleckchen aufgegeben, diese Vernässungsstellen nicht bearbeitet – dann beginnt dort Gestrüpp aufzuwachsen. Wenn man über das Gebiet fliegt, sieht man auf dem Feld, auf dem früher Getreide geerntet wurde, auf diesen Vernässungsstellen dieses Gestrüpp. Das ist nicht normal, deshalb müssen wir jetzt die Meliorationsstrategie ändern“, betonte er.
In diesem Zusammenhang wies das Staatsoberhaupt auf die Notwendigkeit hin, sich mit der Kulturtechnik zu befassen. Dabei handelt es sich um ein komplexes Meliorationsmaßnahmenpaket, das auf die Vorbereitung der Landoberfläche für die landwirtschaftliche Nutzung abzielt. Dazu gehören die Rodung von Gehölz- und Strauchbewuchs, von Bulten und Steinen, die Einebnung der Oberfläche und die Erstbearbeitung des Bodens.

„Wir müssen uns jetzt um die Kulturtechnik kümmern. Wir meliorieren das Moor – wir graben und baggern. Aber ein Moor zu entwässern ist nicht so einfach. Dann kommen unsere Vorsitzenden der Kreisexekutivkomitees und Betriebsleiter – sie haben keine Ahnung, dass man dieses Feld pflegen muss, dass große Geldbeträge darin investiert wurden“, stellte der belarussische Staatsführer fest. „Ich fliege und sehe, dass auf den meliorierten Flächen wieder Gestrüpp wächst. Deshalb müssen wir die Taktik ändern. Die Melioration soll weitergehen, aber wir müssen dieses Gestrüpp beseitigen. Das ist billiger, und die Flächenkonturierung wird verbessert.“

Der Präsident nannte ein einfaches Beispiel dafür, wie aufgrund von unverantwortlichem Umgang und niedriger landwirtschaftlicher Kultur ganze Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Fläche verloren gehen. 

Der belarussische Staatschef betonte, dass man einen wirtschaftlichen Ansatz nicht nur in der Landwirtschaft verfolgen muss. Als Beispiel nannte Alexander Lukaschenko die Fischwirtschaft „Palusch“, die er während seiner Arbeitsreise in den Kreis Krasnopolje besucht hatte. Es wurde berichtet, dass Belarus zur Selbstversorgung mit Fisch 15 solcher Betriebe benötigt. Das Staatsoberhaupt betonte, dass man an deren Bau vernünftig und wirtschaftlich herangehen muss.

„Man muss wirtschaftlich herangehen. Man braucht 15 – dann muss man 15 festschreiben und sie über die Jahre verteilt bauen. Fünf in einem Jahr, zehn in einem anderen. Wenn wir nur allgemeine Floskeln festschreiben, werden sie gar nichts tun. Und dann diskutieren sie: wir machen dies, wir machen jenes ...“, so der Präsident.



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