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Lukaschenko fordert Ordnung im Gesundheitssystem

Präsident 11.06.2019 | 15:52

MINSK, 11. Juni (BelTA) – Im belarussischen Gesundheitssystem muss man richtig Ordnung schaffen, um jede Korruption im Keim zu ersticken. Das erklärte Präsident Alexander Lukaschenko heute bei der Ernennung von Wladimir Karanik zum neuen Gesundheitsminister.

Es sei eine Schande für Belarus und die belarussische Medizin, wenn sich erstklassige Fachleute und renommierte Ärzte bestechen lassen, empörte sich der Staatschef. Dabei reiche die Korruption von oben bis unten. „Wie kann man derart Vorgehen verzeihen, wenn ich die Entscheidungsträger und Funktionäre ständig vor Korruptionsdelikten warne und darauf hinweise, dass es mit mir keine Vergebung für Korruption geben wird. Nicht in Belarus. Das ist die unterste Schublade, dieses unverfrorene Verhalten. Deshalb muss man in diesem System etwas Ordnung schaffen. Und das können Sie tun“, wandte er sich an den neuen Behördenleiter.

Alexander Lukaschenko erinnerte daran, dass das Gesundheitsministerium befugt sei, medizinische Geräte und Anlagen sowie die Arzneimittel zu erwerben.

Eine andere wichtige Aufgabe sei die Importersetzung. „Vor 2 Jahren importierten wir Arzneimittel für $500 Millionen. Das ist sehr teuer. Wir müssen eigene Medikamente entwickeln und herstellen. Oder wir importieren für $100 Millionen hochqualitative Arzneimittel aus der Schweiz, den USA, Deutschland. Aber den Rest müssen wir in die Produktion eigener hochqualitativer Produkte investieren. Die Menschen wollen eine Alternative haben. Aber auch belarussische Arzneimittel sind nicht schlecht.“

Wladimir Karanik leitete vor seiner Ernennung zum Minister eines der Krankenhäuser in Minsk und weiß über die Mängel bei öffentlichen Beschaffungen und über die Probleme insgesamt im Gesundheitswesen nicht vom Hörensagen. „Sie müssen diese Defizite nun als Minister auf eine andere Diskussionsebene, womöglich auf Regierungsebene bringen. Reden Sie offen darüber, ich bin bereit, Ihnen dabei zu helfen. Sie sind ein willensstarker Mensch, sie können hart und entschlossen vorgehen. Auch wenn unsere Medizin weltweit einen guten Ruf genießt, brauchen wir etwas Dynamik und mehr Bewegung, wir brauchen mehr Ordnung“, sagte Alexander Lukaschenko.

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