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21 November 2025, 14:38

Lukaschenko fordert Wissenschaftler auf, nicht nachgefragte Forschung einzustellen

MINSK, 21. November (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat von den Wissenschaftlern gefordert, nicht nachgefragte Forschung und die Entwicklung perspektivloser Produkte einzustellen. Das erklärte das Staatsoberhaupt bei einer Besprechung zur Entwicklung des Wissenschaftsbereichs und der Tätigkeit der Nationalen Akademie der Wissenschaften (NAN).
Als Alexander Lukaschenko über die Mängel in der Arbeit der Wissenschaftler sprach, wies er auf das Problem der thematischen Doppelung und der unbedeutenden Themen in den wissenschaftlich-technischen Programmen hin.

„Vielleicht klingt das hart. Staatliche Programme sind keine Futterkrippe! Die Hauptaufgabe, vor allem für das Staatliche Komitee für Wissenschaft und Technologie (GKNТ), lautet: Hören Sie auf, nicht nachgefragte Forschung zu betreiben und perspektivlose Produkte zu entwickeln! Dann wird auch die Frage mit der Verteidigung von Dissertationen gelöst. Jede Aufgabe in den wissenschaftlich-technischen Programmen ist ein Dissertationsthema. Hat man die Aufgabe erfüllt, erhält man den akademischen Grad. Eine weitere wichtige Bedingung ist die Ausstattung der Programme mit Aufgaben, die Ergebnisse nicht in ferner Zukunft, sondern bereits jetzt zeigen. Zudem muss endlich geklärt werden, wer als Auftraggeber dieser Programme auftritt“, forderte der Präsident. 

„Wie ich bereits erklärt habe, werden wir für das Ergebnis zahlen!“, betonte das Staatsoberhaupt.

Er erinnerte daran, dass die Verantwortung für den effektiven Mitteleinsatz in vollem Umfang beim Staatlichen Komitee für Wissenschaft und Technologie (GKNТ) liege, das die Funktionen des Komitees für Staatliche Kontrolle in der Wissenschaft wahrnimmt. „Im nächsten Programmzyklus ist es Ihre Aufgabe, eine strenge, aber objektive Begutachtung der Aufgaben durchzuführen und eine Arbeit zu organisieren, die auf Ergebnisse ausgerichtet ist und nicht auf die Zersplitterung staatlicher Mittel“, forderte der Präsident.

Er wies an, den Schwerpunkt auf Technologien zu verlagern, die für die gesamte Wirtschaft wirken, auf sogenannte Querschnittstechnologien. "Es ist kein Geheimnis, dass genau sie es einem Land ermöglichen, im globalen Wettbewerb an vorderster Front zu bleiben und einen technologischen Rückstand zu vermeiden“, bemerkte der belarussische Staatschef.

„Es müssen Bedingungen geschaffen werden, unter denen Investitionen in diese Basistechnologien den maximalen Effekt für die gesamte Wirtschaft bringen“, gab das Staatsoberhaupt als Richtung vor.

In diesem Zusammenhang schlug Alexander Lukaschenko vor, einen Mechanismus zu erarbeiten, bei dem der Wissenschaftler die Kommerzialisierung der Ergebnisse von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten übernimmt und dann aus dem Gewinn alle verbrauchten Haushaltsmittel oder einen Teil davon an den Staat zurückzahlt. „Denken Sie über diesen Mechanismus nach. Wir leben schließlich in einer Marktwirtschaft“, bemerkte der Präsident. Gleichzeitig warnte er vor negativen Beispielen, die es derzeit gibt. Zum Beispiel, wenn für bestimmte Entwicklungen, die für Auftraggeber aus dem Ausland durchgeführt werden, eine bestimmte Person in Belarus – der Gruppenleiter oder der Wissenschaftler – eine Vergütung erhält. Obwohl diese Person ihre Ausbildung in Belarus erhalten und für die Durchführung der Entwicklung einheimische Ausrüstung und Labore genutzt hat. 

Gleichzeitig wies der Präsident an, zu überlegen, wie man diejenigen belohnen, anerkennen und bezahlen kann, die wirklich ehrlich arbeiten, ausländische Aufträge ausführen und Devisen ins Land holen. „Überlegen Sie, wie wir dafür zahlen sollen“, sagte das Staatsoberhaupt.

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