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24 November 2025, 11:29

Lukaschenko: Handelsumsatz zwischen Belarus und Gebiet Jaroslawl könnte 500 Mio. Dollar erreichen

MINSK, 24. November (BelTA) – Belarus könnte mit dem Gebiet Jaroslawl einen Warenumsatz von 500 Millionen Dollar erzielen. Dies erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Gebiets Jaroslawl, Michail Jewrajew.

„Wir sprechen bisher nur leise darüber, dass wir einen Warenumsatz von einer halben Milliarde Dollar haben sollten. Wir können das erreichen, wenn wir nicht aufgeben und danach streben. Derzeit handeln wir mit etwas mehr als 300 Millionen. Aber unser Potenzial ist viel höher“, sagte Alexander Lukaschenko.

Der Präsident wies darauf hin, dass Belarus und das Gebiet Jaroslawl seit der Sowjetzeit zusammenarbeiten: „Wir kaufen viel für unsere Automobilindustrie bei Ihnen – sowohl Komponenten als auch das, was man als das Herzstück jedes Autos bezeichnet. Wir sind bereit, die Zusammenarbeit mit Ihnen fortzusetzen.“
Der Staatschef betonte, dass Belarus bereit sei, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen nicht nur zu vertiefen, sondern auch auszuweiten. Dabei geht es unter anderem um die gemeinsame Entwicklung neuer Modelle von Autokomponenten. „Das ist gerade jetzt sehr wichtig, da wir uns das Ziel gesetzt haben, technologische Souveränität zu erlangen. Wir müssen uns mit allem Notwendigen versorgen, so wie es einst in unserem gemeinsamen großen Land der Fall war“, erklärte er.

Der Präsident fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit mit dem Gebiet Jaroslawl bei der Herstellung von Komponenten auch deshalb wichtig sei, weil westliche Hersteller sich aus den Märkten von Belarus und Russland zurückgezogen hätten. „In dieser Hinsicht haben wir mit Jaroslawl große Fortschritte gemacht. Ich hoffe sehr, dass wir bald die größten und leistungsstärksten Motoren ersetzen und aus Jaroslawl beziehen können“, sagte Alexander Lukaschenko. „Insgesamt gesehen sind wir, wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis unserer Waren betrachtet, den Importwaren deutlich überlegen.“

In diesem Zusammenhang ging Alexander Lukaschenko auf das Thema der industriellen Zusammenarbeit ein, das seiner Meinung nach an erster Stelle steht. „Das Programm, das wir heute verfolgen, läuft bis 2026-2027... Wir sollten uns wohl ein ehrgeiziges Ziel setzen – eine halbe Milliarde Dollar“, fügte der Präsident hinzu.

Der belarussische Staatschef versicherte, dass alles, was Belarus seinen Partnern verspreche, auch termingerecht erfüllt werde: „Verlässlichkeit ist vielleicht das Markenzeichen von Belarus.“
Ein weiterer Bereich, auf den der belarussische Staatschef eingegangen ist, ist die Lieferung von Personentransportmitteln, darunter auch solche, die mit Strom betrieben werden. „Wenn Sie Interesse haben, können Sie sich unsere Fahrzeuge bei MAZ und Belkommunmasch ansehen. Nicht nur solche mit Gasmotor, die wir in ausreichender Menge produzieren – Russland bittet uns, solche Fahrzeuge herzustellen –, sondern auch solche mit Elektroantrieb“, betonte Alexander Lukaschenko.

„Gott sei Dank haben sowohl wir als auch Sie genug Strom, sogar im Überfluss. Baltische Länder haben sich auf die Energieversorgung über den Stromnetzverbund BRELL verzichtet und leiden heute darunter. Aber das ist ihr Problem. Sollen sie arbeiten, sie haben diesen Weg gewählt“, fügte der Präsident hinzu. „Wir haben einen Überschuss an Strom, deshalb werden wir Elektroautos und mit Strom beheizte Häuser nutzen.“

Laut Alexander Lukaschenko wurden bis heute bereits rund 2 Millionen Quadratmeter solcher Wohnungen gebaut: „Die Menschen sind sehr zufrieden. Und das Wichtigste ist, dass die Tarife, die in Belarus relativ niedrig sind, die Kosten für die vor allem im Kernkraftwerk erzeugte elektrische Energie decken. Deshalb sind wir bereit, in diese Richtung weiterzugehen.“

Der Präsident merkte an, dass Belarus und das Gebiet Jaroslawl auch im Bereich der Landwirtschaft zusammenarbeiten könnten. „Ich weiß, dass Ihre Region fortschrittlich und ausreichend entwickelt ist. Aber wenn Ihnen etwas in Belarus gefällt (und die klimatischen Bedingungen sind bei uns ungefähr gleich), sind wir bereit, auch in den Bereichen Schweinezucht, Zucht und Selektion mit Ihnen zusammenzuarbeiten und diese weiterzuentwickeln“, versicherte er.

Alexander Lukaschenko wies auch auf solche Bereiche der humanitären Zusammenarbeit wie Bildung und kulturelle Kontakte hin. „Hier gibt es überhaupt keine Probleme. Wir müssen uns einigen, und unsere Leute müssen auch über diese Kanäle kommunizieren.“

Der Staatschef betonte, dass Belarus bereit sei, mit dem Gebiet Jaroslawl in allen Bereichen zusammenzuarbeiten. „Seien Sie sich bewusst, dass Sie nicht fremd sind“, reagiert Alexander Lukaschenko auf die Unterlagen zum Treffen, wo stand, dass es sich um die erste Auslandsreise des derzeitigen Gouverneurs des Gebiets Jaroslawl handelte.

„Auch wir betrachten das Gebiet Jaroslawl und ganz Russland nicht als Ausland. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Zusammenarbeit“, betonte der belarussische Staatschef. „Das Gebiet Jaroslawl ist uns wie keine andere Region nah. Für uns ist es sehr wichtig, dass der in Belarus hoch angesehene Maxim Bogdanowitsch bei Ihnen studiert hat. Und auch Walentina Tereschkowa hat belarussische Wurzeln. Das verbindet unsere Regionen ebenfalls.“

Der Staatschef wies auch auf die Entwicklung der Verkehrsverbindungen mit Russland, insbesondere mit Moskau, hin – sowohl im Luft- als auch im Schienenverkehr. Seinen Worten zufolge besuchen Belarussen immer häufiger die russische Hauptstadt, weshalb es notwendig sei, Bedingungen für eine komfortablere Reise zu schaffen. „Wir werden bald (wie mit Präsident Putin vereinbart) versuchen, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zu bauen. Damit es unseren Menschen besser geht und sie verstehen, dass es nirgendwo etwas Besseres gibt als unser Land“, sagte der belarussische Präsident.

„Schauen Sie sich um, informieren Sie sich – vielleicht finden Sie in Belarus etwas Nützliches für das Gebiet Jaroslawl“, schloss der belarussische Staatschef.
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