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03 April 2026, 11:17

Lukaschenko: Man muss Minsk entlasten und das Dorf erhalten 

Alexander Lukaschenko
Alexander Lukaschenko

MINSK, 3. April (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko äußerte sich bei der Eröffnung der neuen Poliklinik in der Hauptstadt zu den demografischen Prozessen und rief dazu auf, Minsk nicht zu übervölkern und das Dorf zu erhalten.

„Ja, wir werden hier und da ein wenig Wohnungen bauen. Aber denkt nicht, dass wir eine große Anzahl an Wohnungen bauen werden, wie früher in Minsk. Das liegt vor allem in eurem Interesse. Wenn wir Minsk übervölkern, werden wir erstens alle Arbeitskräfte in die Hauptstadt ziehen – das darf auf keinen Fall passieren. Ihr seht, wir haben bereits einen Arbeitskräftemangel in den Regionen, besonders in der Landwirtschaft. Aber wir alle wollen essen. Und zwar qualitativ hochwertig“, so das Staatsoberhaupt. „Wisst ihr, wie viel Aufmerksamkeit ich der Landwirtschaft widme? Und nicht einmal der Landwirtschaft, sondern der Rettung des Dorfes. Wir müssen das Dorf erhalten. Ohne das Dorf sind wir nichts. Wir werden bald mit dem Bus aufs Land fahren müssen, um die Kühe zu melken, wenn wir eine solche Politik betreiben. Deshalb muss auch dort gebaut werden. Und zweitens müssen wir Minsk entlasten. Ihr seht, dass es in den Stoßzeiten schon Wegesperren gibt.“
Alexander Lukaschenko stellte fest, dass es heute praktisch in jeder Familie ein oder sogar zwei Autos gibt und all diese Fahrzeuge Parkplätze benötigen. „Beim Bau – und ich kontrolliere die Baustellen in Minsk – berichtet mir der Bürgermeister und schreibt am Ende bereits: ‚Gibt es keinen Platz, um die Autos abzustellen, kann kein Wohnungsbau genehmigt werden.‘ Und nur durch eine Entscheidung des Präsidenten können wir hier und da gewisse Erleichterungen schaffen“, sagte der Präsident.

Er nannte es ein schreckliches Bild, wenn vor einem Haus buchständig alles mit Autos geparkt ist. „Das ist nicht gut. Aber so ist das Leben. Wir können es nicht mehr ändern. So ist es überall auf der Welt. Die Menschen werden wohlhabender. Sie kaufen Autos. Nicht um einen Luxusgegenstand zu besitzen, sondern um sich fortzubewegen“, so der belarussische Staatsführer.
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