MINSK, 19. Dezember (BelTA) – Der russische Raketenkomplex Oreschnik besteht mehr als zur Hälfte aus belarussischen Bauteilen. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko, Vorsitzender der Allbelarussischen Volksversammlung, in der zweiten Sitzung der 7. Allbelarussischen Volksversammlung in Minsk.
„Es wurde hier über den Raketenbau berichtet. Wir brauchen Raketen, weil wir verteidigungsfähig sein müssen. Etwas haben wir bereits im Raketenbau gelernt. Wladimir Putin hat mich eines Tages darauf aufmerksam gemacht, dass zum Beispiel die Oreschnik-Rakete zur Hälfte aus belarussischen Teilen besteht. Das wusste ich nicht so genau“
„Es stellte sich heraus, dass nur die technisch sehr komplexe Rakete in Russland gebaut wurde. Alles andere kommt aus Belarus“, betonte Alexander Lukaschenko.
Der Präsident äußerte sich auch über die weitere Entwicklung der Raketenproduktion in Belarus. „Wir brauchen eine eigene Rakete. Keine zweite Oreschnik-Rakete. Sie ist sehr teuer. Aber unsere eigene könnten wir auch in Kooperation mit Russland bauen. Unsere Experten sprechen eine gemeinsame Sprache. Einer davon, ein Russe, hat zu Sowjetzeiten am gemeinsamen Nuklearprojekt in Belarus mitgearbeitet. Seitdem liebt er unser Land. Er hat uns geholfen, einen geeigneten Standort für die Stationierung der Oreschnik-Rakete zu finden“, erzählte Lukaschenko.
Eine sehr wichtige Richtung ist Drohnen-Produktion. Drohnen werden heute nicht nur im Krieg eingesetzt. „Die ganze Welt baut Drohnen. Glaubt ihr, dass wir diese Branche nicht brauchen werden? Wenn nicht heute, dann morgen. Wir müssen rechtzeitig damit beginnen“, resümierte das Staatsoberhaupt.
