MINSK, 18. Dezember (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat in seiner Botschaft an das belarussische Volk und das Parlament eine Umgestaltung der Strategie zur Verwaltung internationaler Reserveaktiva vorgeschlagen.
„Für wichtige Projekte im Land werden immer Ressourcen gefunden. Übrigens verfügen wir über Rekordreserven an Gold und Devisen. Ist es wirklich notwendig, einen solchen Umfang zu haben, wie es uns die westlichen Systeme vorschreiben? Ich bin der Meinung, dass die Strategie zur Verwaltung der internationalen Reserveaktiva überarbeitet werden sollte“, schlug Alexander Lukaschenko vor.
Seiner Meinung nach sollte Geld arbeiten, und die Einnahmen, die die Nationalbank aus der Verwaltung der Reserven erzielt, sollten in die Realwirtschaft investiert werden – in die Modernisierung der Produktion, die Lokalisierung wichtiger Komponenten und lukrative Exportverträge.
„Auf meiner letzten längeren Dienstreise haben wir mit Fachleuten (die über die meisten Devisen verfügen) viel über Geld und Perspektiven gesprochen. Sie haben mich von einer Sache überzeugt, und ich stimme ihnen zu, da ich schon lange darüber nachdenke. Diese riesigen Devisenreserven in Höhe von Billionen weltweit könnten morgen schon für niemanden mehr von Nutzen sein, insbesondere angesichts der Politik, die die ehemalige Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika verfolgt hat. Und die derzeitige Regierung hat sich davon nicht distanziert“, betonte der Staatschef.
Der Präsident betonte, dass diese Reserven jederzeit beschlagnahmt und für illegal erklärt werden könnten, was im Grunde genommen einem Diebstahl gleichkäme.
