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Lukaschenko: Sperrung des russischen Markts für Belarus ist mit Sanktionen gleichzusetzen

Präsident 11.04.2019 | 11:58

MINSK, 11. April (BelTA) – Präsident Alexander Lukaschenko hat das Vorgehen russischer Partner bezüglich der Marktschließung für belarussische Betriebe mit Sanktionen verglichen. Das erklärte er heute in der Beratung mit dem Wirtschaftsblock der Regierung.

In der letzten Zeit erhalte er immer wieder Informationen darüber, dass der Handelspartner Russland immer neue Sanktionen gegen Belarus einführe, sagte der Staatschef. „Russland, das selbst unter Wirtschaftssanktionen lebt und diese verurteilt, verhängt nun gleiche Sanktionen gegen seinen nächsten Verbündeten“, sagte der Staatschef. Er warf Russland vor, belarussischen Betrieben den Zugang zum russischen Markt zu versperren. „Unter dem Vorwand, dass unsere Gurken, Karotten oder Salat nicht richtig schmecken. Oder auch dass wir unsere Produkte nicht aus vertrauenswürdigen Quellen liefern. Jeden Tag werden unsere Betriebe geschlossen. Uns bleibt der russische Markt verwehrt“, betonte Lukaschenko.

Vor einem Jahr wurde die belarussische Seite darüber informiert, dass sich die durch Belarus führenden Erdölpipelines und Rohölprodukt-Pipelines im defekten Zustand befanden. „Und uns wäre nichts anderes übrig geblieben, als die Pipelines für einige Tage zu schließen. Aber das haben wir nicht getan, weil wir wussten, welchen Schaden Russland davon tragen würde. Ich habe damals angeordnet, die Notreparatur durchzuführen, ohne dass die Ölproduktleitungen kurzzeitig außer Betrieb genommen werden. Das sind doch eben wichtige Pipelines für russische Ölexporte“, erzählte er.

Nun stehe diese Frage wieder an der Tagesordnung. Alexander Lukaschenko gab diesmal dem Vizepremier Igor Ljaschenko grünes Licht für die Reparaturarbeiten. „Wenn sie die Pipelines unbedingt reparieren müssen, dann stellen sie die Öltransporte vorläufig ein und reparieren sie die Leitungen. Denn alles Gute, was wir für Russland tun, geht nach hinten los. Man benimmt uns derart frech gegenüber, dass man uns praktisch an die Kandare genommen hat“, sagte der Staatschef.

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