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Lukaschenko: Staatliche Hilfe darf nicht pauschal und wahllos gewährt werden

Präsident 14.08.2019 | 13:35

KOSTJUKOWITSCHI, 14. August (BelTA) – Staatliche Unterstützung in verschiedenen Bereichen darf nicht pauschal und wahllos gewährt werden. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko heute bei einer Besprechung in Kostjukowitschi, wo er mit lokalen Behördenleitern die Umsetzung des Erlasses Nr.235 und des Programms zur Entwicklung südöstlicher Regionen des Gebiets Mogiljow bis 2020 erörterte.

So scharf reagierte der Staatschef auf den Bericht des Gebietsgouverneurs Leonid Sajaz und seine Bitten um staatliche Unterstützung und Präferenzen, vor allem im Wohnungsbau. „Sie sind seit kurzem Gebietsgouverneur und stellen gewisse Forderungen in Bezug auf das gesamte Gebiet. Uns interessieren heute aber nur 7 Kreise. Wenn Sie behaupten, dass mit genügend Wohnraum ganze Menschenströme in das Gebiet umziehen werden, so zeigen Sie mir zunächst diese Menschen. Wissen Sie genau, wie viele Menschen, die eine eigene Wohnung benötigen, in Ihrer Region wirklich bleiben und hier arbeiten werden? Auch wenn Sie hier neu sind, wird niemand Ihnen auf Anhieb etwas gewähren. Im Südosten der Region haben die Agrarier schlechte Arbeitsergebnisse vorzuweisen. Wer wird das zu verantworten haben?“, fragte der Präsident.

Im Hinblick auf die staatliche Unterstützung des Wohnungsbaus sprach sich Alexander Lukaschenko für den vorrangigen Bau von Produktionsbetrieben und Einrichtung von Arbeitsstellen aus. „Wie war es zu Sowjetzeiten: baut man ein Werk, baut man genügend Wohnraum. Nicht für alle, zuerst für Spezialisten. Dann für die anderen. Der Staat wird solche Vorhaben unterstützen. Wenn ein Produktionsbetrieb Waren herstellen und Geld verdienen wird, dann werden seine Mitarbeiter auf staatliche Unterstützung rechnen dürfen“, sagte der Staatschef.

Alexander Lukaschenko sagte dem Gebiet Mogiljow Unterstützung zu und stellte einige Bedingungen: Erstens müssen sich alle kräftig ins Zeug legen, vom Betriebsleiter bis zum Gebietsgouverneur. Zweitens muss jede beantragte Hilfeleistung gut kalkuliert und berechnet sein.

Alexander Lukaschenko machte erneut auf die Einhaltung der Arbeits- und Technologiedisziplin aufmerksam. „Ohne Disziplin ist alles sinnlos. Sie haben zum Beispiel 50 neue Mähdrescher gekauft. Werden Sie im Stande sein, diese Technik regelmäßig zu warten und zu pflegen?“

Die versiertesten Landwirte in Belarus arbeiteten ausgerechnet im Gebiet Mogiljow, bemerkte der Staatschef. „Es gibt keine besseren Landwirtschaftsexperten im ganzen Land als in Mogiljow. Sie wissen, was zu tun ist. Der Staat wird seine Mittel nicht unbegründet verpulvern. Suchen Sie selbst nach Finanzen, und der Staat wird Ihnen für konkrete Projekte den Rücken stärken“, sagte der Präsident.

Das Programm zur Entwicklung südöstlicher Regionen des Gebiets Mogiljow sei wirksam, so Sajaz. „In dieser Zeit (2015 – 2019) haben wir Br770 Millionen in wirtschaftliche und soziale Projekte im Gebiet investiert, 193 Unternehmen gegründet. Viel wichtiger ist aber, dass wir eine Massenabwanderung verhindert haben. Im ganzen Gebiet haben wir de facto 20.000 Menschen in Arbeit vermittelt. Dabei ist die Subventionsnot südöstlicher Regionen um ein Bedeutendes kleiner geworden“, sagte er.

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