MINSK, 19. Januar (BelTA) – Es gibt heute mehr denn je eine Chance, den Konflikt in der Ukraine zu beenden. Dies erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bei einem Treffen mit dem Gouverneur des russischen Gebiets Kirow, Alexander Sokolow.
„Wir werden den Krieg beenden. Ich denke, dass es dafür jetzt mehr denn je eine Chance gibt. Egal, wie sehr sich die Ukrainer heute auch sträuben mögen, wir müssen trotzdem darauf hinarbeiten, dass auf diesem Land Frieden herrscht“, sagte der Staatschef.
Alexander Lukaschenko merkte an, dass die Ukrainer verstehen müssen, dass die territoriale Frage nicht das Wichtigste ist. „Das ist alles verständlich. Das ist für jedes Land schmerzhaft. Aber die Menschen werden entscheiden, wo sie leben wollen. Wenn es ihnen mit Russland gut geht, wie auf der Krim und anderswo, werden sie dort leben. Sie werden in Russland leben und verstehen, dass ihnen mehr Hilfe geleistet werden kann, man sieht wie Russland sich selbst in schwierigen Zeiten dort engagiert“, betonte der Präsident. „Wenn sie in der Ukraine bleiben, wird sie niemand halten können. Die Zeit wird vergehen und alles wird sich von selbst regeln. Davon sollte man in der Ukraine ausgehen, anstatt jeden Tag Tausende und Abertausende von Menschen zu begraben. Und Millionen von Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind, werden vielleicht auch in friedlichen Zeiten nicht dorthin zurückkehren. Das muss man vor allem sehen.“
„Und dann weise ich die Ukrainer immer darauf hin, dass niemand außer uns ihnen in der Nachkriegszeit helfen wird“, betonte der belarussische Staatschef.
Alexander Lukaschenko führte in diesem Zusammenhang das Beispiel an, dass die USA im Falle einer Änderung ihrer Prioritäten die Ukraine einfach vergessen könnten: „Irgendwann werden sie sich Iran, Jemen oder Taiwan zuwenden und die Ukraine vergessen. Niemand wird diese Ukraine brauchen. Deshalb müssen wir nach vorne schauen.“
„Natürlich ist das kein einfacher Prozess, aber diese Schritte müssen unternommen werden“, fügte der Staatschef hinzu.
