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15 Januar 2026, 12:30

Lukaschenko umreißt Schlüsselprioritäten für das Gebiet Witebsk und seine Führung

Archivfoto
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MINSK, 15. Januar (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat bei der Entgegennahme der Personalentscheidungen zur Ernennung von Alexander Rogoschnik zum Vorsitzenden des Exekutivkomitees des Gebiets Witebsk die Schlüsselaufgaben sowohl für die Region als auch für die verantwortlichen Amtsträger genannt. 

„Ich möchte gleich für die Menschen in Witebsk sagen: Das ist kein Ausnahmezustand. Aber die Region benötigt einen gewissen Durchbruch“, erläuterte das Staatsoberhaupt seine personelle Entscheidung zur Ablösung des Gouverneurs.  
Der Präsident wies darauf hin, dass am 24. Oktober des vergangenen Jahres in Witebsk eine Beratung zur Entwicklung der Region stattgefunden hat, die sich derzeit in einer schwierigen Situation befindet. Und Alexander Lukaschenko rechnet damit, dass die lokalen Kräfte mobilisieren und das umsetzen werden, was besondere Aufmerksamkeit erhalten hat.

„Wir haben einfach auf die übliche Weise gearbeitet, darüber wurde bereits viel gesprochen. Man muss mit einem frischen Blick auf die dort existierenden Probleme schauen und handeln“, gab das Staatsoberhaupt als Orientierung vor.

Er betonte, dass man nicht darf, die Witebsker Region ohne gebührende Aufmerksamkeit zu lassen oder sie zu „verlassen“. Obwohl aus wirtschaftlicher Sicht für das Land die landwirtschaftlichen oder industriellen Produktionsmengen, die die Witebsker Region liefert, nicht kritisch sind.
„Ohne die Produkte, insbesondere der Landwirtschaft, die die Witebsker Region heute produziert, kann das Land problemlos auskommen. Und der Botschafter in Russland (Alexander Rogoschnik war vor seiner Ernennung zum Vorsitzenden des Exekutivkomitees des Gebiets Witebsk als Botschafter von Belarus in Russland tätig. –  Anm. BELTA) weiß das wie kein anderer. Gott gebe, dass wir das verkaufen und verbrauchen können, was wir heute ohne die Witebsker Region produzieren. Aber das Gebiet Witebsk ist ein Teil unseres Landes, dort leben gute Menschen. Wir können sie nicht verlieren. Zumal sind dort enorme Ressourcen konzentriert. Man muss sich einfach auf diese Ressourcen neu ausrichten, auf die Menschen schauen, die dort arbeiten, ihre Probleme lösen (die, die wir lösen müssen, und vor allem – auf Regionsebene) und dann von ihnen Leistung fordern“, erklärte Alexander Lukaschenko. 

„Wir können die Witebsker Region auf keinen Fall verlassen. Noch einmal betone ich: Wenn wir aus Produktionssicht darauf verzichten können, sind das keine Äußerungen der Macht, dass wir unseren Norden vergessen sollten“, fügte der Präsident hinzu.

Warum gerade Rogoschnik und was erwartet der Präsident von ihm

Bezüglich der Kandidatur für den neuen Vorsitzenden des Gebietsexekutivkomitees merkte der Präsident an, dass die Ernennung auf die neue Position für Alexander Rogoschnik keine Neuigkeit gewesen ist. „Wir haben uns getroffen, darüber gesprochen. Ich verstehe, dass dies kein einfacher Schritt ist, mir war das bewusst, daher habe ich mich am Vorabend getroffen und diese Probleme mit ihm besprochen“, sagte das Staatsoberhaupt. 

Er erinnerte seinen Bevollmächtigten für die Region und den ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Gebietsexekutivkomitees erneut daran, dass sie gemeinsam mit dem Leiter der Region in erster Linie für das Geschehen in der Witebsker Region verantwortlich sind. Und das Staatsoberhaupt erwartet schnelle und effektive Maßnahmen.

Er betonte, dass die für die Entwicklung der Region verantwortlichen hochrangigen Amtsträger jede erdenkliche Unterstützung leisten werden.

Welche „Wunder“ es in der Landwirtschaft nicht geben sollte 

Und wenn die lokalen Behörden die Lösung aktueller Aufgaben im Bereich der Wohnungskommunalwirtschaft bewältigen, sogar unter Bedingungen starken Schneefalls, so gibt es in anderen für das Land prioritären Bereichen noch viel zu tun.

Alexander Lukaschenko warnte auch davor, dass in der Regierung eine Besprechung geplant ist, unter anderem zur Lage in der Landwirtschaft. 

Seinen Worten zufolge wurde dem Premierminister die Aufgabe erteilt, die Witebsker Region mit allem Nötigen zu versorgen, um angemessene Bedingungen für die Haltung von Kälbern zu organisieren, was in der Zeit des Winterfrosts besondere Aktualität erlangt. Kälber sollten nicht im Freien in Plastikboxen, sondern zumindest unter einem Dach untergebracht sein.

Wie der Präsident bemerkte, gibt es derzeit genug Beispiele für herzlosen Umgang mit Vieh in der Landwirtschaft. Das Staatsoberhaupt wies die verantwortlichen Personen an, dem neuen Leiter der Region Informationen über diese und andere zuvor festgestellte Mängel zu übermitteln.

Aufgabe „für drei“

Zu den prioritären Aufgaben im Agrarindustriekomplex für die Witebsker Region zählte der Präsident den Bau von Milchviehkomplexen, Komplexen für die Mast und Reproduktion von Rindvieh sowie von Schweinen.

Potenzial in der Industrie und lokale Alternativen zu Erdgas

Gesondert ging das Staatsoberhaupt auf Fragen der Entwicklung des Industriesektors der Witebsker Region ein, wo es ebenfalls problematische Aspekte gibt. Alexander Lukaschenko sieht die Notwendigkeit, das Potenzial von holzverarbeitenden Betrieben und des Flachskombinats stärker zu nutzen.
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