MINSK, 2. Oktober (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die Aussage des russischen Präsidenten Wladimir Putin beim Waldai- Diskussionsklub unterstützt, dass die Welt an einem Wendepunkt steht. Das erklärte der belarussische Staatschef bei einem Treffen mit den Leitern der Delegationen, die an der Sitzung des Eurasischen Zwischenstaatlichen Rates in Minsk teilnehmen.
In seiner Rede auf der Plenarsitzung des 23. Jahrestreffens des Internationalen Waldai-Diskussionsklub erklärte Wladimir Putin, dass die Welt an einen entscheidenden Wendepunkt in ihrer Entwicklung gelangt sei und die Menschheit in eine völlig neue Realität eingetreten sei.
Alexander Lukaschenko unterstützte den Standpunkt des russischen Staatschefs, dass die Welt an einem Wendepunkt stehe, und betonte, dass es derzeit sogar schwer einzuschätzen sei, wie ernst dieser Wendepunkt sei.
„Die Welt verändert sich derzeit sehr gravierend. Sehr gravierend. Und was wir heute geplant haben, kann morgen schon unmöglich sein. Aufgrund der sich verändernden Bedingungen in dieser verrückten Welt. Es herrscht ein erbitterter Wettbewerb“, darauf machte Alexander Lukaschenko aufmerksam.
„Der russische Präsident hatte gestern völlig recht, dass wir uns an einem solchen Wendepunkt befinden. Selbst wir verstehen heute nicht, wo wir stehen und wie ernst dieser Wendepunkt in der Geschichte der Weltzivilisation ist“, sagte der belarussische Staatschef.
Der Präsident bemerkte, dass es für ihn eine Ehre und Freude sei, mit den Regierungschefs zusammenzutreffen – mit Menschen, die sich in ihren Ländern mit dem wichtigsten und schwierigsten Thema befassen, der Wirtschaft.
„Das Wichtigste im Leben ist die Wirtschaft. Die Menschen betrachten das Leben doch in erster Linie aus wirtschaftlicher Sicht (nicht nur bei uns – schauen Sie, in Amerika wird das Benzin nur ein wenig teurer, schon gibt es eine Revolution, Geschrei und dergleichen). Sie sind in Ihren Ländern die wichtigsten Personen, was die Wirtschaft angeht“, bemerkte Alexander Lukaschenko an die Regierungschefs gewandt.
In diesem Zusammenhang erwähnte der Präsident auch das Treffen mit dem russischen Regierungschef Michail Mischustin, das vor Beginn der Veranstaltung stattgefunden hatte. Der russische Premierminister berichtete dem belarussischen Staatsoberhaupt unter anderem über Russlands Pläne für die nächsten drei Jahre im wirtschaftlichen Bereich mit Schwerpunkt auf Finanzen. „Das sind beeindruckende Pläne“, findet Alexander Lukaschenko. „Wenn es in Russland gelingt, wird es uns nicht schlechter gehen – nicht nur in Belarus, sondern uns allen im postsowjetischen Raum. Gott gebe, Michail Wladimirowitsch, dass die Umsetzung dieses Plans gelingt.“
