MINSK, 4. August (BelTA) – Bei einer Beratung beim Präsidenten von Belarus zur Frage der Schaffung der Akademie für Intelligente Technologien wurde das Konzept der Universität der Zukunft ausführlich dargelegt.
Wie Bildungsminister Andrej Iwanez berichtete, wird die Umsetzung der experimentellen Programme der Akademie in vollem Umfang nur durch die Auswahl motivierter und begabter Menschen möglich sein. Die Fachleute sind der Ansicht, dass diese experimentellen Programme bei einem Massenzugang nicht den gewünschten Effekt erzielen würden.
„Wir müssen die Türen für Absolventen von Berufskollegs öffnen, für jene jungen Leute, die bereits heute an einer Hochschule studieren, sich bewährt haben und an dieses neue Bildungszentrum wechseln möchten. Im entsprechenden Erlassentwurf ist ein solcher Bildungsweg ebenfalls vorgesehen“, betonte der Bildungsminister. Er erläuterte, dass Studierende, die an das Zentrum wechseln möchten, ein Vorstellungsgespräch und eine interne Prüfung ablegen müssten.
„Die Sieger internationaler und landesweiter Olympiaden müssen wir direkt von der Schulbank weg holen, um keinen zeitlichen Leerlauf entstehen zu lassen, in dem sie schwanken könnten, ob sie eine einheimische Bildungseinrichtung wählen oder an eine andere Universität gehen“, stellte Andrej Iwanez fest.
Der Bildungsminister betonte, dass in der Akademie der Schwerpunkt auf die Erzielung eines realen Nutzens für die Wirtschaft gelegt worden sei. Die Ausbildung werde in den Bereichen Naturwissenschaften und Ingenieurtechnologien erfolgen. Die Fachkräfte würden in der Entwicklung zukunftsweisender und moderner Technologien geschult, die in Belarus und im Ausland vermarktet werden.
„Der Schwerpunkt wird auf Projektschulungen liegen. Die Grundausbildung werden wir in den ersten beiden Kursen geben. Dies wird ein anstrengendes und mühsames Studium sein. Ab dem dritten Jahr beginnt tatsächlich eine individuelle Ausbildung: ein bestimmtes Projekt, eine bestimmte technologische Herausforderung und ein Unternehmen, für das ein Spezialist oder ein interdisziplinäres Team die Aufgaben lösen wird“, betonte Andrej Iwanez.
Als einen der wichtigsten Tätigkeitsbereiche des Bildungszentrums nannte er die Lösung der Personalfrage: "Wir müssen die Kontinuität der Generationen sicherstellen. In einer Reihe von Bereichen haben wir eine Alterung des Personals - das sehen wir sowohl an den Universitäten als auch an der Akademie der Wissenschaften. Diesen Trend müssen wir umkehren, neue Wissenschaftler, Lehrer, Cheftechnologen aufziehen. "
Bei der Arbeit an der Schaffung des neuen Bildungszentrums wurden die Erfahrungen führender Hochschulen Russlands und Chinas untersucht. „Wir haben uns die zukunftsweisenden Richtungen angesehen, uns angeschaut, wie der Bildungsprozess organisiert ist und wie darin nicht nur Studierende, sondern auch Lehrende, Absolventen und der reale Wirtschaftssektor eingebunden sind“, sagte Andrej Iwanez. Berücksichtigt wurde auch die klassische einheimische Bildung, die sich durch die Kombination von Grundkursen in Fundamentalfächern mit praktischen Laborübungen auszeichnet. In diesem Zusammenhang betonte der Bildungsminister, dass auf der Grundlage der Akademie für Intelligente Technologien nicht nur klassische Hochschulen, sondern auch wissenschaftlich-pädagogische Laboratorien geschaffen werden sollen.
