MINSK, 29. Januar (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat einen Bericht des Generaldirektors der offenen Aktiengesellschaft „Agrokombinat Dserschinski“ Wladimir Lukjanow entgegengenommen.
„Es ist wichtig, dass der Eigentümer über gewisse Geldreserven verfügt. Das ist verständlich. Man sollte jedoch derzeit kein Geld sparen, damit es irgendwo ungenutzt herumliegt, selbst auf Bankkonten. Es ist besser, in das Geschäft zu investieren. Und das ist notwendig. Wir werden Sie dazu anregen. Vor allem staatliche Personen, staatliche Unternehmen. Und auch private. Sie wenden sich an uns, um Unterstützung zu erhalten. Deshalb muss man investieren. Und wo soll man investieren? Man muss in Unternehmen, Kolchosen, Sowchosen investieren, man muss in Land investieren. Denn dort gibt es Futter und Getreide, das Sie für Ihr Geflügel brauchen. Und wenn es Schweinefleisch gibt, noch etwas anderes... Sie können Schweine und vor allem Geflügel nicht mit Heu, Stroh oder Silage füttern – Sie brauchen Getreide. Deshalb muss man investieren“, so der Staatschef.
„Es ist gut, dass Sie sich weiterentwickeln. Echt riesig (gemeint ist der Agrarkombinat – Anm. BelTA). Sie arbeiten rentabel. Diese Zusammenschlüsse müssen sehr vorsichtig angegangen werden“, fügte Alexander Lukaschenko hinzu.
Der Präsident erkundigte sich, in wie vielen Regionen des Landes das Agrarkombinat „Dserschinski“ bereits tätig ist.
„In neun Kreisen des Gebiets Minsk. Derzeit wird die Frage der Eingliederung des Fleischkombinats Orscha geprüft, zu dem noch vier weitere Unternehmen gehören. Diese befinden sich in den Kreisen Orscha und Tolotschin“, antwortete Wladimir Lukjanow.
„Darüber müssen Sie ernsthaft nachdenken. Das Wichtigste ist, dass man Ihnen dort nichts zusätzlich aufzwingt. Denn Sie haben ein riesiges Unternehmen“, bemerkte der belarussische Staatschef.
Dennoch zeigte sich Alexander Lukaschenko zuversichtlich, dass der Leiter des Agrarkombinats „Dserschinski“ organisatorisch zur Entwicklung der Produktion beitragen kann.
„Ich möchte, dass Sie sich das auch ansehen. Vielleicht irgendwo im Westen des Gebiets Witebsk, um eine Integrationsstruktur unter Kontrolle zu bringen. Mit Ihrer Erfahrung werden Sie das dort schneller schaffen“, bemerkte der Präsident.
Der Präsident erkundigte sich auch, wie viel Land derzeit zur Struktur „Dserschinski“ gehört. Der Leiter des Agrarkombinats berichtete, dass es 130.000 Hektar sind.
„Wir haben wahrscheinlich nicht einmal einen solchen Kreis im Land. Und Sie haben so viel Land und Produktion“, bemerkte der Staatschef.
Alexander Lukaschenko betonte angesichts der Struktur des Agrarkombinats, in dem die Geflügelzucht einen bedeutenden Anteil ausmacht, die Bedeutung der Futtermittelversorgung.
