MINSK, 20. April (BelTA) - Europa will derzeit keine Konfrontation mit Belarus und Russland, ganz gleich, wie die Rhetorik der europäischen Staats- und Regierungschefs auch sein mag. Das sagte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko im Interview mit dem Fernsehsender RT.
Der RT Journalist Rick Sanchez fragte Alexander Lukaschenko, ob er glaube, dass die Europäer einen Krieg gegen Belarus und Russland wollten. Die Frage bezog sich auf die Kriegsrhetorik einzelner europäischer Staats- und Regierungschefs, beispielsweise des Bundeskanzlers Friedrich Merz.
„Nein, das ist unmöglich. Zumindest jetzt wollen sie das nicht. Wie wird es morgen sein? Die Zeit wird es zeigen. Denn die Welt ist so turbulent, so unberechenbar, dass unklar und unbekannt ist, was morgen sein wird, geschweige denn übermorgen“, sagte der Präsident. „Sie wollen keine Konfrontation mit Belarus und Russland. Auf keinen Fall. Das glaube ich nicht, egal welche Kriegsrhetorik dort auch herrscht.“
Der belarussische Staatschef begründete seine Meinung unter anderem mit der Tatsache, dass sich die Beziehungen Europas zu den USA derzeit nicht sehr gut entwickeln und ein militärischer Konflikt mit Belarus und Russland für die Europäer schlecht enden könnte. In diesem Zusammenhang fragte der Journalist das Staatsoberhaupt, ob er glaube, dass ein solches Militärbündnis wie die NATO bald nicht mehr existieren werde.
„Nein. Selbst wenn Trump die Entscheidung treffen sollte, die NATO aufzulösen, wird er nicht genug Zeit haben, dies umzusetzen. Es werden andere Leute kommen, die die NATO retten werden“, so Alexander Lukaschenko.
„Und auch Trump und seine Leute verstehen, dass die NATO nicht nur Sprengköpfe und das Geld der Vereinigten Staaten von Amerika bedeutet. Sie ist ein gewaltiger Brückenkopf der Vereinigten Staaten von Amerika gemeinsam mit ihren Verbündeten auf dem eurasischen Kontinent.“
