MINSK, 20. April (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko rät den USA, sich mit Venezuela zu einigen und Präsident Nicolás Maduro freizulassen. Das sagte das Staatsoberhaupt in einem Interview mit dem Fernsehsender RT.
„Was werdet ihr mit Maduro machen? Wenn ihr noch nicht völlig durchgedreht seid, müsst ihr euch zurückziehen. Ihr müsst keine Fehler eingestehen oder sonst etwas. Zieht euch zurück und lasst diesen Mann frei, einigt euch mit Venezuela“, erklärte Alexander Lukaschenko. „Sie werden in Venezuela schon selbst eine Einigung erzielen, denn sie wissen, was die Vereinigten Staaten von Amerika sind, genauso wie die anderen Staaten.“
In Venezuela habe es viele Probleme gegeben, gab Lukaschenko zu. Die Menschen seien mit der Regierung unzufrieden gewesen. „Die USA hatten deshalb kein Problem damit gehabt, dort einzufallen und den Staatschef zu entführen“, sagte Alexander Lukaschenko und äußerte dennoch die Überzeugung, dass Washington sich mit Caracas hätte einigen können.
„Warum sage ich das? Weil wir diese Frage mit der US-Delegation diskutiert haben. Absolut pragmatische Leute. Ich habe ihnen gesagt: Ihr müsst nicht gegen die Venezolaner kämpfen, mit ihnen muss man sich einigen“, betonte er.
Das Öl, das in Venezuela gefördert werde, werde sowieso zur Weiterverarbeitung in die USA geliefert. Auch in dieser Frage, so der belarussische Präsident, hätten sich die Amerikaner mit Nicolás Maduro einigen können. Dennoch habe man in Washington beschlossen, den Präsidenten Venezuelas zu entführen, der „das Diktat der USA nicht mehr ertragen konnte“.
