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03 März 2026, 13:40

„Nicht geografisch, sondern philosophisch.“ Lukaschenko erklärt die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Simbabwe

Archivfoto
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MINSK, 3. März (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Simbabwe weniger durch die geografische Lage des Landes erklärt, sondern vielmehr durch dessen Bedeutung als Eingangstor für die Entwicklung der Beziehungen zu anderen Staaten Afrikas. Das erklärte er bei einer Personalentscheidung zur Ernennung des belarussischen Botschafters in Simbabwe.

„Simbabwe ist – nicht geografisch, sondern philosophisch – der Eingang, das Tor nach Afrika“, erklärte das Staatsoberhaupt die Bedeutung dieses Landes für Belarus.

Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass sich in Afrika die Zusammenarbeit gerade mit Simbabwe am aktivsten entwickelt und dies spürbare gute Ergebnisse bringt. „Wir haben ihnen geholfen, die notwendige Getreideernte zu erzielen (obwohl das wohl erst die Hälfte des Möglichen ist). Und sie haben sich selbst mit Nahrungsmitteln versorgt. Nach und nach kommen wir im Gesundheitswesen, im Bildungswesen und in anderen Bereichen voran. Sie kaufen unsere Technik, wir bilden diese Leute aus, lehren sie, wie man damit arbeitet, geben Technologien weiter. Und sie erzählen darüber in ganz Afrika“, sagte der Präsident.

Besonders betonte das Staatsoberhaupt die Rolle des simbabwischen Staatschefs Emmerson Mnangagwa. „Das Wichtigste ist, dass Präsident Mnangagwa, der in Afrika hohes Ansehen genießt, unser bester Propagandist und Agitator ist. Alle Präsidenten hören auf ihn, und er sagt direkt: Die Belarussen haben uns gerettet, sie haben unsere Ernährungssicherheit gewährleistet.“ 

„Aus dieser Sicht ist das für uns das Tor“, präzisierte Alexander Lukaschenko. Und führte als Beispiel die Zusammenarbeit mit Mosambik an, das, da es in der Nähe von Simbabwe liegt und die Ergebnisse der Interaktion mit Belarus sieht, ebenfalls Interesse an einer Aktivierung der Beziehungen bekundet hat. „Sie wollen sehr, dass wir ihnen ebenfalls helfen. Und das ist für uns vorteilhaft. Es ist die Küste, dort gibt es Häfen, die in Ordnung gebracht werden müssen. Simbabwe hat, wie auch wir, keinen Zugang zum Meer, aber über Mosambik können wir ohne Weiteres unsere Waren nach ganz Südafrika und vielleicht noch weiter liefern“, so der belarussische Staatschef.

Der Präsident wandte sich an den neuen Botschafter und legte klar die Prioritäten für seine Arbeit fest: „Dort wirst du dich reinhängen und Ergebnisse liefern müssen. Wenn es dieses Ergebnis nicht gibt (und ich treibe doch von hier aus unsere Unternehmer an, damit sie hinfahren und arbeiten – sowohl Privatleute als auch Staatsbetriebe und Leiter), dann werden sie mir sofort sagen, dass der Botschafter der Falsche ist.“

Was Igor Marschalow betrifft, der bislang die belarussische diplomatische Mission in Simbabwe leitete, sagte das Staatsoberhaupt: „Anscheinend ist es nicht seine Arbeit. Ein junger Kerl. Wir wollen niemanden verlieren. Wenn es nicht klappt, muss man natürlich eine andere Kandidatur suchen. Wir haben eine gefunden.“


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