Mobile Version
Projekte
Services
Staatsorgane

Personalwechsel in oberer Etage: Krutoi ist erster Vizepremier, Turtschin geht als Gouverneur ins Gebiet Minsk

Präsident 29.11.2019 | 17:56
Krutoi, Turtschin, Lukaschenko, Kotschanowa (v.l.n.r.)
Krutoi, Turtschin, Lukaschenko, Kotschanowa (v.l.n.r.)

MINSK, 29. November (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die Entscheidung getroffen, den Wirtschaftsminister Dmitri Krutoi zum ersten stellvertretenden Premier zu befördern. Er löst auf diesem Posten Alexander Turtschin ab, der zum Gouverneur des Gebiets Minsk ernannt wurde.

Dmitri Krutoi, Alexander Turtschin
Dmitri Krutoi, Alexander Turtschin

„Wir werden mit Ihnen darüber sprechen, wie die Regierung im nächsten Jahr zusammengesetzt wird. Daraus habe ich keinen Hehl gemacht: die wichtigsten Umbesetzungen finden statt, nachdem die Ressortminister die Rechenschaft über ihre Arbeit abgelegt haben werden. Ich habe auch früher im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen nicht nur eine neue Regierung gebildet, sondern die gesamte Machtvertikale, damit die Wähler sehen, mit wem der amtierende Staatschef im Falle seines Wahlsieges weiter arbeiten wird“, sagte Alexander Lukaschenko.

Es sei an der Zeit, den ersten Vizepremier Alexander Turtschin als einen „selbstständigen Entscheidungsträger“ auf die Probe zu stellen, sagte der Staatschef. Er solle nun wirklich zeigen, wozu er das Zeug habe. „Turtschin scheidet praktisch aus einem Regierungsamt, in dem er für wirtschaftliche Fragen zuständig war. Ich glaube, dass er in diesem Posten vom Wirtschaftsminister abgelöst werden könnte. Bei dieser Gelegenheit könnten wir uns überlegen, wen wir für das Amt des Wirtschaftsministers vorschlagen könnten“, sagte der Staatspräsident.

Im Gebiet Minsk finde der Führungswechsel nur aufgrund des gesundheitlichen Zustandes des amtierenden Gouverneurs Anatoli Issatschenko statt, führte Alexander Lukaschenko aus. Er habe seine Aufgaben gut wahrgenommen und werde nach dem Ausscheiden aus dem Amt einige Handlungsbereiche im Gebiet betreuen.

Für Turtschin ist die Region Minsk keine terra incognita. In den Jahren 2010-2012 leitete er das Wirtschaftskomitee in der Gebietsregierung und war in der Zeitperiode 2010-2015 Vizevorsitzender des Gebietsexekutivkomitees. „Issatschenko kennt sich in der aktuellen wirtschaftlichen Situation in der Region aus. Er wird Ihnen als Bevollmächtigter des Präsidenten im Gebiet Minsk zur Seite stehen“, betonte der Staatschef.

Dmitri Krutoi wurde als Kandidatur für das Amt des ersten Vizepremiers zu seiner Zeit auch von Alexander Turtschin selbst unterstützt. Der jetzige Wirtschaftsminister sei einer der ab besten geeigneten Spezialisten in der Regierung, sagte er.

„Ich glaube, sie werden eine gute Kandidatur für den Ministerposten vorschlagen. Das soll ein Patriot des Landes sein, der sowohl mit dem Westen als auch mit dem Osten auf hoher Ebene kommunizieren wird. Die Erarbeitung der Fahrpläne für Integration mit Russland werden wir im Moment keinem anderen überlassen. Krutoi ist Leiter der belarussischen Arbeitsgruppe. Die Erarbeitung der Road Maps ist bald zu Ende. Später wird der neue Minister , wenn die Arbeitsgruppen mit ihren Aufgaben erfolgreich fertig sind, dieses Projekt ruhig weiter betreuen“, fügte Lukaschenko hinzu.

Wie berichtet hat sich der Staatschef heute mit dem Vorsitzenden des Rates der Republik Michail Mjasnikowitsch getroffen. Seine Kandidatur wurde für das Amt des Vorsitzenden des EAWK-Kollegiums vorgeschlagen. Im Februar 2020 übernimmt Belarus die EAWU-Präsidentschaft. Hauptthemen des Arbeitstreffen bei Lukaschenko waren deshalb Perspektiven der belarussischen Präsidentschaft in unterschiedlichen Integrationsstrukturen auf dem postsowjetischen Raum.

Die Kandidatur von Michail Mjasnikowitsch für den Vorsitzenden des EAWK-Kollegiums sei gründlich analysiert und vorbereitet worden, betonte Lukaschenko. „Natürlich haben wir darüber nachgedacht, wen wir empfehlen sollen. Es gab allerdings einige Freiwillige. Aber ich denke, dass nur Sie dieser Aufgabe gewachsen sind. Alle anderen Bewerber sind entweder schwächer, haben weniger Erfahrungen oder ihnen mangelt es an diplomatischem Geschick. Sie haben alle Eigenschaften, die man für diesen Posten braucht.“

Wie bereits berichtet, wurde Stanislaw Sas am 28. November auf dem Gipfel der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit für das Amt des Generalsekretärs der Organisation genehmigt. Die Entscheidung über die Ernennung des belarussischen Vertreters wurde im Anschluss an die Entscheidung des Kollektiven Sicherheitsrates von 2015 getroffen, der die Ernennung von Generalsekretären auf Rotationsbasis gemäß dem russischen Alphabet klar regelt. Nach Armenien folgt Belarus, das ab dem 1. Januar 2020 Belarus diese Aufgaben wahrnehmen wird.

Druckversion
Nachrichten der Rubrik Präsident
Letzte Nachrichten
Alle Nachrichten
Wetter
Minsk
Baranowitschi
Bobruisk
Borissow
Brest
Warschau
Vilnius
Witebsk
Gomel
Grodno
Shlobin
Kiew
Kiew
Lida
Minsk
Mogiljow
Mogiljow
Mosyr
Moskau
Orscha
Polozk
Riga
Sankt Petersburg
Soligorsk
Soligorsk