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Von Milchkomplexen bis IT-Projekte: Kooperationsaussichten zwischen Belarus und Usbekistan

Präsident 01.08.2019 | 14:29
Shavkat Mirziyoyev und Alexander Lukaschenko
Shavkat Mirziyoyev und Alexander Lukaschenko

MINSK, 1. August (BelTA) - Die Stärkung der Beziehungen in Handel und Wirtschaft steht im Fokus der belarussisch-usbekischen Beziehungen. Das erklärte der belarussische Präsident, Alexander Lukaschenko, bei Gesprächen mit dem Präsidenten Usbekistans, Shavkat Mirziyoyev, im erweiterten Kreis.

„Die Stärkung von Beziehungen in Handel und Wirtschaft steht nach wie vor im Fokus. Unabhängiges Usbekistan hat einen Durchbruch bei der Diversifizierung der nationalen Wirtschaft gemacht. Man hat neue Branchen geschaffen: Automobilbau, Öl- und Gaschemie, Produktion von Landwirtschaftstechnik. Belarus will Zusammenarbeit mit Usbekistan unter anderem durch die Verwirklichung von gemeinsamen Investitionsprojekten ausbauen“, sagte Alexander Lukaschenko.

Der belarussische Staatschef betonte, dass der Warenumsatz in den letzten Jahren wesentlich gewachsen ist, aber noch nicht dem vorhandenen Potenzial entspricht. „Wir können das Handelsvolumen erheblich erhöhen. Wir geben einen Warenumsatz von etwa $200 Mio. an. In der Wirklichkeit haben wir gute $500 Mio., wenn man die Vermittler mitzählt. Man muss Ordnung schaffen. Das betrifft nicht nur belarussische Exporte, sondern auch Importe aus ihrem Land. Die Nachfrage nach usbekischen Baumwollfasern, Garn, Früchten und anderen Waren in unserem Land ist sehr hoch“.

Im vorigen Jahr haben die Seiten während des Besuches des belarussischen Präsidenten in Usbekistan die Gründung einiger Milchviehbetriebe durch belarussische Entwicklungs- und Bauunternehmen vereinbart. Man wollte sie mit belarussischer Technik ausstatten. Zurzeit gibt es nur ein Gemeinschaftsunternehmen im Gebiet Taschkent, sein Mitbegründer ist der Milchbetrieb „Sdrawuschka-milk“.

„Wir müssen diese drei Projekte abschließen und Milchverarbeitungsbetriebe bauen, um die Erzeugnisse nicht nur in Usbekistan, sondern auch in Nachbarstaaten, zum Beispiel in Afghanistan verkaufen zu können. Wir haben vielleicht Finanzprobleme. Wir haben schon einen Lieferplan für 1,5 Tsd. Stück Rinder nach Usbekistan für 2019-2020 vorbereitet“.

Der Präsident hob intensive Zusammenarbeit in Pharmabranche hervor. Die Seiten verwirklichen drei gemeinsame Projekte in Usbekistan: Produktion von Dialysatoren und Dialyserohren für Kranken, die an Niereninsuffizienz leiden, Herstellung von Antibiotika sowie von Antiseptika und Desinfektionsmitteln. Man denkt über einheitliche Produktionsplattform der Pharmaholding „Belpharmprom“ in Usbekistan nach.

Leichtindustrie ist der Meinung der belarussischen Seite nach eine der zukunftsträchtigen Kooperationsbranchen. Belarus schafft in Usbekistan traditionell Baumwollgarn, Trikotgewebe, Mieder- und Strumpfwaren an. „Belarussische Betriebe können auch künstliche Textilstoffe, Strickwaren, Mieder- und Strumpfwaren exportieren. Unsere Fabriken liefern Stoffe und Posamentierwaren für GUS-Streitkräfte. Wir sind an engerer Zusammenarbeit mit Usbekistan interessiert“, erklärte der Präsident. Als Beispiel führte er die Herstellung von Schuhen und Schafpelzen durch die Holding „Marko“ in Usbekistan an.

Alexander Lukaschenko nannte die IT-Branche eine aussichtsreiche Kooperationsrichtung. Er unterstrich, dass in Belarus Informationssysteme in Bereichen Staatsverwaltung, Transport, Finanz- und Kredittätigkeit erfolgreich entwickelt werden. Belarussische Unternehmen haben ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt bewiesen. „Wir schlagen vor, Projekte zur Einführung des automatisierten Systems der Erdgaserfassung mit Einsatz belarussischer Software und Gaszähler, zur Modernisierung und Automatisierung der Erdgasverteiler- und Transportnetze in Usbekistan umzusetzen. Wenn diese Projekte unterstützt werden, so machen wir uns an ihre praktische Durcharbeitung“, hob der Staatschef hervor.

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