MINSK, 17. Februar (BelTA) - Der Präsident von Belarus, Alexander Lukaschenko, hat heute den Regierungsbericht für 2025 entgegengenommen und ist auf einen Umstand aufmerksam geworden. Reallöhne wachsen stärker als Arbeitsproduktivität.
Zum Thema „Arbeit und Löhne“ sagte das Staatsoberhaupt: „Es ist die Quintessenz aller Wirtschaftsprogramme. In jedem Programm setzen wir immer ein richtiges Ziel – der Wohlstand der Bevölkerung soll wachsen. Qualitatives Wachstum muss durch effektive Arbeit gewährleistet werden.“
„Im Moment aber übersteigt das Reallohnwachstum die Arbeitsproduktivität“, bemerkte der Präsident. „Wuchs die Arbeitsproduktivität im Jahr 2025 um 1 Prozent, wuchsen die Reallöhne um 9 Prozent. Der durchschnittliche Lohn lag bei Br2693 oder $886. Außerdem hält dieser Trend nicht das erste Jahr an. Was ist der Preis für so einen Wohlstand?", fragte Alexander Lukaschenko.
Der Präsident wies darauf hin, dass der Ministerrat seine Entscheidung über die Einhaltung des Leistungs-Gehalt-Koeffizienten, der eine Einheit überschreiten sollte (jetzt 0,93), ausgesetzt hat.
„Einerseits versichern Sie, dass wir mit den hohen Löhnen die notwendigen Fachkräfte halten. Aber nach der Arbeitsproduktivität bleiben wir den entwickelten Ländern zurück – um das Doppelte oder gar Dreifache. Vieöeicht Vielleicht sollten wir daran etwas korrigieren?“, fragte das Staatsoberhaupt.
„Ich fordere nicht, die Einkommen der Werktätigen pauschal zu kürzen. Ich verlange, dass alle Ströme in der Wirtschaft ausgeglichen sind. Damit wir später keine Helden spielen und unsere Fehler korrigieren müssen. Oder noch schlimmer – unsere Fehler den zukünftigen Managern überlassen“, betonte Alexander Lukaschenko.
