MINSK, 18. Dezember (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat in seiner Botschaft an das belarussische Volk und das Parlament Ansätze zur Digitalisierung dargelegt.
Der Präsident wies auf die Notwendigkeit der Entwicklung der nationalen IT-Industrie hin und ging gesondert auf die Digitalisierung des Alltagslebens ein. „Wir entwickeln E-Government-Technologien, schaffen digitale Plattformen und Dienste. Aber ist der Effekt für die Bevölkerung sichtbar? Verstehen die Menschen, welche Möglichkeiten sich für ihren Komfort eröffnen? Ich denke, nicht immer und nicht alle“, bemerkte Alexander Lukaschenko.
Der Staatschef erklärte, dass in Belarus die Möglichkeit der Schaffung eines einheitlichen Dienstes geprüft werden müsse, der in der Lage sei, schnell und kompetent auf Fragen zu reagieren. „Er sollte zu einem universellen Zentrum für Rückmeldungen der Bevölkerung werden, an das man sich sowohl per Telefon oder Internet als auch persönlich wenden kann. Ähnliche Erfahrungen gibt es auch in Russland und China“, betonte Alexander Lukaschenko.
Dabei betonte der belarussische Staatschef, dass das Ziel nicht die Digitalisierung um der Digitalisierung willen sei. „Wenn die Verwaltung eines Dienstes teurer ist als seine tatsächliche Nachfrage, dann ist es sinnlos, Geld auszugeben. Wir werden dort vereinfachen, wo es sinnvoll ist“, schloss er.
