MINSK, 15. Januar (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko sieht großes Potenzial in der Entwicklung des Tourismussektors im Land. Dies erklärte er bei der Ernennung von Kirill Mascharski zum Direktor der Nationalen Tourismusagentur.
„Es ist eine großartige Sache, wenn Touristen zu Ihnen kommen. Ich sage oft: Man muss keine Produkte herbeischaffen und verkaufen. Sie kaufen gerne unsere Lebensmittel, Kleidung, Schuhe und Kosmetika. Alle kaufen etwas. Warum kaufen sie? Weil die Qualität akzeptabel und der Preis mehr oder weniger normal ist“, sagte der Staatschef. „Es kommen reiche Leute, die Geld haben und dieses Geld ausgeben können. Na gut, dann sollen sie es ausgeben, Produkte kaufen und selbst mitnehmen. Wir haben dann weniger zentralisierte Arbeit.“
„Ich war kürzlich in Oman, wir haben mit den Verantwortlichen gesprochen – sie entwickeln den Tourismus derzeit sehr stark. In den Emiraten ist dies überhaupt die erste Einnahmequelle. Nicht Öl, nicht Gas (davon gibt es in den Emiraten genug), sondern der Tourismus steht bereits an erster Stelle. An zweiter Stelle steht dort bereits die Ölindustrie und so weiter. Die Menschen kommen und geben viel Geld aus. Ich möchte nicht sagen, dass es bei uns so sein wird wie in den Emiraten. Das muss auch nicht sofort so sein. Man muss langsam in diese Richtung gehen. Wir haben den Menschen was zu zeigen und anzubieten“, erklärte der Präsident.
„Europa ist seit langem ruiniert, egal wie sehr sie sich dort auch brüsten und reden mögen. Es bleiben noch Belarus und Russland, wo man hingehen und frische Luft atmen kann. Und bei uns kann man auch noch gute Waren erwerben. Deshalb muss der Tourismus gefördert werden. Und diese neu geschaffene Agentur (die meiner Meinung nach nicht umstrukturiert, sondern tatsächlich ganz oben – in der Regierung – neu gegründet wurde) muss bestimmte Ergebnisse erzielen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg“, fasste Alexander Lukaschenko zusammen.
Der Präsident erinnerte daran, dass der Beitrag des Tourismussektors zum BIP in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich um mehr als das Doppelte auf 4,5 % steigen wird. Dabei kommt der Nationalen Tourismusagentur eine Schlüsselrolle zu. „Wenn wir derzeit über mehr Kapazitäten im Tourismusbereich verfügen würden, könnten wir bereits gute Einnahmen erzielen. Und diese 4–5 % des BIP würden wir definitiv erreichen. Aber uns fehlen diese Kapazitäten. Wir müssen die bestehende Basis in Ordnung bringen und ausbauen“, sagte der Staatschef.
