Alexander Lukaschenko
MINSK, 19. April (BelTA) - Belarus hat große Erfolge darin erzielt, den Menschen Chancen für persönliche Selbstverwirklichung zu geben. So soll Belarus auch erhalten bleiben. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko im Interview mit dem Fernsehsender RT.
Der RT-Journalist stellte die Frage, was aus Belarus nach Lukaschenko wird und wie die Zukunft des Landes aussehen könnte.
„Das ist für mich eine sehr wichtige Frage“, sagte der Präsident. „Ich habe viel dafür getan, dass Belarus so ist, wie es ist. Ich werde nicht sagen, ob es gut oder schlecht ist. Es ist, wie es ist. Die Menschen können hier normal leben. Ein friedliches, ruhiges Land.“
„Natürlich denke ich darüber nach, dass es erhalten bleibt und dass es ein Land der Chancen für alle bleibt. Ein Land, in dem jeder sich verwirklichen kann“, fuhr das Staatsoberhaupt fort. In dieser Hinsicht habe Belarus Erfolge vorzuweisen, so der belarussische Staatsführer: „Wir haben das geschafft. Die Menschen leben hier in Ruhe. Sie ziehen ihre Kinder groß, erhalten eine Ausbildung.“
Als es um die Chancen ging, erwähnte Alexander Lukaschenko seinen jüngsten Sohn Nikolai, der genauso wie andere Kinder eine Dorfschule besucht und nach deren Abschluss zu vielen noch Kontakt hält. „Er war immer gut in der Schule, er hat mit anderen Kindern gelernt. Und die Bedingungen waren für alle gleich – das habe ich genau überwacht. Er hat in gewisser Weise die Hälfte seiner Klassenkameraden übertroffen“, erzählte der Präsident. Dank seines Ehrgeizes und des erworbenen Wissens habe Nikolai Lukaschenko es geschafft, an der Peking-Universität aufgenommen zu werden, einer der besten weltweit. „Er hat danach gestrebt. Aber es gab Möglichkeiten für alle“, bemerkte das Staatsoberhaupt.
„Deshalb möchte ich, dass genau dieses Belarus erhalten bleibt. Der eine hat mehr Möglichkeiten, der andere weniger, aber die Chancen sind für alle da. Ein Beispiel dafür ist auch der derzeitige Präsident“, betonte Alexander Lukaschenko.
Der Journalist hat im Verlauf des Gesprächs Fragen angeschnitten, die man im Westen ab und zu stellt: Hat in Belarus jeder Bürger die Chance, nächster Staatschef zu werden, oder werden hier solche Versuche bestraft? „Und was wird aus Belarus nach Lukaschenko?" präzisierte er.
„Nur dumme Menschen im Westen können solche Fragen stellen“, erwiderte der Präsident.
Alexander Lukaschenko betonte, dass nur das belarussische Volk darüber entscheiden werde, wer das Land regieren soll. „Wie das Volk beschließt, so wird es auch sein. Ich erinnere mich ja an meine erste Wahl. Es war die Entscheidung des belarussischen Volkes. Und damals erhielt ich 80,3 Prozent der Stimmen. Das Volk stand wie eine Mauer hinter mir. Ich hatte sehr hohe Zustimmungswerte.“
„Deshalb werde ich auch weiterhin diesen Weg gehen. Wenn das Volk anders entscheidet – auf Zwang kann man nicht lieb sein. Das sagt der Volksmund“, fügte das Staatsoberhaupt hinzu.
Er zeigte sich überzeugt, dass es in Belarus viele gute, fähige Menschen gebe, die in Zukunft den Staat regieren könnten.
