Aus Aluminiumtuben und Aluminiumdosen nützliche Produkte für die einheimische Metallurgie machen – auf diese Idee kam ein Wissenschaftler aus Belarus, der neulich ein Stipendium des Präsidenten erhalten hat. Warum ist dieses Projekt gerade heute für unser Land so relevant? Diese Frage stellten wir an Dr. techn. Boleslaw Nemenenok.
Ein neuer Blick auf den gewohnten Müll
„Im Jahr 2025 wurde eine große Müllverarbeitungsanlage mit einer Kapazität von bis zu 600 Tausend Tonnen pro Jahr auf einer Deponie in der Nähe von Minsk errichtet. Schon vor der Eröffnung zeigten Wissenschaftler und Industrielle ein großes Interesse dafür, da diese Anlage die Gewinnchancen von Metall, Kunststoff, Glas und anderen Materialien aus Wertstoff um eine Größenordnung erhöhen sollte. Ich habe gesehen, dass es möglich ist, Aluminium aus Abfällen zu gewinnen, die früher einfach vergraben wurden“, so definierte Boleslaw Nemenenok, Leiter des Lehrstuhls für Metallurgie von Eisen- und Nichteisenlegierungen der Fakultät für Maschinentechnologie an der BNTU, seine Aufgabe als Wissenschaftler.

Der Professor suchte nach neuen Ansätzen und Technologien für die Verarbeitung von aluminiumhaltigen Wertstoffen. Auf der "Gold-aus-dem-Mülleimer"-Liste standen neben den Tuben für Creme und Salben Aluminiumdosen für Getränke und Folien, in die man Schokoriegel und Pralinen verpackt.
Aluminiumschrott ist sowohl im Ausland als auch in der heimischen Industrie in großen Mengen gefragt. Einige Technologien für seine Verwendung wurden von Nemenenko und seinen Studenten entwickelt und werden aktiv eingesetzt, zum im Betrieb „Metallon“, der von einem der Studenten des Professors geleitet wird. Dieses Unternehmen verarbeitet mehr als 1 Tausend Tonnen Wertstoffe, die sogar aus der Russischen Föderation importiert werden. Er kauft Schrott an der Börse, um dann Aluminiumbarren an die Metallurgen in Belarus und Russland zu liefern. Geliefert werden darüber hinaus 60-100-Gramm-Pellets und Pyramiden. Letztere sind besonders in der Stahlproduktion gefragt.
Pyramiden für den Export
Wir fragen, wofür Stahlhersteller diese Produkte brauchen.
„Um den Stahl zu reinigen. Von Eisen- und Manganoxid und anderen Verunreinigungen“, antwortet der Professor und erklärt, wie es funktioniert: „Die Pyramiden werden in den Eimer des gerade aus dem Ofen entnommenen flüssigen Stahls geworfen, damit das Aluminium den Sauerstoff "wegnimmt" und die Verunreinigungen entfernt. Übrigens werden solche Produkte heute von dem größten Nichteisenmetallverarbeiter Belzwetmet geschmolzen. Natürlich erhalten sie dort in erster Linie sogenannte Barren-Legierungen, die an das Minsker Motorenwerk und andere Werke geliefert werden. Aber nach dem Schmelzen des Aluminiums entstehen Schlacken, die reich an Aluminiumoxid sind. Früher wurden sie vergraben“.
Professor Nemenenok glaubt, dass solche Schlacken recycelt werden sollen. Daraus können Desoxidationsgemische auf Aluminiumbasis gewonnen werden. Zusammen mit seinen Studenten entwickelte er sogar eine Stahlreinigungstechnologie mit diesen aluminiumoxidreichen Mischungen.

„Diese Technologie ist nicht weniger vielversprechend, funktioniert aber anders“, sagt der Gesprächspartner und erklärt die Details: „In diesem Fall wird Aluminiumschlack in den Eimer vorgeladen, und oben ist Stahl. Während des Schmelzens im Ofen arbeiten sich die Schlacken nach oben durch, und der Stahl „schwimmt“ in den Schlacken und wird auf diese Weise gereinigt. Alle drei Technologien (Pyramiden, Pellets, Schlacken) werden von den Industriebetrieben in Belarus und Russland verwendet. Übrigens sind die Importeure von belarussischen Aluminiumpyramiden und Pellets auch das Rohrwerk von Wolgograd, das große Mengen an Stahl und daraus hergestellten Produkten herstellt. Das heißt, solche Aluminiumbarren sind zu einem wichtigen Exportprodukt geworden.
Jetzt ist es an der Zeit, diese Technologien für diejenigen Arten von Recyclingmaterialien aus Aluminium zu erarbeiten, die noch nicht verarbeitet werden. Deshalb haben sie die Aufmerksamkeit unserer Wissenschaftler auf sich gelenkt.
Der Wissenschaftler sagte, dass auf der Liste neuer Abfälle, die Aluminium enthalten, auch die Hälse von Alkoholflaschen mit Spender stehen. Sie werden in drei Teile getrennt – Glas, Plastik und Aluminium. Aus Glas wird neue Verpackung produziert, Plastik wird zu Pellets verarbeitet, aus denen dann Rohre, Laufbänder usw. hergestellt werden, und Pyramiden und Pellets werden aus Aluminium geschmolzen. Die Liste der nützlichen Wertstoffe, die Aluminium enthalten, endet nicht damit. Der Professor hat außerdem vor, eine Technologie zur Gewinnung von Aluminium aus Tablettenverpackungen zu entwickeln.
Die wissenschaftliche Tätigkeit von Boleslaw Nemenenok bestätigt die offensichtliche Tatsache: Die Hochschulwissenschaft ist in Bezug auf den praktischen Nutzen für die Wirtschaft der akademischen Wissenschaft nicht unterlegen.
Solche Studenten - an die "Frontlinie"!
Doktor der technischen Wissenschaften Boleslaw Nemenenok ist in erster Linie jemand, der einmaliges Wissen besitzt und der dieses Wissen großzügig mit Studenten teilt. Er bringt ihnen bei, wie sie diese Kenntnisse weiter im Beruf verwenden können. Seit 40 Jahren werden an der BNTU von den Dozenten dieses Lehrstuhls die Vorlesungen im Fach „Metallurgische Verarbeitung von Produktions- und Verbrauchsabfällen“ gehalten.
Den Studenten, die die Prüfung im Fach „Sekundäre Bearbeitung von Gießlegierungen" erfolgreich bestanden haben, wird in den Werken nicht gesagt: „Vergessen Sie, was Sie an der Universität gelernt haben“. Sie werden sofort an die „Frontlinie“ geschickt – in die schwierigsten Bereiche der heimischen Industrie. Solche Spezialisten braucht der reale Wirtschaftssektor in der Tat.
Ein neuer Blick auf den gewohnten Müll
„Im Jahr 2025 wurde eine große Müllverarbeitungsanlage mit einer Kapazität von bis zu 600 Tausend Tonnen pro Jahr auf einer Deponie in der Nähe von Minsk errichtet. Schon vor der Eröffnung zeigten Wissenschaftler und Industrielle ein großes Interesse dafür, da diese Anlage die Gewinnchancen von Metall, Kunststoff, Glas und anderen Materialien aus Wertstoff um eine Größenordnung erhöhen sollte. Ich habe gesehen, dass es möglich ist, Aluminium aus Abfällen zu gewinnen, die früher einfach vergraben wurden“, so definierte Boleslaw Nemenenok, Leiter des Lehrstuhls für Metallurgie von Eisen- und Nichteisenlegierungen der Fakultät für Maschinentechnologie an der BNTU, seine Aufgabe als Wissenschaftler.

Der Professor suchte nach neuen Ansätzen und Technologien für die Verarbeitung von aluminiumhaltigen Wertstoffen. Auf der "Gold-aus-dem-Mülleimer"-Liste standen neben den Tuben für Creme und Salben Aluminiumdosen für Getränke und Folien, in die man Schokoriegel und Pralinen verpackt.
Aluminiumschrott ist sowohl im Ausland als auch in der heimischen Industrie in großen Mengen gefragt. Einige Technologien für seine Verwendung wurden von Nemenenko und seinen Studenten entwickelt und werden aktiv eingesetzt, zum im Betrieb „Metallon“, der von einem der Studenten des Professors geleitet wird. Dieses Unternehmen verarbeitet mehr als 1 Tausend Tonnen Wertstoffe, die sogar aus der Russischen Föderation importiert werden. Er kauft Schrott an der Börse, um dann Aluminiumbarren an die Metallurgen in Belarus und Russland zu liefern. Geliefert werden darüber hinaus 60-100-Gramm-Pellets und Pyramiden. Letztere sind besonders in der Stahlproduktion gefragt.
Pyramiden für den Export
Wir fragen, wofür Stahlhersteller diese Produkte brauchen.
„Um den Stahl zu reinigen. Von Eisen- und Manganoxid und anderen Verunreinigungen“, antwortet der Professor und erklärt, wie es funktioniert: „Die Pyramiden werden in den Eimer des gerade aus dem Ofen entnommenen flüssigen Stahls geworfen, damit das Aluminium den Sauerstoff "wegnimmt" und die Verunreinigungen entfernt. Übrigens werden solche Produkte heute von dem größten Nichteisenmetallverarbeiter Belzwetmet geschmolzen. Natürlich erhalten sie dort in erster Linie sogenannte Barren-Legierungen, die an das Minsker Motorenwerk und andere Werke geliefert werden. Aber nach dem Schmelzen des Aluminiums entstehen Schlacken, die reich an Aluminiumoxid sind. Früher wurden sie vergraben“.
Professor Nemenenok glaubt, dass solche Schlacken recycelt werden sollen. Daraus können Desoxidationsgemische auf Aluminiumbasis gewonnen werden. Zusammen mit seinen Studenten entwickelte er sogar eine Stahlreinigungstechnologie mit diesen aluminiumoxidreichen Mischungen.

„Diese Technologie ist nicht weniger vielversprechend, funktioniert aber anders“, sagt der Gesprächspartner und erklärt die Details: „In diesem Fall wird Aluminiumschlack in den Eimer vorgeladen, und oben ist Stahl. Während des Schmelzens im Ofen arbeiten sich die Schlacken nach oben durch, und der Stahl „schwimmt“ in den Schlacken und wird auf diese Weise gereinigt. Alle drei Technologien (Pyramiden, Pellets, Schlacken) werden von den Industriebetrieben in Belarus und Russland verwendet. Übrigens sind die Importeure von belarussischen Aluminiumpyramiden und Pellets auch das Rohrwerk von Wolgograd, das große Mengen an Stahl und daraus hergestellten Produkten herstellt. Das heißt, solche Aluminiumbarren sind zu einem wichtigen Exportprodukt geworden.
Jetzt ist es an der Zeit, diese Technologien für diejenigen Arten von Recyclingmaterialien aus Aluminium zu erarbeiten, die noch nicht verarbeitet werden. Deshalb haben sie die Aufmerksamkeit unserer Wissenschaftler auf sich gelenkt.
Der Wissenschaftler sagte, dass auf der Liste neuer Abfälle, die Aluminium enthalten, auch die Hälse von Alkoholflaschen mit Spender stehen. Sie werden in drei Teile getrennt – Glas, Plastik und Aluminium. Aus Glas wird neue Verpackung produziert, Plastik wird zu Pellets verarbeitet, aus denen dann Rohre, Laufbänder usw. hergestellt werden, und Pyramiden und Pellets werden aus Aluminium geschmolzen. Die Liste der nützlichen Wertstoffe, die Aluminium enthalten, endet nicht damit. Der Professor hat außerdem vor, eine Technologie zur Gewinnung von Aluminium aus Tablettenverpackungen zu entwickeln.
Die wissenschaftliche Tätigkeit von Boleslaw Nemenenok bestätigt die offensichtliche Tatsache: Die Hochschulwissenschaft ist in Bezug auf den praktischen Nutzen für die Wirtschaft der akademischen Wissenschaft nicht unterlegen.
Solche Studenten - an die "Frontlinie"!
Doktor der technischen Wissenschaften Boleslaw Nemenenok ist in erster Linie jemand, der einmaliges Wissen besitzt und der dieses Wissen großzügig mit Studenten teilt. Er bringt ihnen bei, wie sie diese Kenntnisse weiter im Beruf verwenden können. Seit 40 Jahren werden an der BNTU von den Dozenten dieses Lehrstuhls die Vorlesungen im Fach „Metallurgische Verarbeitung von Produktions- und Verbrauchsabfällen“ gehalten.
Den Studenten, die die Prüfung im Fach „Sekundäre Bearbeitung von Gießlegierungen" erfolgreich bestanden haben, wird in den Werken nicht gesagt: „Vergessen Sie, was Sie an der Universität gelernt haben“. Sie werden sofort an die „Frontlinie“ geschickt – in die schwierigsten Bereiche der heimischen Industrie. Solche Spezialisten braucht der reale Wirtschaftssektor in der Tat.
