MOSKAU, 15. April (BelTA) – Der belarussische Botschafter in Russland, Juri Seliwerstow, besuchte die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS und führte ein Arbeitstreffen mit deren Generaldirektor Andrej Kondraschow. Dies teilte die Pressestelle der Botschaft mit.
Die Seiten erörterten die Berichterstattung über belarussische und unionale Themen in den russischen Medien, die Entwicklung der belarussisch-russischen Zusammenarbeit im Informationsbereich, aktuelle Trends auf dem Medienmarkt sowie den Stand der Reformierung der unionalen Medien.
Zudem beantwortete Juri Seliwerstow Fragen der TASS-Korrespondenten. Insbesondere sagte er im Zusammenhang mit den Multimarken-Zentren belarussischer Maschinenbauer in den Regionen Russlands: „Unsere Regierung hat eine Strategie zur Entwicklung solcher Multimarken-Zentren verabschiedet. Ich denke, dass es in den großen russischen Regionen etwa 15 solcher Zentren moderner Prägung geben sollte. Über die Standorte muss noch nachgedacht werden.“
Nach Angaben des Diplomaten ist die Eröffnung eines großen Zentrums in Sankt Petersburg geplant. Es wird unter der Marke „Belarussische Maschinen“ firmieren, aber auch andere Hersteller werden dort vertreten sein. Die Möglichkeit, ein Zentrum in Krasnodar zu eröffnen – als Ergänzung zu dem kürzlich in der Region gestarteten – wird derzeit geprüft. Juri Seliwerstow erklärte, dass bei der Standortwahl die Besonderheiten der Region berücksichtigt werden. „Zentren, die beispielsweise BELAZ betreuen, konzentrieren sich eher auf den Ural und Sibirien. Der Landmaschinenbau tendiert zu den südlichen Regionen. So ist die Logik“, fügte er hinzu.
Juri Seliwerstow wies darauf hin, dass es in den russischen Regionen insgesamt bereits etwa 10 solcher Zentren gebe, aber nur drei bis vier davon seien groß und modern. Der Botschafter merkte an, dass die Zukunft in einem solchen Arbeitsformat liege, da es ermögliche, mehrere Hersteller unter einem Dach zu vereinen und einen qualitativ hochwertigen Service für die gesamte Produktpalette zu gewährleisten.
Der Botschafter berichtete zudem, dass die von dem belarussisch-russischen Unternehmen „BKM Siberia“ modernisierte Straßenbahn bald in Nischnekamsk in Betrieb genommen werde. Seinen Worten zufolge sei die Modernisierung dank der Zusammenarbeit beider Länder möglich geworden. „In Belarus wurden die Straßenbahnfahrwerke selbst nicht hergestellt. Diese alten Fahrwerke erhalten hier in Russland mit Komponenten aus Belarus durch unser Gemeinschaftsunternehmen „BKM Siberia“ neue Karosserien und eine neue Ausstattung“, erklärte Juri Seliwerstow.
